Seit 2000: Fünfmal mehr Hochschul-Absolventen in China

12. Juli 2012, 13:31

Innerhalb von zehn Jahren ist der Anteil der jungen Akademiker in China und Indien stark gestiegen

Wien/Paris - China und Indien mischen derzeit den internationalen Markt für Jung-Akademiker auf. Wenn die derzeitige Entwicklung anhält, werden 2020 40 Prozent aller Akademiker zwischen 25 und 34 Jahren in den OECD- bzw. G20-Staaten aus diesen beiden Ländern stammen - 2010 waren es erst 29 Prozent, wie eine neue Studie der OECD zeigt. Verlierer dieser Entwicklung sind die USA, Japan und Europa. Auch Österreich büßt "Marktanteile" ein.

Explosion bei Hochschulabschlüssen

Gleichzeitig prognostiziert die Studie eine wahre Explosion von Hochschulabschlüssen: 2000 gab es in den OECD- und G20-Staaten erst 91 Millionen 25- bis 34-jährige Hochschulabsolventen, 2020 sollen es bereits 204 Millionen sein.

Weniger Jung-Akademiker in Russland

2000 lagen die USA mit einem Anteil von 17 Prozent aller Jung-Akademiker noch gleichauf mit China und klar vor Indien (zehn Prozent). 2010 waren die Chinesen (18 Prozent) bereits an den USA (14 Prozent) vorbeigezogen. 2020 sollen laut der Prognose bereits 29 Prozent der jungen Absolventen aus China stammen, auch Indien (zwölf Prozent) sollte dann bereits die USA (elf Prozent) überholt haben. Zu den Verlieren zählt auch Russland, dessen Anteil an Jung-Akademikern von zwölf (2000) auf sieben Prozent (2020) sinken wird.

Hochschulen in China verdoppelt

Insgesamt hat China in den vergangenen zehn Jahren die Zahl seiner Hochschulabsolventen verfünffacht und die Zahl seiner Hochschulen verdoppelt. 2020 sollen bereits 20 Prozent aller Chinesen - und damit rund 200 Millionen Personen - über einen Hochschulabschluss verfügen. Zum Vergleich: Damit wäre die Zahl der Akademiker aller Altersgruppen in China dann genauso groß wie die Gesamtwohnbevölkerung der USA im erwerbsfähigen Alter.

Gute Arbeitsmarktchancen

Auch Österreich verliert im kleinen Rahmen laut der Prognose Jungakademiker-Marktanteile: 2000 und 2010 kamen noch jeweils 0,2 Prozent der Hochschulabsolventen zwischen 25 und 34 Jahren aus Österreich, 2020 werden es nur mehr 0,1 Prozent sein.

Gute Nachricht: Die Absolventen dürften auch weiterhin einen Job finden. Die starke Nachfrage nach Arbeitskräften in den Bereichen der "Wissens-Ökonomie" lege die Vermutung nahe, dass der globale Arbeitsmarkt die steigende Anzahl an gut ausgebildeten Personen weiter aufnehmen kann. (APA, 12.7.2012)

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wie war dieser abstruse Vorschlag vor kurzem noch mal vom Strache?: Alle HTL Absolventen sollten eine Bachelor bekommen. Problem gelöst!

FYI: *ironisch gemeint*

Wieder mal...

...der Praktikant beim Standard vom Praktikanten bei der APA copy&paste gemacht.

Ist die Basis die OECD oder sind es die G20 (oder gar beide zusammen, also die OECD erweitert um die G20 Staaten die nicht Mitglied der OECD sind)?

Die Entwicklung des internen Anteils an Akademikern hat unheimlich wenig Aussagekraft ohne ihn in Beziehung zur jeweiligen Bevölkerung in der Altersklasse zu setzen (d.h. wie entwickelt sich der Akademikeranteil in der Altersgruppe absolut und relativ).

Auf die Qualität irgendeines Bildungssystem lässt dieser Artikel überhaupt nicht schließen (er hat eine Nullaussage).

Sie verstehen es nicht

da gehts nur um die Akademikerquote. Größer = besser. Manche Politiker haben scheinbar was zu kompensieren;-)

Nein, Sie verstehen den Artikel nicht. Hier geht es nicht um die Akademikerquote (oder glauben sie wirklich, dass Österreich 0,2% Akademikerquote hat?).

Es geht darum, dass die bevölkerungsreichen und jungen (im Sinne von hoher Anteil an jungen Menschen) Länder zunehmend Akademiker ausbilden (nona) und gleichzeitig in den überalternden Ländern die Zahl (absolut, relativ steigt sie immer noch) an jungen Akedemikern (und damit die Relation mit China/Indien) sinkt. Dies führt dazu, dass von allen Akademikern im Alter von 25-34 Jahren zunehmend Inder und Chinesen sind (nochmals nona).

Ihr Posting ist ein Beweis für die falschen Assoziationen die dieser Artikel weckt (siehe auch alle anderen Postings) und dass er miserabel geschrieben ist.

da ist wohl jemand sarkasmusresistent

Ich wollte eigentlich nur darauf anspielen, dass

in Österreich oft die höhere Akademmikerquote gefordert wird, aber scheinbar nur um eine höhere Quote zu haben. (das "sie verstehen es nicht" war nicht bösartig gemeint) ;-)

Da wäre es auch völlig egal wie alt oder wie gut/schlecht die Akademiker (aus)gebildet sind.

Klar hat jetzt nichts mit dem Artikel an sich zu tun, das weiß ich schon...

China macht genau das Richtige - und Österreich genau das Falsche. Wer bei den Unis spart zerstört unsere Wettbewerbsfähigkeit und somit unseren Wohlstand.

ich stelle gerade die erste chinesische Uniabsolventin bei uns als Produktdesignerin ein...

China ist für uns einer der wichtigsten Märkte, und in Zukunft wohl DER Markt. Da kann es nicht schaden jemanden im Team zu haben der sich wirklich auskennt, und nicht nur Verkäufer die glauben weil sie mit Stäbchen essen können sich schon als Chinaexperten fühlen.

keine Ahung wie rapresentativ die Berwerbung ist. Aber ihren Arbeiten haben mich überzeugt. Die nehmen es mit jener von Abgängern jeder europäischen Top Designschule auf.

Wie die mehrjährige Erfahrung in der Firma zeigt, ist die Qualität aber nicht nicht berauschend.

Woran haperts denn bei den asiatischen Kollegen?

....

wie soll man sagen: einfach qualitätsmäßig halt. wenn zb projekte anstehen muss der part, der zb vom chinesischen unternehmen gemacht wird praktisch immer nochmal gecheckt werden. also verlassen kann man sich auf nix.

Das liegt vor Allem daran, dass österreichische Unternehmen wenig Verständnis dafür haben, wie kulturelle Aspekte sich in Verhandlungen und im Arbeitsleben auswirken.

Das fängt damit an, dass es eben unterschiedliche Bedeutung hat, ob hier jemand ja oder nein sagt oder in China.

Wenn öst. Unternehmen nicht verstehen, dass ein hinese kaum "Nein" sagen wird, wenn's ihn fragen ob's passt - dann kommen die Probleme daher, dass die Komunikation nicht funktioniert.

Auf so eine Kommunikation scheixx3 ich.
Ich erwarte von meinen Chinesischen Geschäftspartnern dass sie Verträge einhalten. Wenn nicht dann zahlen sie eben. Da hilft kein kultureller Unterschied.

Von einem Uniabsolventen kann man das aber auch erwarten und anders als der Vorposter sehe ich dass das auch funktioniert.

sie haben offenbar selber schwierigkeit mit kulturell akzeptablen umgangsformen

Dafür gibt es Verträge und dafür habe ich Juristen. Wenn man jemandem nicht über den Weg trauen kann dann hilft kulturelles Verständnis wenig. Bei ein paar hunderttausend € geht es um andere Werte.

Viel Spass beim Prozessieren in China. ;-)

Aber grundsätzlich macht es schon mehr Sinn, vorher auf die funktionierende Kommunikation zu achten, anstelle dann wenn's schon schief gegangen ist zu überlegen was zu tun ist.

Bei Nichteinhaltung von Verträgen zahlen wir einfach nicht. Hat bis jetzt funktioniert. Da braucht es keine Klagen. Verträge haben mit Kultur wenig zu tun. Termine sind Termine.

Kenn ich auch aber in erster Linie betrifft das bei uns die Südeuropäer...

kann ich auch bestätigen

man muss ständig hinten nach sein, ständig bohren, ständig mitverwalten, vorschläge bringen wie man weiter vorgeht etc. immer bekommt man das gefühl sein gegenüber will nur ja nicht anecken, nur ja nichts falsch machen, nur ja kein risiko eingehen, nur ja nicht "sein gesicht verlieren".

da lob ich mir die zusammenarbeit mit den europäern. da kommen von DENEN die kreativität und die vorschläge. initiative.

ich glaube es liegt nicht an den menschen oder ihrer qualifikation. all diese dinge haben nichts mit "wissen" zu tun das man auf einer uni vermittelt bekommt.

das ist die gesellschaft, darum ist europas größter trumpf sich seine gedankenfreiheit und seinen pluralismus zu erhalten.

Nehmen's mal ein Seminar über interkulturelle Kompetenz.

die chinesischen "jungakademiker" ( techniker, nawi- post doc`s) die ich bisdato kennenlernen durfte
waren von niveau wenigstens österreichisches niveau
inkl dem den asiaten nachgesagtem arbeitseifer

mit einhaltung des patentschutzes pflegen einige einen "chinesischen" umgang
aber das müßte dem eu-anbieter bekannt sein ;-)

Das kenn ich. War bei meiner alten Firma auch so. Alles was aus Italien kam hatte seit Jahren immer die selben Fehler.

Man darf halt gespannt sein ob die Chinesen das in den Griff bekommen. Wenn ja, dann wirds wohl unangenehm für uns Europäer werden.

nun dann müssen sie wohl firemenseitig ihre ausschreibung spezifizieren
dann werden ihnen auch komponenten eingebaut die halten was versprochen
ich erlebe in meinem beruflichen umfeld
viele bwl´ler
ahnunglos im bereich komponentenqualität (sprich entstehungskosten)
für die lieferanten
die dann auch noch "aufdrehn"
weil sich der schrott den sie beim bestbieter bestellen auch als schrott herausstellt

mei liaba

sogar die chinesen haben geld für ihre studenten...

Wieviel Aussagekraft hat die Anzahl der Absolventen?
Richtig, genau gar keine! Ich kann Abschlüsse herschenken und somit habe ich eine so tolle Quote, nur bringt es nichts.

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