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Wifo-Chef Karl Aiginger lässt keinen Zweifel offen: "Europa braucht dringend einen Kurswechsel." Da ist er nicht der erste, der dies fordert. Zwar sei die europäische Integration durchaus eine Erfolgsgeschichte, aber mit deutlichen Mängeln. Eine Verbesserung des Wachstumskurses sei unabdingbar. Nicht zuletzt bei Arbeitslosigkeit und den Staatsschulden zeigten sich die Mankos des derzeitigen Wegs. Am Donnerstag und Freitag findet in den Räumlichkeiten des Wiener Wifo ein Kongress zu diesem Thema statt.
In einem vierjährigen Programm - gesponsert von der Europäischen Kommission - sollen neue Wege nicht nur aus der Krise, sondern vor allem auch zu einer nachhaltigeren Wirtschaftspolitik gesucht und gefunden werden. Der Name des Projekts ist "WWWforEurope". Die drei W stehen für Wohlfahrt, Wachstum und Arbeit (Welfare, Wealth, Work). 33 Institutionen aus zwölf europäischen Ländern sind vertreten, seinen Anlauf nahm das Programm heute in Wien.
Mehr Integration
Das grundsätzliche Problem besteht derzeit darin, dass eine gemeinsame Währung für Länder mit unterschiedlicher Produktivität nicht funktionieren kann. Das hätte man auch von Anfang an bezweifelt, nur jetzt sei das Problem offensichtlich und mitten in der Realität angekommen, so Aiginger. Außerdem gäbe es massive Defizite bei der europäischen Wirtschaftspolitik. Die Konstruktion von europäischen Institutionen habe zwar schon begonnen, nun sei es aber an der Zeit, ein Rahmenprogramm zu erarbeiten, auf dem die zukünftige Wirtschaftspolitik Europas basieren soll. Das ist die Basis, auf der Wissenschafter verschiedenster Disziplinen bis Herbst erste Schritte zu einer nachhaltigen europäischen Wirtschaftspolitik erarbeiten sollen.
Dabei gehe es um langfristige Ziele, so Aiginger am Donnerstag vor Journalisten. Darin steckt auch ein Dilemma: Die Griechenland-Rettung ist ein Problem, das schnell gelöst werden müsse. Das neue Regelwerk und die verstärkte Integration innerhalb der Eurozone kann aber nur ein auf lange Sicht ausgerichtetes Projekt sein.
Reform ist nicht Sparen
Der griechische Wirtschaftsprofessor Yannis Katsoulacos skizziert das Grundproblem so: Reformmaßnahmen sind keine Sparmaßnahmen. Zumindest nicht ausschließlich. Die Probleme in Katsoulacos' Heimatland führt er auf drei Ursachen zurück: Griechenland ist zu wenig wettbewerbsfähig; Es will in der Währungsunion bleiben; Und die Eurozone hat keine Institutionen, die säumigen Schuldnerländern auf die Finger klopfen. Jedenfalls müsse sich Griechenland sehr anstrengen, um in der Eurozone zu bleiben. Ein Austritt wäre nicht nur für das Land selbst eine Katastrophe, sondern würde auch die Währungsunion schwächen. Katsoulacos sieht sein Land auch auf einem guten Weg, die Sparprogramme würden schon ihre Wirkung zeigen. Wie genau sich das auf das Budget und auf den Schuldenstand auswirken werde, werde man aber erst in einigen Jahren sagen können.
Aiginger fordert deswegen auch die "peripheren" Länder, also jene wie Griechenland, Italien oder Spanien, die derzeit mit massiven Problemen kämpfen, auf, als Treiber für Reformen und Veränderung aufzutreten.
Auseinanderdriften
Dem stimmt auch Roger Liddle, britischer Labour-Politiker und Vorsitzender des Think Tanks Policy Network, zu. Das wirtschaftliche Auseinanderdriften der nördlichen und südlichen Mitgliedsländer ist mittlerweile evidenter denn je. Für Liddle ist hier vor allem die Politik gefragt. "Welche Art von Verpflichtungen will man in Europa eingehen? Und wie definiert man Solidarität in diesem Zusammenhang?", das seien laut Liddle die zentralen Fragen.
Es mangele an den Fundamenten. Im Zentrum stehen Herausforderungen für Europa, die aus der Globalisierung kommen, oder, wie Europa den Lebensstandard langfristig hoch halten kann. Aber auch demografische und Klima-Fragen stellen Europa vor gröbere Schwierigkeiten. Die Euro-Krise ist mehr oder minder nur noch das Tüpfelchen auf dem I. (rom, derStandard.at, 12.7.2012)
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http://www.citynews-koeln.de/umfrage-m... d5681.html
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Der Euro ist auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Die Gemeinschaftswährung wird weltweit zunehmend aus den Portfolios verbannt – und jetzt wendet sich auch noch die Jugend ab.
http://www.welt.de/finanzen/... ro-ab.html
Eine Währung braucht auch Vertrauen! Die EU sollte kleinere Brötchen backen - die Großen brennen laufend an.
Das welteite Problem ist, dass die Schulden und Guthaben durch unser Zinseszinssystem exponentiell wachsen und sich die Guthaben systembedingt bei Wenigen sammeln. Die wirtschaftlich schwachen springen schon über die Klippe..
Und es wird weiter hartnäckig versucht das Problem zu lösen, indem der Druck auf die Schuldner(Wir) erhöht wird. Nebenbei zerstört dieses System, welches ständiges Wachstum benötigt unsere Welt. Die Wirtschaft muss wachsen, weil die Schulden wachsen. Aber wohin wollen wir wachsen?? Jeder Baum oder Mensch hat irgendwann seine optimale Größe erreicht. Nur Krebs wächst bis sein Wirt stirbt.
Der Mensch und der Baum stirbt auch irgendwann. Das heißt nicht, dass die Menschheit oder die Pflanzen aussterben - nicht dann wenn die Menschheit den Weg der Evolution weiter beschreitet und sich verändert. Wer sich nicht weiter entwickelt stirbt allerdings irgendwann aus. Genauso ist es mit der Wirtschaft, sie muss sich weiterentwickeln um zu überleben. Dabei bedeutet Wachstum nicht notwendigerweise quantitatives Wachstum. Auch qualitatives Wachstum bringt Fortschritt.
aber wie soll ein Dach halten, wenn es auf 2 verschiedenen Fundamenten steht, von denen eines broeselt weil korrupte Baumeister zu viel Sand in den Beton gemischt haben ? Geht nur auf Kosten der Seite, die solide betonieren kann, weil's sonst ueberall hereinregnet. Oder niederreissen und 2 Haeuser bauen. Dann werden jedoch die aus der Ruine bei Schlechtwetter das solide Haus stuermen. In der Folge werden die aus dem soliden Haus Mauern bauen und zusperren. Hatten wir doch schon alles mit bekannten Konsequenzen.
Einzige Loesung: solides Fundament fuer alle, was nur geht, wenn die Sand-Spitzbuben nichts mehr zu melden haben.
nette Analogie ;-)
aber der EU fehlen die entsprechenden Rahmenbedingungen und mit den aktuellen Entwicklungen bekommen die "Spitzbuben" noch mehr Macht und NIEMAND kann die mehr einfangen!
Aber durchpeitschen haben sie's müssen! Unbedingt und jetzt sofort! :-(((
Da wollten sich ein paar alte Haudegen profilieren und haben alle vernünftigen Argumente in den Wind geblasen, nur um ihre Vision zu errichten. Und wir dürfen's ausbaden!
Auch bei Griechenland hat niemand genau hingeschaut, man wollte es eben dabei haben, koste es (uns), was es wolle. Die Rechnung zahlen WIR jetzt.
herr aiginger wir wissen ja ziemlich gut wessen Interessen sie eigentlich bedienen,für die Richtige lösung Europas braucht man kein wirtschaftsexperte sein wie sie ! Europa braucht einen RESET ein Neuanfang die schulden sind zu hoch und gehören auf NULL dazu Bruacht man kein Wirtschaftsexperte sein um das zu wissen !! warum sagen sie das nicht mal so wie ihr Kollege aus Deutschland Herr Sinn,weil sie dazu nicht mutig genug sind leider
Österreich ist ein Land mit einem staatlichen Rentensystem, mit einem staatlichen Gesundheitswesen, einem staatlichen Bildungswesen, mit staatlich und gewerkschaftlich gefesselten Arbeitsmärkten, einem konfiskatorischen Steuersystem, einer Staatsquote am Sozialprodukt von über 50 %, mit einem staatlich regulierten Wohnungsmarkt, einem massiv subventionierten und regulierten Agrarsektor und einer verstaatlichten Energiewirtschaft, mit mindestens Hunderttausend Betrieben in 'kommunalem Eigentum' und einem staatlichen Papiergeldmonopol, ja sogar mit einem Staatsfernsehen samt Zwangsgebühren.
Wer diesen 80%-Sozialismus als Kapitalismus bezeichnet, muß mit ideologischer Blindheit geschlagen sein.
Hab momentan keine Lust die Begriffe "Kapitalismus" und "Sozialmus" alà Wiki zu zerlegen, mein Hausverstand sagt mir, der von Ihnen beschriebene "Sozialismus" spielt sich genau so ab wie Sie sagen, nur Gewinner sind die Regierenden, die fest in die eigene Tasche wirtschaften ohne erkennbare Gegenleistung oder auch nur Tragen der Verantwortung für die sie fürstlich entlohnt werden, im Sozialismus sollte es aber auch den Kleinen gut gehen ...
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