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Rom - Der seit dem 23. Mai verhaftete Kammerdiener des Papstes, Paolo Gabriele, der angeblich vertrauliche Dokumente an die Medien weitergegeben haben soll, bleibt in Untersuchungshaft. Dies berichtete der vatikanische Pressesprecher, Pater Federico Lombardi, am Donnerstag. Der 46-Jährige bleibt der einzige Verdächtige im Enthüllungsskandal, der sogenannten "Vatileaks"-Affäre. Allerdings seien weitere Personen vernommen worden, deren Position noch geklärt werden müsse, betonte Lombardi.
Am Donnerstag läuft die Frist für die Untersuchungshaft Gabrieles aus, doch der vatikanische Richter Piero Antonio Bonnet habe beschlossen, den Kammerdiener noch "einige Tage" in Haft zu halten, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind, erklärte Lombardi. Die Untersuchungshaft kann laut vatikanischem Recht nach den ersten 50 Tagen um weitere 50 Tage verlängert werden. Mit dem Beginn eines Prozesses gegen Gabriele sei laut Lombardi nach dem Sommer zu rechnen.
Kommissionsbericht
Die Kommission aus drei Kardinälen, die im Enthüllungsskandal ermittelt, werde dem Papst kommende Woche über die Entwicklungen in der Ermittlung berichten, erklärte Lombardi. Die Kommission werde noch diese Woche einen Bericht zum Fall verfassen.
Der Papst befindet sich zurzeit in seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo 30 Kilometer südlich von Rom. Er arbeite an seinem dritten Buch über Jesus, so Lombardi. Zugleich redigiere er Texte für die Eröffnung des Glaubenjahres im kommenden Oktober. Das Glaubensjahr beginnt am 11. Oktober, dem 50. Jahrestag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965) durch Johannes XXIII., und läuft bis zum 24. November 2013. (APA)
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...werde ich auch diesen dogmatischen Bet0nschäd€l überleben, der die Domspatzerlspieler schützt und die Aufdecker einkerkert!
Hoffentlich dauert's nicht mehr lang und wir starren alle wieder auf den kleinen Rauchfang!
Warum? Haben wir nicht schon genug Plastikwörter in die Euphemismus-Tretmühle geworfen, die Sprache nicht genug entkernt?
Noch mehr "ManagerInnen" samt "AssistentInnen" und "MitarbeiterInnen" brauchen wir wirklich nicht, ich bin regelrecht dankbar, wenn irgendwer da einmal nicht mitmacht.
Siehe das aktuell geltende Grundgesetz:
Es gibt keine Gewaltentrennung, nicht einmal in kleinsten Ansätzen (Art. 1):
"1. Der Papst besitzt als Oberhaupt des Vatikanstaates die Fülle der gesetzgebenden, ausführenden und richterlichen Gewalt."
Die Regeln, nach denen die vatikanische Justiz funktioniert, kann man nur die totale Willkür nennen (Art. 16):
"Der Papst kann in jeder Zivil- oder Strafsache und in jedem Stadium des Verfahrens die Untersuchung und die Entscheidung einer speziellen Instanz übertragen, auch mit der Berechtigung, die Entscheidung nach Billigkeit und unter Ausschluß jedweden weiteren Rechtsmittels zu fällen."
http://www.vatican.va/vatican_c... cv_ge.html
Spezielle Ausbildung dürften sie keine haben, doch einschlägiges historisches Wissen: Inquisition!
Übrigens: Wieviel Objektivität wird man von einem juristischen Prozedere erwarten können, in dem alle am Verfahren Beteiligten Bedienstete des "Opfers" sind? Es ist ein Skandal, daß sich hiebei der Papst als "oberster Gerichtsherr" gerieren darf.
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