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"Der Kuss" in neuer Hängung bei der Ausstellungspräsentation am Donnerstag.
Wien - Nach der bereits beendeten Schau "Gustav Klimt / Josef Hoffmann - Pioniere der Moderne" zeigt das Wiener Belvedere von 13. Juli bis 6. Jänner eine neue Ausstellung zum Jubilar: Ein Herzstück von "150 Jahre Gustav Klimt" ist eine iPad-Applikation, mit der Besucher die Gemälde in ihrem realen Kontext verorten können. "Was diese Ausstellung zeigt, ist der Kosmos der Möglichkeiten", gab sich Kurator Alfred Weidinger bei der Präsentation selbstbewusst.
Zu sehen sind die beiden erst kürzlich in den Besitz des
Belvederes gelangten Werke "Sonnenblume" und "Familie" neben den großen Hauptwerken des Belvedere -
allen voran "Der Kuss", der in einer neuen Hängung vor schwarzem Hintergrund gezeigt wird. Diese werden kontextualisiert mit Werken, die Klimt beeinflusst
haben oder die von ihm beeinflusst wurden, darunter Schiele-Bilder
oder Werke des Bruders Ernst Klimt. Insgesamt sind 120 Objekte,
darunter 30 Klimt-Gemälde, in der Schau zu sehen. "Aber Klimt ist wie
ein einsamer Meteorit, der über allem schwebt und einsam seine Kreise
dreht", zso Direktorin Agnes Husslein-Arco.
Gratis-App und Google-Map
Als Novität zum Jahrestag am 14. Juli werden die Bilder mit einer Neuerung im Belvedere verortet, wo man eine Gratis-App und 50 iPads zum Ausleihen zur Verfügung stellt. Wenn die Besucher die einzelnen Gemälde anklicken, können sie kurze Filme sehen, die dort gedreht wurden, wo die Werke entstanden. "Wir sind wirklich jeden Ort abgefahren", so Weidinger. Weiters hat das Belvedere eine Klimt-Worldmap auf Googlebasis erstellt, mit der man sich beispielsweise den Weg vom Museum zum Grab, zum Burgtheater oder zu anderen Klimt-Orten anzeigen und erläutert lassen kann. So hoffe man künftig auch das junge Publikum für Klimt zu begeistern.
Neben den Bildern setzt man zusätzlich auf zahlreiches Beiwerk aus dem Leben des Malers, sei es der Koffer Emilie Flöges oder auch jene sieben Briefe Klimts an seine Geliebte, die in der Schau erstmals gezeigt werden. Die Briefe seien geradezu erotisch durchdrungen, charakterisierte Weidinger die Schreibstücke: "Das ist fast schon ein tierisches Drängen." (APA, 12.7.2012)
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zwei Worte: Einmal KONTEXTUALISIERT und VERORTET. Binde die Worte in einen Text ein und du darfst dich Kunsthistoriker nennen.
Astronom wirst du dann indem du einen Meteorit seine Kreise drehen(!) lässt oder den Kosmos der Möglichkeiten auslotest.
Und zum Zoodirektor machst du dich endlich, wenn es dir "tierisch drängt".
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