Fernsehfonds förderte heuer 41 Projekte mit zwölf Millionen Euro

12. Juli 2012, 11:39
posten

Grinschgl: So viele wie noch nie in einem Halbjahr - Rund vier Millionen Euro sind noch im Topf

Wien - Das diesjährige Budget des Fernsehfonds Austria neigt sich bereits in der Jahresmitte dem Ende zu. "Aber wir hatten noch immer genug für alle", versichert Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR-GmbH, wo der Fonds verwaltet wird. "Wir hatten noch nie so viele Förderungen im ersten Halbjahr wie heuer. Zwölf Millionen Euro wurden für 41 Filmprojekte bereits vergeben", so Grinschgl bei einem Pressegespräch am Donnerstag. Rund vier Millionen Euro hat er noch in der Kasse.

Beim ersten Antragstermin wurden 23 Projekte mit 7,5 Millionen Euro und beim zweiten 18 Projekte mit 4,6 Millionen Euro gefördert. Acht Anträge gingen ins Leere. Hauptnutznießer der laut Grinschgl "größten Förderinstitution im deutschsprachigen Raum" sind neben dem ORF auch die ARD, ZDF und Sat.1, die Koproduktionen einreichen. Servus TV findet sich heuer noch nicht unter den Geförderten - ein Antrag wurde von der RTR zurückgewiesen, die für dieses Format Zweifel an der Kompetenz des Produzenten anmeldete.

Seit Jänner gelten für die Vergabe von Fördermitteln aus dem Fernsehfonds neue Richtlinien, die vor allem die Rechte der Produzenten stärken. Diese Richtlinien sind laut Grinschgl vor allem den Fernsehveranstaltern ein Dorn im Auge, da sie bei Filmprojekten "weniger Geld investieren, aber aus unserer Sicht mehr Rechte für sich in Anspruch nehmen wollen". In einigen Streitpunkten, wie etwa beim Schutz der Produzenten vor zu langen Auswertungssperren oder der Erstanbietungsverpflichtung, konnten allerdings in den vergangenen Wochen bei Gesprächen des Fernsehfonds Austria mit dem Fachbeirat, den Produzenten und den Fernsehveranstaltern Einigungen erzielt werden. Offen ist noch der Punkt "Beteiligung von Vertriebsfirmen". Hier soll es demnächst weitere Gespräche geben. (APA, 12.7.2012)

Share if you care.