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London - Im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Korruption in britischen Medien sind am Mittwoch zwei weitere Journalisten festgenommen worden. Wie die jeweiligen Verlage bestätigten, handelte es sich um einen Mitarbeiter der Boulevardzeitung "Sunday Mirror" und einen Mitarbeiter des "Daily Star Sunday". Die Polizei teilte lediglich mit, am frühen Mittwochmorgen seien ein 37-jähriger Mann in seinem Haus in der Grafschaft Kent und ein 34 Jahre alter Mann in seinem Haus in London festgenommen worden.
Eine Polizeisprecherin sagte zudem, es liefen Razzien in zwei Firmengebäuden in London. Laut britischen Medienberichten handelte es sich um die Räume des Verlags Trinity Mirror, dem der "Sunday Mirror" gehört, sowie des Medienunternehmens Northern and Shell, dem der "Daily Star Sunday" gehört.
Die Festnahmen erfolgten im Rahmen von Ermittlungen zur Zahlung von Bestechungsgeldern an Polizisten und andere Beamte durch Journalisten, die so an Informationen gelangen wollten. Scotland Yard ermittelt parallel zu Abhörpraktiken bei der inzwischen eingestellten Zeitung "News of the World" von Medienmagnat Rupert Murdoch sowie zu Hacker-Praktiken bei britischen Zeitungen.
Im Rahmen dieser drei Ermittlungen wurden bisher mehr als 60 Verdächtige festgenommen, darunter insgesamt 41 Journalisten sowie die Murdoch-Vertraute Rebekah Brooks. Ende Mai wurde zudem der frühere Medienberater von Premierminister David Cameron, Andy Coulson, festgenommen. (APA, 12.7.2012)
Grund sind Uneinigkeiten zwischen Regierung und Zeitungsverlagen
Konzept beruht zum Teil auf Vorschlägen eines richterlichen Ausschusses - Erste Details
Erstmals auch Journalisten der Mirror-Zeitungsgruppe ins Visier der Ermittler - Drei Festnahmen
Lordrichter Brian Leveson untersuchte die britischen Medienskandale - und fordert einen neuen Presserat, der auch strafen kann - Großbritanniens Parteien streiten, wie dieses Kontrollorgan künftig aussehen soll - Premier David Cameron ziert sich vorerst
Eine moralische Rekalibrierung und Sockelsanierung wird wohl über den engen Kreis der Finanz- und Polit-Industrie hinausreichen müssen und sich über alle gesellschaftlichen Bereiche und Berufsgruppen erstrecken müssen.
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