Qatars Boeing 787 mit Android an Bord

12. Juli 2012, 11:32
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Entertainment-System des Dreamliners basiert auf Android

Bei der Farnborough International Airshow 2012 wurde neben zahlreichen anderen Flugzeugtypen und Neuigkeiten in der Flugzeug-Welt auch der neue Dreamliner Boeing 787 von Qatar Airways präsentiert. VR-Zone berichtet, dass das Interessanteste daran das Entertainment-System sei, das auf Android basiert.

Gleiches System, unterschiedliche Screens

Die Boeing 787-800 hat 22 Business-Class-Sitze und 232 Economy-Class-Plätze, die jeweils mit einem In-Flight Entertainment and Connectivity System ausgestattet sind. Dieses System funktioniert mittels Touch-Screen-Eingaben. Die Screens sind in beiden Klassen unterschiedlich groß: In der Business Class findet man einen 17,3 Zoll großen LCD-Screen und in der Economy Class einen 10,1-Zoll-Bildschirm.

63.3 Terabyte Speicher in einem Dreamliner

Die Systeme der vorhergehenden Generation waren mit Boxen unter den Sitzen ausgestattet, was erheblich mehr Gewicht bedeutete. Das neue i800 Avant TPMU ist eine einzige Einheit, die alles integriert: einen Dual-Core-Prozessor mit ARM-Architektur, einem GB RAM und 246 GB SSD Speicherplatz. Zusammengefasst gibt es also in einem Dreamliner 508 ARM-Prozessoren, 254 Gigabyte  Arbeitsspeicher und 63,3 Terabyte SSD-Speicher. Ein zentraler Server mit 128 Gigabyte RAM und vier Terabyte SSD-Speicher verwaltet die einzelnen Units.

1,48 Millionen US-Dollar Einsparung pro Jahr

Das gesamte System basiert auf Android, um individuelle Anpassungen für das System zu gewährleisten. WLAN und GSM sind auch an Bord, so dass man während des Fluges telefonieren und surfen kann. In Zukunft wird auch British Airways auf das System setzen. Thales, die Firma hinter dem Entertainment-System, wird auch einige A380-Typen der Airbus-Flugzeuge mit der nächsten System-Generation ausstatten, ebenfalls von Qatar und British Airways. Diese Generation befindet sich allerdings noch in Entwicklung. Durch die Treibstoffeinsparung durch leichteres Gewicht des Systems könnte Schätzungen von VR-Zone zufolge die Fluggesellschaft in etwa 1,48 Millionen US-Dollar jährlich einsparen. (iw, derStandard.at, 12.7.2012)

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    Qatars Dreamliner bei der Farnborough International Airshow.

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