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Spanien greift seinen strauchelnden Regionen unter die Arme. Die Regierung in Madrid habe das Defizitziel für das kommende Jahr gelockert, sagte ein Vertreter einer Regionalregierung am Donnerstag. Für das laufende Jahr sei die Vorgabe aber nicht angetastet, für 2014 dagegen verschärft worden. Beim Kabinettstreffen am Freitag will die Regierung mit den weitgehend autonomen Regionen die Einrichtung eines Krisenfonds beraten. Der Staat solle für den Mechanismus garantieren, mit dem Regionen geholfen werden solle, die in Gefahr seien, ihre Schulden nicht mehr bezahlen zu können, sagte Finanzminister Cristobal Montoro.
Das hoch verschuldete Spanien will einem massiven Spar- und Reformprogramm den zunehmenden Sorgen entgegentreten, das Land müsse komplett unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen. Bisher hat die Regierung in Madrid lediglich Hilfen für den Bankensektor beantragt. Erst vor zwei Tagen räumten die EU-Finanzminister der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone zum zweiten Mal binnen weniger Monate mehr Zeit zur Sanierung des öffentlichen Haushalts ein. Spanien muss erst 2014 - ein Jahr später als bisher gefordert - wieder das EU-weite Defizit-Ziel von drei Prozent erreichen.
Regionen rebellieren
Die Defizitziele für die autonomen Regionen stoßen bei mehreren Regierungen auf Widerstand. Sechs der insgesamt 17 autonomen Regionen weigern sich, den neuen Defizitzielen zuzustimmen, wie die Zeitung "El Pais" am Freitag berichtete. Darunter seien sogar zwei, die von der regierenden Volkspartei (PP) kontrolliert werden. Die Regionen fordern von der Regierung eine Lockerung des für dieses Jahr festgesetzten Defizitziels von 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Sie argumentieren, dass die EU-Kommission am vergangenen Montag schließlich Spanien für 2012 eine Neuverschuldung von 6,3 Prozent statt wie ursprünglich geplant 5,3 Prozent zugestanden hatte.
Die autonomen Regionen Spaniens, in etwa vergleichbar mit den deutschen Bundesländern, müssen ihre Neuverschuldung in diesem Jahr von 2,94 Prozent auf 1,5 Prozent drücken. Die entsprechenden Ziele für 2013 und 2014 sind 0,7 beziehungsweise 0,1 Prozent.
Finanzminister Cristobal Montoro warnte fünf Regionen, weil sie bei den Kürzungen ihrer Haushalte in Rückstand geraten seien. Nach einem neuen Gesetz zur Haushaltsstabilität können die Finanzen jener Regionen, die ihre Defizitziele ständig verfehlen, unter die Aufsicht des Zentralstaates gestellt werden. Spaniens Neuverschuldung war 2011 auf 8,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts geklettert. Offiziellen Angaben zufolge waren die autonomen Regierungen für fast zwei Drittel dieses Defizits verantwortlich.
Banken werden immer abhängiger
Die Abhängigkeit des spanischen Finanzsektors von der Europäischen Zentralbank (EZB) steigt allerdings weiter: Im Juni sind die Netto-Ausleihungen der spanischen Geldhäuser bei der Notenbank um 17,2 Prozent von 287,8 Mrd. auf 337,2 Mrd. Euro geklettert, wie aus den neuesten Daten der spanischen Notenbank hervorgeht. Damit beziehen die Institute des rezessionsgeplagten Euro-Schwergewichts mehr Mittel als jemals zuvor von der EZB. Im Jahresvergleich legten die Ausleihungen um 606 Prozent zu. (APA, 13.7.2012)
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Und Spanien hat selbst um Hilfsgelder angesucht. Erst gestern hat der Präsident des österr. Verfassungsgerichtshofes in der Krone eine Verfassungsänderung verlangt damit der ESM vorab geprüft werden kann.
Unterstützen wir die Forderung des österr. Höchstrichters:
http://www.avaaz.org/de/petiti... richtshof/
Mit Verlaub, aber die Überschrift ist kompletter Humbug. Was Spanien tut, ist die Regionen bis zum Gehtnichtmehr ausschröpfen, wobei alle in den selben Topf geworfen werden: die, die sich halbwegs an die Sparziele halten, und die, die überhaupt nichts tun. D.h., die Zentralregierung gönnt sich die von Brüssel gewährte Verschnaufpause, gibt die aber nicht an die Regionen weiter, die mit der verhältnismäßig höheren Finanzlast auskommen müssen.
Der Grundgedanke dahinter ist rein ideologisch: Die PP hat niemals an den dezentralisierten Staat geglaubt, und nun scheint für sie der günstige Zeitpunkt gekommen zu sein, Spanien zentral zu straffen.
der ebenso unsinnig war wie die holländische tulpenmanie
http://de.wikipedia.org/wiki/Tulpenmanie
dadurch wurde der wahre zustand der spanischen wirtschaft längere zeit verschleiert und die bürokratie konnte ruhig weiter wachsen. jetzt bricht das ganze zusammen und wird sich so schnell nicht mehr erholen. es gibt zuwenig arbeitsplätze für alle und außerdem sind die kommunen, städte, regionen und der gesamtstaat einfach pleite.
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