America-Movil-Chef will weiteres Mitglied im TA-Aufsichtsrat

12. Juli 2012, 18:03
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Im ersten Schritt bei 25 Prozent bleiben - Helfen, die Telekom Austria zu führen

Der mexikanische Telekomriese America Movil will im ersten Schritt keine Mehrheit an der Telekom Austria, sieht aber großen Verbesserungsbedarf. "Derzeit wollen wir einen großen, aber keinen kontrollierenden Anteil. Der erste Schritt ist, mit 25 Prozent einzusteigen und zu helfen, das Unternehmen zu führen", sagte CEO Daniel Hajj im Gespräch mit "News". Abgesehen von Ronny Pecik, der "unser Aufsichtsrat in der Telekom Austria" bleibe, wolle er Oscar Von Hauske Solis, Präsident der internationalen Aktivitäten, als zweites Mitglied dort installieren.

Übernahmepläne?

Ob man zugreifen würde, falls die Republik ihren Anteil verkauft, ließ Hajj in dem Gespräch offen. Er sagte aber auch: "Der nächste Schritt würde bedeuten, die Mehrheit an der und damit die Verantwortung für die Telekom zu übernehmen". Aber America Movil sei "im ersten Stadium und sehr zufrieden damit". Die Marke A1 will Hajj nicht ändern.

Die Telekom Austria könne von der Größe der America Movil profitieren. Im Vorjahr habe das Unternehmen 80 Mio. Mobiltelefone verkauft, so Hajj. Der Umsatz soll von 48 Mrd. Dollar im Vorjahr auf heuer 60 Mrd. Dollar (49,3 Mrd. Euro) steigen. Sein Ziel sei es nicht, die Dividende zu maximieren, sondern "ein starkes Unternehmen" zu schaffen mit einer "führenden Position am Markt". Abgesehen von der Telekom Austria und der niederländischen KPN, an der America Movil 28 Prozent hält, gebe es keine Absicht zu Beteiligungen in Europa.

Genau angesehen

Die Telekom Austria sehe man sich "seit ein bis zwei Jahren" an, im Februar habe er, Hajj, den Investoren Ronny Pecik, von dem America Movil nun ein Aktienpaket an der Telekom Austria erwirbt, erstmals getroffen. Mit Pecik wolle man "in Zukunft mehr machen". Für Telekom-Austria-Chef Hannes Ametsreiter findet Hajj nur lobende Worte: "Er ist ein sehr guter Manager, der die Telekom-Branche offensichtlich ausgezeichnet kennt". (APA, 12.7.2012)

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