Bartenstein: "Panne" ohne wirkliche Folgen

25. Juni 2003, 22:56
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Eurofighterkauf "auf Schiene"

Wien - Die Jein-Haltung von FPÖ-Bundesräten, die das Budgetbegleitgesetz nun verzögert, ist für Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) eine "Panne" ohne wirkliche Folgen. Wäre Vizekanzler FPÖ-Chef Herbert Haupt an diesem Tag in Wien gewesen, hätte die Abstimmung vielleicht anders ausgesehen, mutmaßte Bartenstein in der "Zeit im Bild 2" am Mittwoch. Keine Probleme durch die "Panne" sieht Bartenstein beim Abfangjägerankauf, keine Probleme auch mit dem Koalitionspartner FPÖ: Was zähle, seien die Reformen, die umgesetzt würden - "darauf kommt es an", sagte Bartenstein.

Zuvor hatte - in einer Einspielung - der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) gemeint, manche "Indisponiertheit von ÖVP-Politikern" sei ein verlässliches Signal dafür, dass die FPÖ für Österreich die richtige Politik mache und abermals Ablösegerüchte zurückgewiesen.

"Hervorragende Arbeit"

Mit solchen Gerüchten beschäftigt sich auch Bartenstein nicht. Haupt sei FPÖ-Chef, er leiste "hervorragende Arbeit".

Auch bei den Eurofightern sieht Bartenstein keine Probleme, er geht davon aus, dass der Beschaffungsvorgang auf Schiene ist. Die in seine Zuständigkeit fallenden Gegengeschäfte in der Summe von vier Milliarden Euro hält Bartenstein für "gut bewältigbar". Er habe diese Bereiche "sehr intensiv verhandelt" und auch persönliche Gespräche mit der Eurofighter Gesmbh gehabt - "das ist selbstverständlich zulässig, wenn man mit Vertretern der Interessentenfirmen spricht, gehört das dazu. Man muss sich ja ein Bild machen", wies Bartenstein entsprechende Kritik zurück. (APA)

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