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Gert Xander sei "extrem überrascht" von Birnbachers Forderung gewesen.

Der geständige Dietrich Birnbacher.
Klagenfurt - Auch der zweite Vorstand der Kärntner Landesholding (KLH), Gert Xander, hat sich am Donnerstag am Landesgericht Klagenfurt nicht schuldig bekannt. Vom ebenfalls angeklagten Wirtschaftsprüfer Dietrich Birnbacher fühle er sich getäuscht, sagte Xander bei seiner Einvernahme im Birnbacher-Prozess. Birnbacher hatte sich am Mittwoch überraschend schuldig bekannt.
Haider und Martinz könnten falsch informiert haben
Von Richter Manfred Herrnhofer auf dieses Geständnis, in dem Birnbacher 300.000 Euro für seine erbrachte Leistung als ausreichend bezeichnet hatte, angesprochen, sagte Xander wie schon sein Vorstandskollege und Mitangeklagter Hans-Jörg Megymorez vor ihm, der KLH gegenüber sei Birnbacher ganz anders aufgetreten und hätte ursprünglich auf seinem Erfolgshonorar von zwölf Millionen Euro bestanden. Er fühle sich vom Leistungsverzeichnis des Wirtschaftsprüfers getäuscht. Birnbacher habe nicht gesagt, den Kaufvertrag nicht verhandelt zu haben und lediglich eine passive Rolle innegehabt zu haben.
Sollten der damalige Landeshauptmann Jörg Haider und ÖVP-Chef Josef Martinz, der ebenfalls angeklagt ist, ihn falsch informiert haben, fühle er sich auch von diesen getäuscht, erklärte Xander. Martinz und Haider hätten den Leistungskatalog bestätigt, wobei Martinz eingeräumt habe, nicht bei jedem Schritt dabei gewesen zu sein. Haider habe hier keine Einschränkung gemacht, so der KLH-Vorstand.
Xander bemühte sich angeblich um Honorarminderung
Xander sagte auch, er sei von seinem Vorstandskollegen und Mitangeklagten Hans-Jörg Megymorez im Februar 2008 über Birnbachers Forderung informiert worden und sei "extrem überrascht" gewesen. Das Honorar sei damit begründet worden, dass der Wirtschaftsprüfer für Kärnten verhandelt habe, sagte Xander. Er habe auch den rückdatierten "Gegenbrief" mit dem Auftragsvolumen Birnbachers bekommen, aber nicht erfahren, wie das Schreiben entstanden sei und dass sein Kollege Megymorez daran mitgewirkt habe. In der Aufsichtsratssitzung sei dann beschlossen wurden, dass geprüft werden müsse, ob die Landesholding das vereinbarte Honorar auszahlen könne und solle. Der Vorschlag, den Gutachter Gerhard Altenberger mit der Erstellung einer Expertise zu betrauen, sei von Megymorez gekommen, sagte Xander.
Auf Basis dieses Papiers wäre eine Auszahlung aber nicht infrage gekommen. Die Wertung, die Summe sei "darstellbar und plausibilisierbar", sei für beide Vorstände zu wenig gewesen. Darüber habe man Martinz und Haider informiert und klar darauf hingewiesen, dass der Betrag reduziert werden müsse. Das sei dann bei dem Termin am 11. März 2008 geschehen, bei dem neben beiden Vorständen, auch Haider, Martinz, Birnbacher sowie die heutigen Landesräte Harald Dobernig (FPK) und Achill Rumpold (ÖVP) anwesend gewesen seien. Dobernig habe damals den Wirtschaftsprüfer Gottfried Spitzer von Deloitte angerufen und gefragt, ob dieser sich das ansehen könne. Einige Tage zuvor habe es ein Gespräch zwischen Dobernig, Spitzer und Megymorez gegeben. Dabei sei es um die "Bandbreite" von Erfolgshonoraren gegangen. Birnbacher sei von der Reduzierung seines Honorars "sichtlich geknickt" gewesen, habe aber zugestimmt.
Mit der Befragung Xanders war die Einvernahme der Beschuldigten vorerst abgeschlossen, für den Nachmittag waren die ersten Zeugeneinvernahmen geplant.
Weitere Geständnisse möglich
Obwohl sich die Ex-Hypo-Vorstände Xander und Megymorez unschuldig Bekennen, steigt durch Birnbachers Aussage laut dem früheren "CSI Hypo"-Chefermittler Wolfgang Peschorn die Chance auf weitere Geständnisse. Es sei ein "guter Anfang, dass einer, der beteiligt war, beginnt, die Wahrheit zu sagen", sagte Peschorn am Mittwoch in der "ZiB 2". Nun sei zu hoffen, "dass in den nächsten Wochen und Monaten noch mehr Menschen ihr Gewissen erleichtern". (APA, 12.7.2012)
Richter sieht "Missbrauch exponierter Positionen" - Gutachter schrieb auf Vorschlag
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Die SPÖ enthielt sich aber der Stimme, weil ihrem Wunsch der Abberufung beider amtierenden Holding-Vorstände nicht entsprochen wurde
Hypo: Jud-Analyse riet von Honorar-Rückforderung ab
Im Birnbacher-Prozess erzählten Zeugen, wie Jörg Haider die Hypo quasi solo verkauft habe. Ein Manager suchte deswegen das Weite
Gegen den verstorbenen Landeshauptmann wäre Verkauf der Hypo-Anteile nicht möglich gewesen, sagt Othmar Ederer
Hengstberger-Expertise untersuchte Vorzugsaktiendeals der Jahre 2006 bis 2008 - Schaden für Bank von 5,18 Millionen Euro attestiert
Die Schadenssumme wurde am Mittwoch, dem fünften Prozesstag erhöht. Die fünf Privat-Gutachten rücken weiter in den Focus.
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Im Gerichtsakt schlummerten lange Unterlagen, die beschreiben, was Steuerberater Dietrich Birnbacher beim Hypo-Verkauf (nicht) getan hat
Gutachter spielen in der Causa Birnbacher eine zentrale Rolle, die Justiz hat sich zu sehr darauf verlassen
Ein Vorstand hat die Interessen des Eigentümers in bester Weise zu vertreten.
Dafür erhält er in der KLH rund Euro 150.000,-- pro Jahr.
Die Eigentümervertreter heissen Martinz, Scheuch und Co, sie sitzen/saßen im Aufsichtsrat. Man hat dort bis heute nicht einmal den Beschluss gefasst, sich dem Strafverfahren als Privatbeteiligte anzuschliessen, das sagt doch wohl alles.
Wer die Aufträge des Eigentümers erfüllt, kann sich leicht aus der Haftung nehmen.
von der csi hypo, hat gestern in der zib2 auf mich fürs erste einen äusserst positiven und kompetenten eindruck gemacht.
immerhin sind ja schon 80 beschuldigte zusammengekommen.
man darf den mann aber keineswegs allzusehr loben; besonders in österreich reicht das für einen platz auf den abschusslisten der "fleissigen und tüchtigen".
Normalerweise werden Honorare fuer Vertraege je nach Vertragssumme in % festgelegt. Wie dies bei dieser Art von Geschaeften berechnet wird bedarf es zu erkunden. Vielleicht sind rein rechnerisch 12 Mill. dabei rausgekommen und damit rein rechtlich auch legitim, jedoch haben selbst die groessten Abzocker der Nation bei dieser Summe kalte Fuesse bekommen und dann bei einem gemuetlichen Bier und in Ihrem Groessenwahn die Summe einfach halbiert und sich dabei gedacht, ist zwar immer noch viel, aber 50% Rabatt das passt dann schon und sich gefreut wie toll sie nicht sind. Nach einer Fase der Besinnung findets zumindest Herr Birnbacher nimmer so toll.
hat sich eigentlich für den Standard mittlerweile nichts interessantes am heutigen Verhandlungstag ergeben (z.B. dass der Richter mittlerweile auch Martinz ein Geständnis nahelegte) oder ist nur mehr die Kleine Zeitung am Klagefurter Landesgericht???
Wenn das so lustig weitergeht, gibts endlich wieder mehr Abschlagzeiten am Golfplatz in Klagenfurt-Seltenheim weil der eine oder andere Spieler verhindert sein wird.
Da gibt es 2 Vorstände eine AG (KLH), die vermutlich mehr als nur ausreichend dotierte Gagen haben.
Und die stellen sich hin und sagen,
dass sie nix gewusst haben,
dass sie getäuscht wurden
dass sie damit nix zutun haben
dass sie diese Vorgänge nicht selbst überprüft haben
.......
.....
...
Und diese "Vorgänge" waren nicht der Kauf von Kaffeemaschinen um Euro 300,-, sondern der Verkauf eines Beteiligungsunternehmenes und eine Honorarforderung von 12 Mio Euro (!!!).
Wissen die Herrschaften, dass ein Vorstand einer AG in Österreich nicht nur viel Geld verdient, sondern dass er dafür auch was arbeiten muss und dass er (aktienrechtlich) Verantwortung übernehmen muss ?
Zu solchen Täuschaktionen gehören immer zwei: Einer der was behauptet, und einer der es glaubt.
Nur: von Verantwortungsträgern, egal ob in Politik oder Wirtschaft, muss erwartet werden, dass sie Dinge hinterfragen. Das ist "part of the game" für bestimmte Funktionen (zumindest in einer idealen Welt, der Realitätscheck lässt anderes vermuten).
Wer das nicht macht oder nicht wahrhaben will, ist nicht für solche Funktionen geeignet. Für derartige Führungskräfte würde ich daher die Idiotenvermutung in den Raum stellen.
Aber letztlich ist das "getäuscht worden" ohnehin sehr unglaubwürdig. Im System mitmachen ist auch eine Form von "Part of the game"...
"...lädt Schuld bei Birnbacher ab"
"Nichts gewusst..."
"Falsch informiert..."
"Mein Name ist Hase..."
Und feig noch dazu!
Das Einzige was die können ist ABKASSIEREN.
Jeder normale Durchschnittsverdiener in Österreich hat mehr Verantwortung zu tragen als diese unnötigen "Vorstände", "Manager", "Direktoren" usw.
Wozu brauchen wir diese unnötige Last überhaupt? Nur zum Abkassieren? Das würde wohl jeder gerne machen!
Weg mit diesen Idi.....!
frage ich mich juristisch schon die ganze zeit was sie dem birnbacher anhängen wollen. Wenn der eine soviel verlangt und der andere bereit ist zu zahlen kann man höchstens wegen wucher was machen. es gibt zwar honorarrichtlinien aber die sind auch nur eine richtlinie.
es gibt das rechtsinstitut der sogenannten kollusion (etwas ala zusammenwirken von mehreren personen zum schaden/nachteil eines anderen).
falls der zahlungsempfänger (birni) und die für den zahlenden handelnden personen (vorstände der landesholding) sich zusammentun, um den zahler (landesholding) zu schädigen bzw diesem einen nachteil zuzufügen, dann ist das zivilrechtlich relevant, aber auch strafrechtlich. schliesslich hätten dann die vorstände, die ja über fremdes vermögen verfügen (das der holding) das verbrechen der untreue begangen.
In diesem Falle ist es auf Seiten Birnbachers:
Beihilfe zum Amtsmissbrauch und eventuell auch Anstiftung zur Untreue
und auf Seiten der Geldgeber:
Amtsmissbrauch und Untreue.
Keien Frage dass Sie recht mit Ihrer Aussage haben, wenn jemand SEIN Geld and Dritte bezahlt. Nur war das nicht das private Geld von Martinz, auch nicht das private Geld von Haider oder Xander. Und da beginnt so etwas dann kriminell und strafbar zu werden.
Als Organ der Gesellschaft hat er die Pficht, diese zu vertreten. Der Vorstand vertritt also die Gesellschaft. Ansonsten wäre ja jeder Vorstand strafbar, wenn er etwas kauft, dass nicht dem Markpreis entspricht.
Das fängt dann bei kleinen Dingen an (Papier vom Händler X kostet viel mehr als beim Händler Y) und kann aber auch bei Unternehmensverkäufen und Abschlüssen von Beraterverträgen vorkommen.
Ehrlich: Kein Steuerberater, RA oder Investmentbank hätte so einen Deal für nur EUR 300'000 durchgezogen. Da hätte jeder die Hand aufgehalten. Immerhin hat der Birni für seine "Leistung" ja auch ein Haftungsrisiko übernommen.
Dann ist ja gut. Vielleicht übernimmt dann seine Berufshaftpflichtversicherung die 19 Milliarden ehemalige kärntner Landeshaftung, für die jetzt alle Österreicher den Kopf hinhalten müssen (Danke Jörg, danke auch Hr. Finanzminister Pröll...)??
ausser streit steht, daß birnbacher keine investmentbank ist, dass die einzige leistung die verfassung dieses dürren, über platitüden nicht hinausgehenden papierls war. und seit gestern steht ausser streit, dass er selbst seine leistung als geringwertig einstuft, eine leistung für die er nicht leicht mehr als ein anderer verlangt hat sondern das min. 20 fache. und da beginnt es zivil- und strafrechtlich kritisch zu werden.
echt heavy war sein eingeständnis, dass er eine geldforderung von politischer seite im zusammenhang mit diesem honorar erwartet hat - wohl nicht unbegründet.
birni hat aber keinen deal durchgezogen oder die leistung eines RA, einer investmentbank o.ä. erbracht. schaut man sich sein "gutachten" an, sieht man, dass es nicht viel mehr war als ein blosses (und schlechtes) protokoll von treffen, in denen er anwesend/involviert war.
Eh klar, die Vorstände haben sich von Birni, dem alten Fuchs, täuschen und austricksen lassen. Normalerweise nehmen solche Kapazunder von sich aus den Hut. In Kärnten beantragens vielleicht noch ein Schmerzensgeld, ob der erlittenen psychischen Schäden.
... dann werden sie verurteilt werden. Haben das die Anwälte ihren eigenen Mandanten nicht gesagt?
Was die so sagen und die Schuld auf andere abscheiben, erinnert frappant an den ersten Bawag Prozess und die Aussagen der Personen Weninger, Nakowitz, Büttner, Kreuch, etc.
Es wäre taktisch besser, jetzt zu gestehen, und dann zu berufen und wieder zu berufen bis es vielleicht in 10 Jahren ein rechtskräftiges Urteil gibt und bis dahin sind alle haftunfähig. So macht man das in Österreich mit den elitären Zehntausend. Das Volk gibt a Ruh und denen passiert in Wirklichkeit eh gar nix.
Die Herrenr wurden also getäuscht. Inkompetenz schützt aber nicht vor strafrechtlicher Verantwortung.
Eine Kleinkanzlei wie jene von Birnbacher war und ist nicht befugt den Jahresabschluss einer Bank zu prüfen. Dies ist ausdrücklich im BWG festgehalten.
Die Risiken einer Bankbilanz durfte die Kanzlei Birnbacher ex lege nicht beurteilen, wie soll sie dann die Risiken eines Verkaufes beurteilen können?
Eine ungeheuere Blamage für all die Gutachter aber auch die Staatsanwaltschaft Klagenfurt, die das Verfahren aufgrund von Gutachten zweimal eingestellt hat.
Die Vorstände sollten mit ihrer Argumentation nicht durchkommen, ein Blick ins BWG hätte gereicht.
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