Die Sache mit der Angst am Arbeitsplatz

  • Schon in den 1990ern hielten Forscher fest, dass die überwiegende Zahl an Führungskräften mit Angstgefühlen zur Arbeit geht.
    foto: apa/oliver berg

    Schon in den 1990ern hielten Forscher fest, dass die überwiegende Zahl an Führungskräften mit Angstgefühlen zur Arbeit geht.

Immer mehr Menschen brennen im Job aus. Ängste und Überforderung werden unterdrückt. Höchste Zeit für die Neubewertung ökonomischer Glaubenssätze

Veränderung früher, das war ein klar in sich abgegrenzter Zwischenschritt, der ausgeprägte Phasen der Stabilität, Kontinuität und somit auch der Berechenbarkeit und Planungssicherheit für kurze Zeit unterbrach. Und Veränderung heute? Die Rote Königin aus Lewis Carrolls Alice hinter den Spiegeln kommt da in den Sinn, die Alice erklärt: " Hierzulande musst du so schnell rennen, wie du kannst, wenn du am gleichen Fleck bleiben willst." Naheliegend, dass dieser Dauerlauf zur Selbsterhaltung nicht ohne Auswirkungen bleibt.

Mit Angst in die Arbeit

1996 veröffentlichten Professor Winfried Panse und sein Mitarbeiter Wolfgang Stegmann ihr Buch Kostenfaktor Angst. Damit machten die beiden Betriebswirtschaftler von der Fachhochschule Köln schlagartig etwas öffentlich, das bis dahin in der Wirtschaft als Gegenstand der Überlegung kaum eine Rolle gespielt hatte. Entsprechend hoch schlugen denn auch die Wellen des Pro und Kontra. Zumal Panse und Stegmann vor dem Hintergrund ihrer intensiven Beschäftigung mit dem Thema behaupteten, dass sogar die überwiegende Mehrzahl der Führungskräfte mittlerweile mit mehr oder weniger bewusst empfundenen Verunsicherungs- , ja sogar direkten Angstgefühlen zur Arbeit käme.

1999 legte Joachim Freimuth, Professor für Personalwesen, Personal- und Organisationsentwicklung an der Hochschule Bremen, als Herausgeber seine bemerkenswerte Veröffentlichung Die Angst der Manager vor. Diese subtile Publikation trug das ihre dazu bei, die Problematik nicht wieder aus dem Blick zu verlieren und ihre Verankerung im öffentlichen Bewusstsein zu festigen. Nun war es einfach nicht mehr zu übersehen, "irgendetwas" in der Arbeitswelt hatte sich schleichend, aber dramatisch verändert.

Arbeitsdruck entsolidarisiert

Um diese Zeit erfolgte die Verabschiedung des Personalratsvorsitzenden der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, Herbert Cardol, in den Ruhestand. "Als ich in den Personalrat kam", konnte Cardol sich nicht verkneifen, dem erlauchten Auditorium mitzuteilen, " habe ich eine starke Solidargemeinschaft vorgefunden. Das ging querbeet durch alle Berufsgruppen. Seit einigen Jahren ist das nicht mehr so!" Und dann wurde er ganz deutlich: "Angst um den Arbeitsplatz und wachsender Arbeitsdruck entsolidarisieren und machen krank. Zunehmend leiden Mitarbeiter, Männer wie Frauen, unter psychosomatischen Problemen."

Womit der Mann unwissentlich das Stichwort für das gegeben hatte, was heute unter dem etwas schiefen Schlagwort "Burnout" Schlagzeilen macht: das Empfinden, von den permanent wachsenden beruflichen Anforderungen überfordert, ihnen nicht mehr gewachsen zu sein. Und dieses Empfinden löst immer mehr Angst aus, die Angst zu versagen. Diese Angst lähmt und untergräbt das Selbstbewusstsein und die Gesundheit, erstickt die Neugierde und tötet die Kreativität, macht unflexibel und lässt vor Veränderung zurückscheuen. Und nicht zuletzt macht sie einsam.

Angst, schreibt der 1979 verstorbene Psychoanalytiker Fritz Riemann in seinem Kultbuch Grundformen der Angst, "tritt immer dort auf, wo wir uns in einer Situation befinden, der wir nicht oder noch nicht gewachsen sind. Jede Entwicklung (...) ist mit Angst verbunden (...),die wir noch nicht und in (der) wir uns noch nicht erlebt haben (...). Sie kommt am ehesten ins Bewusstsein (...) da, wo alte, vertraute Bahnen verlassen werden müssen, wo neue Aufgaben zu bewältigen oder Wandlungen fällig sind."

Vertrautes verlassen

Und das, was heute im Beruf zu bewältigen ist, zwingt kompromisslos dazu, vertraute Bahnen zu verlassen, gewohnte Handlungskonzepte aufzugeben, Bewährtes - oft genug gegen jede persönliche Überzeugung - radikal zur Disposition zu stellen, gnadenlos die Kosten im Blick und den Rotstift zur Hand zu haben. Wo früher ein Auge zugedrückt werden konnte und wurde, muss, den neuen Spielregeln des globalen Marktes gehorchend, heute scharf hingeschaut und noch schärfer reagiert werden.

Psychosomatische Folgen

Eine Spielart dieses Reagierens formulierte der ehemalige Leiter des Arbeitsbereichs Verhaltenstherapie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Professor Iver Hand, einmal sehr schön so: "Die Schwierigkeit, die sich für das Individuum ergibt und die wir in allen Bereichen spüren, auch in unserem Großklinikum, wo wir eigentlich gar nicht direkt etwas damit zu tun haben, ist, dass die alten Regeln nicht mehr gelten, die lauten: Wenn bestimmte Leistungen erbracht werden und wenn man schwarze Zahlen schreibt, sichert man gemeinsam einen Arbeitsplatz. (...) Wir haben das relativ neue Phänomen, dass Betriebe (...) geschlossen werden, obwohl sie schwarze Zahlen schreiben. Dieses haben wir auch in Hamburg wiederholt erlebt, wo die internationale Betriebsleitung der Meinung war, dass die Konzernrendite besser wird, wenn der hochproduktive Betriebsbereich in diesem Land eingestellt und in einem anderen Land wieder aufgebaut wird."

Auf moderner Wanderschaft

Arbeitsplätze auf Zeit, weil auf Wanderschaft - dass das nicht nur besonders sensiblen Naturen die Brust eng, das befreiende Durchatmen schwer und die Lust auf Leistung fragwürdig macht, ist das wirklich ein Wunder? Ein Wunder ist schon eher die Gläubigkeit, mit der dieses Prozedere unverdrossen betrieben wird. Und mit der direkt und indirekt daraus die Forderung nach einem kräftigen Mehr an persönlicher räumlicher Flexibilität und Mobilität abgeleitet wird. Schürt sie doch ein weiteres beklemmendes Gefühl: das der Heimatlosigkeit. Was in den Wüsten und Dürrezonen unseres Globus langsam Geschichte wird, erlebt in der offensichtlich doch von vielen als seelisches Ödland empfundenen modernen postindustriellen Wirtschaftsgesellschaft eine Wiederauferstehung: der Nomade.

Doch ob diese oft genug auch noch von Zeitarbeitsfirmen ausgeliehenen Wanderarbeitnehmer den in sie gesetzten Hoffnungen auf Dauer wirklich gerecht zu werden vermögen, wird sich zeigen. Sowohl verhaltensbiologische als auch medizinische Erkenntnisse nähren da eine starke Skepsis. Die offenbar zunehmenden als "Burnout" deklarierten und diskutierten Ausfallerscheinungen, die in Wirklichkeit wohl depressive Episoden sind, untermauern diese Skepsis. Desgleichen deren larvierte Formen, etwa als unerträgliche Rückenschmerzen. Immerhin wächst sich das Kreuz mit dem Kreuz zur Volkskrankheit aus.

"In der Medizin gehen wir mittlerweile davon aus, dass die gesamte Rückenmuskulatur psychosomatisches Ausdrucksmittel ist. Das erklärt auch, warum relativ viele Krankschreibungen wegen Rückenbeschwerden erfolgen", erläutert Rolf Breitstadt, Arzt für innere Medizin, Arbeitsmedizin und Umweltmedizin und ehemals leitender Konzernarzt. Doch nicht nur die Steißbeingegend zeigt sich zunehmend rebellisch. Auch der Schultergürtel meldet sich mit schmerzhaften Verspannungen immer öfter zu Wort. Der Volksmund kennt einen schönen Begriff dafür: Mir sitzt die Angst im Nacken. Es deutet auf eine gewisse Fehlsichtigkeit von offizieller Seite hin, dagegen mobile Massagetrupps am Arbeitsplatz in Marsch zu setzen.

Verunsicherung überall

Oft wird die Fassade noch monate-, manchmal jahrelang aufrechterhalten, mit viel Anstrengung und wachsender psycho-physischer Überforderung, Gefühle werden abgewehrt, unterdrückt, runtergeschluckt. Irgendwann aber brechen sie dann durch. Die Folgen: tiefste geistig-seelische Erschöpfungszustände bis hin zur massiven Lebenskrise. Im Versuch, trotzdem standzuhalten, oft auch aus Scham und einem verzweifelten Empfinden von Ausweglosigkeit, wird der Griff zu Alkohol, Medikamenten und zu dem, was gemeinhin unter Drogen verstanden wird, zur Gewohnheit. Eine neue Spielart dieses selbstzerstörerischen Tuns heißt Hirndoping. Dahinter verbirgt sich die Hoffnung, sich mit Neuro- oder Cognitive Enhancers in die Nähe von Superman zu rücken, auf dass das Mithalten doch noch gelingt.

Wie reine Schachfiguren

In immer mehr Köpfen spukt der Geist der Verunsicherung herum, tickt es uhrwerkgleich "Nichts ist mehr sicher!". Und dieser mentale Dauerstörton zerrt an der geistig-seelisch-körperlichen Stabilität. Auch hochqualifizierte und hochrangige Kräfte sehen sich als reine Schachfiguren im Spiel fremder Absichten und Kräfte - und reagieren mit Angst. Und aus Angst. Diese Reaktionsweise erklärt viel von der allenthalben zu spürenden beklagenswerten Kurzsichtigkeit des Tuns und Lassens. Anstatt überlegt, wohl abgewogen und weitsichtig oder auch einmal nur durch beobachtendes Abwarten zu handeln und zu führen und auf diese Weise die unbedingt notwendigen Sicherheitsinseln im Meer der Unsicherheit, die Verschnaufpause im Sturm der Veränderung zu schaffen und dem menschlichen Grundbedürfnis nach einer gewissen Sicherheit entgegenzukommen, wird "drauflosgemanagt". Rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln! Findet sich deshalb, aus Angst, kein beherzter Controller, der darauf hinweist, wo die wirklichen Kostenschätze zu heben wären?

Soll die Gefahr gebannt werden, dass die Arbeitswelt immer rascher und umfänglicher das Produkt "Psychowracks" herstellt, wäre eine gewisse Neubewertung ökonomischer Glaubenssätze an der Zeit. Nicht zuletzt das Verdienst des Philosophen Julian Nida-Rümelin ist es, mit seinem Buch "Die Optimierungsfalle - Philosophie einer humanen Ökonomie" auf diese Notwendigkeit hingewiesen, sie in ihren Grundzügen skizziert und dabei die Irrationalität einer verantwortungslosen, rein auf Optimierung bedachten Wirtschaftsordnung entlarvt zu haben. (Hartmut Volk, DER STANDARD, 14./15.7.2012)

Lesetipps

  •  Michael Schmidt-Salomon: "Keine Macht den Doofen - Eine Streitschrift" , Piper Verlag, 2012, 123 Seiten, € 6,20
  •  Karlheinz A. Geißler: "Lob der Pause - Warum unproduktive Zeiten ein Gewinn sind", oekom verlag, München 2010, 108 Seiten, € 9,20
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Burnout/Boreout/Bildungsfeindlichkeit...der Weg in die Klapsmühle

Untenstehend meinen einige Poster, die Langeweile wäre ebenso demoralisierend wie die Existenzangst. Da ist was dran, denn wir leben in einer Zeit wo erwiesenermaßen altmodische und ökologisch höchst bedenkliche Produkte (Atomstrom, Plastik mit Polyphtalaten/Weichmachern, Otto Motor, ...) und ebenso widerinnige Srategien (Gewinnmaximierung statt Nachhaltigkeit, Kompetitivität statt Kooperation, Invasivmedizinbetonung statt Vorsorge, Psychopharmaka stat Konfliktmanagement...) in krassem Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen. Verkaufen, Konsummieren bis der Arzt kommt, statt sich aufs notwendige und gesunde zu beschränken. Diese Bildungsfeindlichkeit, dieser Lemmingszug trotz besserem Wissen lähmt. langweilt und macht Angst.

Burnout, inflationär verwendeter Begriff zu wenige Experten, die richtig diagnostizieren u. angemessene Behandlung der Psyche anbieten können.

Behandlung von physischem u.psychischem Leiden steckt nach wie vor in den Kinderschuhen, da eine zentrale Dimension-die Psyche-ausgeklammert wird. Eine langjährige Ausbildung der Mediziner, die den Körper im Blick hat, kann die Wechselwirking zw. Psyche u. Körper nicht einschätzen, dazu brauchts Experten der Psyche. Krankschreibungen erfolgen durch den Allgemeinarzt, der von der Psyche übhaupt keine Ahnung hat. Es braucht Psycho-Experten in diesem Bereich. Die haben sich im Studium lang genug beschäftigt.Ich muss von der Krankekasse zum Arzt gehen, wenn ich mich einer psychischen Behanldung unterziehen will. Der versteht des jo net!Die Seele ist eine hochkomplexe, vielschichtige Angelgenheit, um Ängste zu behandeln brauchen wir Psyexperten.

Ihre Psycho-Experten sind ja genau jene, die Burn-Out inflationär gebrauchen und genau null Ahnung vom körperlichen Bereich haben.
Burn-Out gibt es als Krankheit nicht, es ist ein Symptomkomplex, der allerdings auch sehr oft auch organische Ursachen haben kann. Der erste Weg zum Arzt ist daher völlig richtig. Und selbst wenn organisch nichts feststellbar ist, heißt das nicht, daß die Ursache automatisch psychisch sein muß. Es gibt Leute, die Jahrzehnte von Psychos zugelabert wurden und bei denen später eine organische Erkrankung festgestellt wurde.

Gott bewahre uns vor diesen Psychos

Empathie ist nämlich kein Grund, einen sozialen Beruf zu ergreifen. Die Herrschsucht auszuleben und als Guter dazustehen passt da eher..

Warum soll man seine Tiefs nicht einfach erleben dürfen. Es scheint ja so zu sein, dass die Seele eine Auszeit verlangt. Außer einer argen Antriebsschwäche spielt es halt da nichts. Vielleicht ist man überfordert gewesen. Vielleicht wurde man halb zu Tode gemobbed, durch Lebenseinschnitte traumatisiert ...

Man muss das alte einmal wegschaffen, bevor was neues aufgestellt werden kann. Das kann seine Zeit dauern, und die sollte man ganz einfach bekommen.

Psychologen und -therapeuten suchen wie Pfarrer nach dem schlechten Gewissen, auf dem sie herumstochern um ihr Opfer zu gängeln. Wer braucht das?

Sie haben scheinbar schlechte Erfahrungen gemacht, wenn sie die Psychoexperten als Herrschsüchtige und jemanden beschreiben der am schlechten Gewissen herumstochert. Die Arbeit an der Psyche ist für einen Außenstehenden nicht so leicht nachvollziehbar, weil weniger konkret und sichtbar wie im körperlichen Bereich z.B wenn ein Bein gebrochen ist und wieder hergestellt wird. Prozesse gehen manchmal sehr langsam, dafür brauchts ein langes Studium und viel Erfahrung! Es ist eher wie in der Grundlagenforschung, wenn man mit kranken Seelen zu tun hat... hat nichts mit herrschsucht und schlechtem gewissen zu tun.

Es gibt ja die Wunderkuren des BBRZ

In 16 oder gar nur 8 Wochen werden die Kunden arbeitsfähig diagnostiziert. Sozialismus weiß eben, wie man das macht. Man droht mit dem Entzug der Bezüge (Arbeitslosengeld bzw. Mindestsicherung) bei Verweigerung oder nicht Erscheinen. Die Existenzangst addiert die Arbeitsangst zur Todesangst. Sogleich spielen die einen gequälten Bilckes mit.
Das BBRZ (ein SPÖnaher Verein) ist die einzige Entscheidungsmacht in dieser Sache.
Beschwerden Beschwerde beim Verwaltungssenat stoppen weder BBRZ noch MA40 oder AMS.

Dropouts werden einfach nicht mehr betreut. Ob sie dann arbeiten, obdachlos werden oder Selbstmord begehen geschieht ohne Einblick und Verantwortung Sozialbetreuung.

Dass sich die SPÖ sich dabei gesund stößt ist der wahre Heilerfolg

so gehts einem

wenn man möglichst viel Inhalt in die "750 Zeichen frei" Zone schreiben möchte und noch ein bisserl mit dem Wörtern bastelt, das da auch das noch reingeht. Ich verliere da immer wieder den Überblick.

schon wieder so ein fader artikel über burnout.
wie wärs mal das boreout näher zu untersuchen und darüber zu berichten? boreout ist das gegenteil von burnout, die absolute langeweile und nichtstun in der arbeit. es gibt viele menschen, die darunter leiden, aber nur die wenigsten trauen sich es zuzugeben. boreout ist genau so schlimm aber leider noch nicht so pc wie burnout.
das zeigt nur, daß die arbeit in unserer gesellschaft falsch verteilt ist.

Boreout ist das Burnout der pragmatisierten Beamten,

nur um Himmels Willen ja nichts aendern, sonst ist der sichere, gut bezahlte Arbeitsplatz weg. Kenne einige solche KanditatInnen. Das ist genauso grauslich und psychisch belastend / siehe oberen Artikel> gerade in der heutigen Arbeitswelt zaehlt ein nicht belastender Arbeitsplatz der sicher ist zu den Jackpot Phantasien der Kategorie Praktikant auf Lebenszeit. Aber die Realitaet ist, dass genau diese Starre genau auch das Gegenteil bewirken kann: naemlich statt Komfort und Sicherheit Unsicherheit und Selbstzweifel.

meinen Sie Feuerwehrleute, Polizisten oder Krankenschwestern ?

oder sind Sie den Krisengewinnlern schon auf den Leim gegangen ? Volksverhetzung, Berufsgruppenverhetzung ? Damit nur keine Solidarität derer aufkommt, die jede Art von Krisensuppe auslöffeln dürfen, die ihnen die Krisengewinnlern eingebrockt haben.

Ich denke nicht, dass Sausenpulver das ironisch gemeint hat.

Ich kenn einige Krankenschwestern, die zwar gerne den Beruf wechseln würden, aber aufgrund der Pragmatisierung genau wissen, dass sie so etwas nicht mehr so schnell finden werden und ihre Pragmwtisierung natürlich sofort los sind, wenn sie woanders hin wechseln. Ja. Das ist eine psychische Belastung.

wenn hier von beamten gesprochen wird, dann sicher von sesself.urzenden typen die im büro rumhängen, und nicht von krankenschwestern und feuerwehrleuten - immer wieder das passende arme klischee rausziehen. beamte sind eine kaste die SOFORT abgeschafft gehört, jeder sollte jederzeit kündigbar sein wie in der privatwirschaft - einzige ausnahme richter und polizisten - und fertig!

"es gibt viele menschen, die darunter leiden, aber nur die wenigsten trauen sich es zuzugeben."

Richtig. In den meisten Firmen wird man ziemlich schief angeschaut, wenn man Langeweile auch nur andeutet. Von Kollegen übrigens mehr als von Vorgesetzten, meiner Erfahrung nach.
Komplett überarbeitete und gestresste Mitarbeiter gelten hingegen als die Stützen der Abteilung, auch wenn sie de facto nur noch Feuerwehr sind.

Meist wird als "Lösung" nur die Quantität der Arbeit erhöht; schwerere, komplexere Tätigkeiten gibt es meist trotzdem nicht. Bis jetzt wusste ich mir nur mit Jobwechsel zu helfen (alle paar Jahre mal), aber eine Dauerlösung ist das auch nicht.

Ich habe mehrmals die Erfahrung gemacht,dass die Mitarbeiter als die unentbehrlichsten Stützen der Firma angesehen werden,die NUR SO TUN als ob sie komplett überarbeitet und gestresst wären.Daraus resultiert,dass irgendeine vorgesetzte Pfeife diese Pfeifen an den Platz gesetzt hat,an dem sie dann ihr Schauspiel aufführen bzw. perfektionieren.Daraus resultiert wieder der Streß und der Burnout der Personen die die Arbeit wirklich machen und sich dafür womöglich auch noch rechtfertigen müssen,warum sie nicht noch mehr arbeiten können oder wollen.Ein negativer Kreislauf in vielen Varianten und ohne Ausweg außer man geht oder wird gegangen.

daß mitarbeiter nur so tun, als ob sie gestresst und überarbeitet wären, ist ein typisches symptom boreout zu kaschieren. dann sind sie aber keine pfeifen, sondern arme schlucker.
es gibt sicher auch leute, die wollen wirklich nicht arbeiten und tun dann auch so, aber das sind zwei verschiedene gründe.

Ich meine nicht die armen Schlucker und auch nicht die,die nicht wollen.Ich meine die,die völlig bewusst so tun als ob sie mehr als alle anderen arbeiten und ihre Tätigkeit als noch dazu viel wichtiger und wertvoller als die der anderen verkaufen und die damit bei genauso idiotischen Vorgesetzten tatsächlich Eindruck schinden und auf die Art und Weise zu Positionen und Gehaltserhöhungen kommen die eigentlich andere verdient hätten.Das hat weder mit burnout noch mit boreout zu tun sondern einzig mit einem extrem miesen Charakter und extrem ungeeignetem Führungspersonal.

Sehr richtig.

Unterforderte Menschen wirken extrem unglücklich über jeden Sch.. , den sie tun sollen, sind dauernd unzufrieden.

Leute in "erfüllenden" Berufen, wie zum Beispiel in der Pflege, sind in der Regel glücklich und engagiert, ihre Überlastung fällt ihnen erst allmählich auf, dann aber ordentlich.

Wann wird man faire Gehälter zahlen und nicht am falschen Fleck sparen?

was an der pflege erfüllend sein soll bei den gehältern müssen sie erst mal erklären.

2500 brutto ist wenig?

Na ja,

die Gehälter sind es natürlich nicht. ;-)

Aber der Sinn der Arbeit wird einem bewusst, wie kaum bei einer anderen Tätigkeit. Das gibt einem das Gefühl, dass man für den Menschen da ist, und der Chef ist eigentlich Nebensache.
Man hat selbst den größten Einfluss darauf, was die Arbeit bewirkt und es wird ganz deutlich spürbar, wenn man seine Arbeit gut macht.

Ich habe das besonders in der (mobilen) Hauskrankenpflege so empfunden.

Im starren, unflexiblen

und konservativen Oesterreich wunderts kaum dass die Leute Burn-out kriegen! Wenn jetzt ein Unternehmen uebernommen wird und die Leistung steigt, bzw aus konsolidierungsgruende mehr gearbeitet bzw anders gearbeitet wird, dann sind die Arbeitnehmer die jahrzehnte lang so und so das gemacht haben extremst ueberbelastet. Sollen doch die Leute mal im vorhinein auf dem wechsel vorbereitet werden.

wie erklären sie sich (uns) dann

die ebenso hohen burnout-Raten in allen anderen westlichen Ländern?

Optimierungsfalle auch bei der WGKK, sie will eine der wirksamsten Psychotherapien (Psychoanalyse) ab Herbst nicht mehr bezahlen.....

die WGKK stolpert ebenfalls in eine Optimierungsfalle, sie will nur mehr kurze, schnelle Mc-Psychotherapien(1-2x)pro Woche ab Herbst finanzieren. Personen mit verschiedenen Formen von Angsterkrankungen bekommen so nicht mehr eine finanzielle Unterstützung durch die WGKK. Die psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, sowie die Einahme von Psychopharmaka nehmen exorbitant zu und die Kasse streicht eine zentrale u. einer der effizientesten Methoden. Nachhaltigkeit von psychotherapeutischen Behandlungen ist kein Thema. In Deutschland wird die Psychoanalyse zur Krankenbehandlung voll finanziert. Sie ist die umfassendste und langwierigstes psychotherapeutische Ausbildung. warum geht die WGKK. so unverantwortlich mit den Ängsten d Menschen u

Irgendetwas kann halt nicht so ganz stimmen. Denn würden Ihre tollen Psychoanalysen wirklich so wirksam sein (was wissenschaftlich sowieso völlig unbelegbar ist), dann würde sich die WGKK wohl kaum querlegen.
Sie zahlt völlig zurecht nicht, weil in einem völlig unkontrolliertem Raum Unmengen an Geld ausufernd beim Fenster rausgeschmissen werden. Der einzige, der einen Nutzen zieht, ist das Konto des Therapeuten - und das ist in Wahrheit auch der einzige Grund, warum diese ständig gefordert wird.

Gibt keinen Grund zum jammern

Was jammern die Leute denn darüber. Die eigenen Volksvertreter haben den globalen Markt vorangetrieben und die Rahmenbedingungen gemacht.

Die Geister wurden gerufen, letztlich durch die Wahlen in der Vergangenheit, also braut man jetzt nicht jammern.

Die Zeiten sind schlechter geworden und unterm Strich überwiegen oftmals die Nachteile, denn nur wenige haben volle Taschen und die Masse kämpft um Job und und den Erhalt des Wohlstandes.

Man kann alles ändern, jedes System und jeden Zustand, man muss es nur wollen. Doch wenn Gruppen kommen und etwas ändern wollen, das Stimmvieh an der Urne wählt doch immer wieder die doofen von da Oben. Also bekommt jeder was er wollte - oder nicht?

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