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Mörbisch - Zum Finale lässt es Harald Serafin noch einmal knallen - und das nicht nur beim unvermeidlichen Feuerwerk nach der Vorstellung. Bei der Fledermaus von Johann Strauß, seiner letzten Produktion als Intendant der Seefestspiele Mörbisch, bietet er eine prominente Sängerschar von Alexandra Reinprecht bis Zoryana Kushpler - und nicht zuletzt sich selbst: Als Gefängnisdirektor Frank will es der 80-Jährige noch einmal wissen.
Inszenieren lässt er mit Helmuth Lohner einen alten Routinier, ausstatten allerdings eine Mörbisch-Debütantin: Das Bühnenbild von Amra Bergman-Buchbinder ist nett und adrett; knallbunte Kostüme und wallende Gewänder versprechen einen Blickfang bis in die letzte Reihe.
Allerdings ist die Operettenwelt nicht mehr gänzlich heil. Da liegt ein riesiger Luster auf dem Boden, und von hinten äugt die Schani-Strauß-Statue aus dem Wiener Stadtpark in die Szenerie. In diesem Rahmen wird Regisseur Lohner, der auch den Gefängniswärter Frosch spielt, wohl outrieren lassen, was das Zeug hält - Probenbilder lassen das erwarten. (Daniel Ender, DER STANDARD, 13.7.2012)
Eine ausführliche Premierenkritik folgt in der Wochenendausgabe des STANDARD.
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die Fledermaus gesehen! (Der alte Lohner und der alte Serafin .... denen gehts um nix mehr!)
Leute, da kann sich Salzburg und die Staatsoper sowas von hinten anstellen! Diese steifen und hölzernen Typen hier gegen eine Inszenierung mit Patricia Petibon als Susanna und tiefstes Verständnis für die Musik von Mozart!!!
Wer sowas mag, der bekommt sie eben. So ab und zu macht das Genre doch Spaß - da soll outriert werden, was das Zeug hält. Halblustig ists meistens, auch das ist vorhersehbar.
Mir gefiel Herr Lohner sehr gut und auch Herrn Serafin finde ich amüsant. Deshalb besuche ich sonst auch lieber Veranstaltungen anderer Art.
Nur bitte: die Kostüme waren ehrlich schwer verkraftbar. Das tat schon weh!
... aber seine eigene schauspielerische Leistung als Frosch war einfach nur schlecht. Die Schmähs wirkten gezwungen und waren größtenteils maximal halblustig. Kein Vergleich zum genialen Gerhard Ernst in der Volksoper, der die Rolle in absoluter Perfektion verkörpert.
Mit Serafin hatte Lohner aber auch einen kon-antigenialen Partner auf der Bühne, der es ihm auch nicht gerade leicht gemacht hat.
Naja, aber es ist halt Hochsommer, es ist Mörbisch, es ist letztendlich Operette... dem Stammpublikum gefällts.
Was ist das den für ein niveauloser Text? Ich bin vom Standard und von Hernn Ender erntsetzt, hier Vorurteile von sich zu geben, ohne die Produktion offenbar gesehn zu haben, denn eine Pemierenkritik ist das allem Anschein nach nicht. Das ist tiefer als jede Form von Boulevard. Daniel Ender ist für mich als Musikkritiker damit untraggbar geworden - und der Standard leider auch, wenn er so etwas auch noch abdruckt.
No schau, Euer Gnaden, aber bloß net echauffieren, mit Verlaub! Tiefer als der tiefste Boulevard, freilich.
Vorausberichte hat es immer gegeben und werden von allen Theatern sogar zu Werbezwecken lanciert. Unterhalb des Artikel wird auf das Erscheinen einer ausführlichen Premierenkritik verwiesen. Wo ist das Problem? Die zwei fossilen Kommerzkünstler werden sicher nicht was ganz Unerwartetes aufführen.
Was heißt außerdem "untragbar" in diesem Zusammenhang? Ein Kritiker ist bitte für wen tragbar oder nicht? Den soll man gefälligst nicht in die Tasche stecken können.
Sie haben wohl den Text von Herrn Ender nicht genau gelesen. Gegen Vorberichte ist nichts einzuwenden, aber dagegen, dass ein Kritiker von einigen Probenfotos darauf schließt, dass Outriert wird. Wennd as mit Ihren Vorstellungen einer serösen Berichterstattung vereinbar ist, bitte schön, für mich ist es das nicht. Damkit haben sich Herr Ender und der Standard disqualifiziert.
Wenn sich auf Probenfotos schon mimisch und gestisch zeigt, wofür die Konfektionsschneider Harald & Helmut seit je bekannt sind, dann darf man in einer Theaterkritik bzw. in einer Vorschau das auch aussprechen. Die Textsorte Kritik ist zwangsläufig und gewollt subjektiv und nicht jener journalistischen Ausgewogenheit verpflichtet, die man von sonstiger Berichterstattung erwartet.
Bis jetzt wurde die Weite des Sees und das Schilf in das Bühnenbild einbezogen (typisch Mörbisch und einmalig), jetzt bleiben vom See die Gelsen und das Bühnenbild ist leicht in die Staatsoper transferierbar..nur wird es den dortigen Ansprüchen optisch nicht genügen..die Angst vorm Frosch ist unberechtigt, er passt dorthin....
Operette, die in der Stadt spielt und - mit Ausnahme der Rosalinde im 2. Akt - nix mit der Puszta am Hut hat. Und diese maskierte Ungarin ist ja auch noch eine falsche.
Also wäre die "Einbeziehung des Schilfgürtels" eher seltsam gewesen.
Immerhin hat der Frosch seinen Schligerl im Seewasser eingekühlt.
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