Sardana fordert 19 Millionen vom Flughafen

12. Juli 2012, 16:32
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Airport weist Forderungen und Vorwürfe zurück. Ausstände von Sardana auch bei Lieferanten

Wien - Der insolvente Shopbetreiber am Flughafen Wien, Rakesh Sardana, führt das eröffnete Konkursverfahren gegen drei seiner Firmen auf eine langjährige Kampagne gegen ihn zurück. Diese Kampagne habe unter dem früheren Flughafen-Vorstand Herbert Kaufmann und seinem damaligen Mitarbeiter Julian Jäger, dem jetzigen Vorstand, begonnen und gipfle nun im Konkursverfahren, ließ Sardana am Donnerstag über seinen Sprecher ausrichten.

Sardana werde den Konkurs mit allen Rechtsmitteln bekämpfen, so der Sprecher. So habe Sardana beim Flughafen per Brief bereits Gegenforderungen von über 19 Millionen Euro gestellt. Das sei der Schaden, der durch die Kampagne entstanden sei.

Flughafen bestätigt

Der Flughafen Wien bestätigte gegenüber den Erhalt des Briefes. Für die Forderungen gebe es aber weder faktische und rechtliche Ansatzpunkte, sagte ein Sprecher. Die Vorwürfe gegen Jäger seien erst aufgekommen, nachdem Sardana die Kündigung seiner Verträge angedroht worden sei, hieß es vom Flughafen. Man weise diese Vorwürfe gegen Vorstand Jäger auf das Schärfste zurück, diese Vorwürfe seien haltlos  und aus der Luft gegriffen, so der Sprecher. Für die behaupteten Gegenforderungen gäbe es weder eine faktische noch eine rechtliche Grundlage.

Nach Informationen der Austria Presse Agentur (APA) hat Sardana neben dem Flughafen Wien auch Ausstände bei der niederösterreichischen Gebietskrankenkasse, dem Finanzministerium, der Stadt Schwechat und bei mehreren Lieferanten. Sardana hätte im Terminalneubau Check-In 3 (Skylink) 18 Prozent der Shopflächen betreiben sollen, der Ausbau ist nach Darstellung des Flughafens aber nicht wie vereinbart erfolgt. Im Juni brachte der Airport eine Räumungsklage ein und beantragte Konkurs. Heute Donnerstag ist laut KSV gegen drei Sardana-Firmen das Konkursverfahren eröffnet worden. (APA, 12.7.2012)

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