Wikileaks siegt vor Gericht gegen Mastercard und Visa

2010 haben Visa- und Mastercard-Partner sämtliche Geldspenden an Wikileaks gestoppt

Die Whistleblower-Plattform Wikileaks hat in Island einen Rechtsstreit gegen Visa und Mastercard gewonnen. Die Kreditkartenunternehmen haben 2010 die Abwicklung der Geldtransfers an Wikileaks, die als Spenden mit Kreditkarten bezahlt wurden, eingestellt. Der lokale isländische Visa- und Mastercard-Partner Valitor wurde nun von einem isländischen Gericht verurteilt, weil die vertraglich festgelegte Verpflichtung, Geldflüsse weiterzuleiten, nicht eingehalten wurde, so Associated Press

6.000 US-Dollar Strafe pro Tag

Neben Mastercard und Visa hat auch Paypal 2010 alle Transaktionen blockiert, die an WikiLeaks gingen, nachdem die Plattform 250.000 diplomatische Dokumente veröffentlicht hat. Ein Statement von Wikileaks bezeichnet das Urteil als bedeutenden Sieg gegen Washingtons Versuch, die Plattform zum Schweigen zu bringen. Valitor muss nun innerhalb von zwei Wochen die finanzielle Infrastruktur für Wikileaks wiederherstellen, andernfalls droht eine Strafe von 6.000 US-Dollar pro Tag. (iw, derStandard.at, 13.7.2012)

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das heißt

Wikileaks hat jetzt schon einen gewaltigen finanziellen Schaden erlitten, weil über mehrere Jahre keine Spenden gezahlt werden konnten.
Dennoch müssen die Unternehmen nur den Zugang wieder aufdrehen und bekommen nur für den Fall, daß das nicht passiert eine Strafe von 6000 Dollar pro Tag der ab dann weiter verstreicht?

eigentlich hätten sie auch für die statistisch ermittelbaren Spendenausfälle über die gesamte Zeit aufkommen müssen.

Ich halte meine Kreditkarte und die ersten 150€ schon bereit!

Sobald wieder hierzulande möglich wir ordentlich gespendet!

ein Bravo den isländischen Juristen !

Ein erster kleiner Sieg, recht so.

Die 6000,- pro Tag gehören allerdings rückwirkend eingehoben für jeden einzelnen Tag an dem die finanzielle Infrastruktur nicht funktioniert hat!

gefällt mir

Schadenersatz

Das ist VIEEEEL zu wenig. Die 6000,-- pro Tag gehören ab dem Tag eingehoben, als sie die Zahlungen eingestellt haben, bis zu dem Tag, wo das rückgängig gemacht wurde.
Darüberhinaus Schadenersatz, berechnet von den Umsätzen, die in den Jahren vorher durchschnittlich umgesetze wurdebn!!!!!

und einen thailändischen studenten, der ein paar bücher in den usa verkauft hat, verdonnern die amerikanischen gerichte zu 600000 dollar strafe...

"Schwedens Justiz hat Einzelpersonen verkauft"

Ob deshalb Assange eine realen Argwohn gegen die Schwedische Justiz hat:
http://www.spiegel.de/netzwelt/... 44138.html
?

Habe gerade die Petition unterzeichnet, als ca. 135 000ster.

Und nun

die Schadensersatzklage.

ein gerechtes urteil...!

endlich einmal ein herzliches vergnügen beim lesen von nachrichten...!
super! weiter so.

was ist mit dem schaden der in den 2 jahren dadurch entstanden ist, dafür gibt es keine strafe?

Ein kleiner Sieg für die Gerechtigkeit!
Es ist eine Schande, was die USA ihm antut. Wenn er nicht solch grossen Namen hätte, wäre er sicher schon in Guantanamo!

Und jetzt Klage wegen Spendenentgang samt schdenersatz!

Das werden dann auch mehrere Millionen sein!?

Kein Schadenersatz?

Ich dachte die "6.000 US-Dollar Strafe pro Tag" wären für den entstandenen Schaden während der Sperre. Dabei muss scheinbar gar nichts gezahlt werden. So gesehen hat der amerikanische Druck sein Ziel ja doch erreicht - es floss lange kein Geld. Das Urteil muss so wohl als kleiner Sieg verpackt in einer Niederlage gesehen werden.

Das war keine Schadenersatzklage, sondern eine Unterlassungsklage: Demnach haben die diversen Unternehmen es zu unterlassen ... (siehe Artikel). Ein Schadenersatzanspruch bleibt davon unberührt.

...

zeit zu verstehen, dass in den kriegsgebieten die karten als zahlungsmittel meistens funktionieren und was das fuer die unternehmen und den westen bedeutet - oder so? oder muss man es verstehen? verstehe nicht!

Nur schade, das Island so klein ist.

Wäre schön, wenn sich Gerichte in Deutschland, Australien, Kanada, etc. sich daran ein Beispiel nähmen. Aber das ist wohl zuviel verlangt.

Meine Kreditkarte

habe ich sofort zurückgegeben, nach diesem Skandal.
Ebenso Amazon, habe ich auch sofort gekündigt.

Unternehmen die offenbar unter amerikanischen politischen Druck stehen, sind nicht vertrauenswürdig.

Gut dass das jetzt auch ein gerichtliches Nachspiel hat.

lobenswert, haette ich auch gerne getan
aber soviel ich weiss es gibt keine alternative zu mastercard visa und paypal, besonders wenn man bei ebay kauft

Wo ein Wille ist ist auch ein Weg

Cash, Vorabüberweisung

nur fast!

Flüge buchen, Hotels buchen.....

Reisen ohne Kreditkarte wird zu einem sehr mühseligen Vergnügen!

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