Die beliebtesten Ausschuss-Ausreden

12. Juli 2012, 20:13
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"Ich entschlage mich" - und Co

"Ich entschlage mich" und "Das ist mir nicht erinnerlich" waren die häufigsten Reaktionen der Zeugen im Untersuchungsausschuss, wenn die Fragen der Abgeordneten besonders unangenehm wurden.

der Standard hat die Protokolle durchsucht. Die Bilanz: Mehr als 200 Entschlagungen und 300 Erinnerungslücken.

Auffallend ist, dass sich jene, die sich nicht erinnerten, dafür nicht so häufig der Aussage entschlugen. Auf der anderen Seite verfügten diejenigen, die dieses Recht besonders häufig in Anspruch nahmen, über etwas mehr Erinnerung. Im Detail:

  •  "Ich entschlage mich"

Spitzenreiter ist mit großem Abstand Alfons Mensdorff-Pouilly. Der passionierte Jäger entschlug sich gut 70-mal der Aussage, wobei er auch Sinn für Humor bewies. Auf dem zweiten Platz liegt Ernst Karl Plech (23), gefolgt von Walter Meischberger (22), Klaus Wittauer (19), Rudolf Fischer (16) und Karl-Heinz Grasser (12). Die Belehrungen des Verfahrensanwalts, wie dieses Recht in Anspruch zu nehmen sei, zeigten übrigens keine Wirkung.

  •  "Dazu habe ich keine Erinnerung"

Erinnerungslücken plagten vor allem Grasser und Meischberger. Beide beklagten jeweils etwa 75-mal ihr schwächelndes Erinnerungsvermögen. Mit etwas Abstand folgen Ex-Minister Ernst Strasser (31), Lobbyist Peter Hochegger (19) und Mensdorff-Pouilly (18). (lum, DER STANDARD, 13.72012)

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