Wikileaks siegt vor Gericht gegen Mastercard und Visa

2010 haben Visa- und Mastercard-Partner sämtliche Geldspenden an Wikileaks gestoppt

Die Whistleblower-Plattform Wikileaks hat in Island einen Rechtsstreit gegen Visa und Mastercard gewonnen. Die Kreditkartenunternehmen haben 2010 die Abwicklung der Geldtransfers an Wikileaks, die als Spenden mit Kreditkarten bezahlt wurden, eingestellt. Der lokale isländische Visa- und Mastercard-Partner Valitor wurde nun von einem isländischen Gericht verurteilt, weil die vertraglich festgelegte Verpflichtung, Geldflüsse weiterzuleiten, nicht eingehalten wurde, so Associated Press

6.000 US-Dollar Strafe pro Tag

Neben Mastercard und Visa hat auch Paypal 2010 alle Transaktionen blockiert, die an WikiLeaks gingen, nachdem die Plattform 250.000 diplomatische Dokumente veröffentlicht hat. Ein Statement von Wikileaks bezeichnet das Urteil als bedeutenden Sieg gegen Washingtons Versuch, die Plattform zum Schweigen zu bringen. Valitor muss nun innerhalb von zwei Wochen die finanzielle Infrastruktur für Wikileaks wiederherstellen, andernfalls droht eine Strafe von 6.000 US-Dollar pro Tag. (iw, derStandard.at, 13.7.2012)

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