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Eiswürfel sind für Touristen in tropischen Ländern ein absolutes Tabu.
Berlin - Bis zu 50 Prozent aller Reisenden in tropischen oder subtropischen Ländern ziehen sich während ihres Urlaubs eine Durchfallerkrankung zu. Besonders häufig sind Touristen in Afrika, Südasien, Süd- und Mittelamerika betroffen. Aber auch in einigen Ländern Süd- und Ost-Europas kommt es - aufgrund fehlender Hygienestandards - häufig zu Reiseinfektionen. Urlauber können sich durch das Einhalten einiger Vorsichtsmaßnahmen schützen, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).
„Durchfallinfektionen gehen in der Regel von verunreinigten Lebensmitteln oder Getränken aus", erklärt DGVS-Experte Ansgar Lohse, Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, zu der auch die für Tropenmedizin zuständige Bernhard-Nocht-Klinik gehört. Häufigste Auslöser seien verwandte des EHEC-Erregers, sogenannte enterotoxinbildende Escherichia coli-Stämme, kurz ETEC. Aber auch Campylobacter, Salmonellen, Shigellen und bestimmte Virenarten können Durchfälle auslösen. Probleme tauchen insbesondere dann auf, wenn Essen und Getränke nicht kühl gelagert werden: „Die meisten Bakterien wachsen bei Temperaturen zwischen 10 und 60 Grad", so der Infektionsmediziner. Durch Erhitzen auf mindestens 60 Grad würden die Keime abgetötet.
Originalverschlossene Flaschen
Generell gilt: Halten Sie sich an die bewährte Regel „Boil it, cook it, peel it or forget it", zu deutsch: „Koch es, schäl es oder vergiss es". Auf rohe Milch- und Eierspeisen, wie Speiseeis, Pudding oder Mayonnaise und Rohkostprodukte, wie Salate, sollte am besten ganz verzichtet werden. Von schälbarem Obst hingegen geht keine Gefahr aus. Gemüse, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte sind frei von Erregern, wenn sie ausreichend erhitzt wurden. Wichtig ist es, auch beim Trinken achtsam zu sein. „Verzichten Sie auf Fruchtsäfte und Eiswürfel, trinken Sie nur aus originalverschlossenen Flaschen und kochen Sie Wasser ab, bevor sie es trinken", rät Lohse.
Kommt es - trotz aller Vorsicht - zu einer Infektion, ist das zwar lästig, häufig aber nicht bedrohlich: „Die meisten Durchfallerkrankungen klingen nach ein bis drei Tagen von alleine wieder ab", erklärt Gastroenterologe Lohse. „Gehen Sie aber zum Arzt, wenn die Krankheit länger dauert, Fieber oder starke Schmerzen auftreten oder sich Blut oder Schleim im Stuhl findet." Menschen, die an einer chronischen Krankheit wie Diabetes, Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn leiden, sollten Durchfallerkrankungen besonders ernst nehmen. Und auch bei Kleinkindern und älteren Menschen kann Durchfall mitunter schwer verlaufen und schnell dazu führen, dass der Körper austrocknet.
Elektrolythaushalt ausgleichen
Deshalb ist es besonders wichtig, viel zu trinken. Beim Ausgleich von Salz und Wasserhaushalt helfen Elektrolytlösungen. Wer diese nicht in der Reiseapotheke hat, kann acht Teelöffel Zucker und einen gestrichenen Teelöffel Salz auf einen Liter abgekochtes Wasser geben. Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid könnten den Darm für einige Stunden beruhigen, helfen aber nicht gegen die Infektion. Eine generelle Antibiotika-Prophylaxe halten Experten nicht für zweckmäßig. „Auch eine Selbsttherapie mit Antibiotika sollte nur im äußersten Notfall erfolgen", erklärt Lohse. Für eine wirksame Behandlung sei ein Arztbesuch unverzichtbar. Hinweise auf die Herkunft der Keime, Stuhluntersuchung und Erregerdiagnostik geben mitunter schnell Aufschluss.
Bei Reisen in tropische und subtropische Länder empfiehlt die DGVS eine Beratung durch einen Reise- oder Tropenmediziner. Von ihm erhalten Reisende auch Informationen darüber, wann etwa Impfungen gegen Cholera, Typhus oder Hepatitis sinnvoll sind.
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Ich hatte noch nie Probleme mit Reisedurchfall und meine Tricks sind ganz einfach:
1. Nur originalverpackte Getränke trinken.
2. Eis erst nach einer Woche Aklimatisierung.
3. Nicht in teuren Hotels oder Restaurants essen, wo es Buffet gibt. Da liegt das ganze schöne Essen stundenlang rum und gammelt. Da hilfts auch nicht viel, wenn vorher gewaschen, geschält und gekocht wurde. Frisch gegartes von der Straße kaufen, wo sich auch die Einheimisch anstellen.
3. Geschältes oder vorgeschnittenes Obst nur essen, wenn man selbst beim Schälen oder herschneiden zuschaun kann, dann ists sicher frisch und nicht nur mit (Leitungswasser) frisch gehalten.
Menschen in Süd(ost)asien essen nicht umsonst sehr scharf. Ich war ein paar mal in indonesien und hab als einziger "extra spicy" wie die einheimischen gegessen und hab auch dazu IMMER eine softdrink mit eiswürfel getrunken. während sich meine kollegen sich den a**** wund geschi**en haben, war ich normal.
Ich muß dazusagen daß ich auch zu hause sehr scharf esse(selbst zum frühstück), so bin ich es gewohnt.
und daß mir jetzt keiner mit "ich kann nichts scharfes essen weil ichs mitn magen habe etc" kommt. alles unsinn. die schärfe in chilis und co reizen NICHT die schleimhäute. sie verätzen auch nix. der schmerz denn man spürt ist quasi eine "einbildung" des körpers und schadet in keinstem fall.
was du schreibst, stimmt so nicht.
scharfe gewürze regen die schleimhäute an, auch die magenschleimhaut. wer einen empfindlichen magen hat, sollte daher nicht zu scharf essen, denn es könnten probleme mit sodbrennen auftreten.
auch bluthohdruck kann eine folge sein.
Alles nur Einbildung - zum Thema gibt's eine sehr kompetente Stiudie der Medizinuni Graz. Diese wird Ihnen klar die alteingeredeten Märchen von Magen.... & scharf aufklären. Credo: das Gegenteil ist der Fall - Capsaicin hilft Ihnen bei Magenproblemen. Nur googeln...
Da verzichte ich persönlich aber lieber auf die Eiswürfel und trink stattdessen Saftln aus der Flasche oder einfach alkoholhaltige Getränke, bevor ich die offenbar nur eingebildeten Schmerzen bei jedem Stuhlgang genießen kann.
Wenn die Rosette brennen soll, dann kann man gleich auf Durchfall setzen.
jedes jahr zur haupturlaubszeit kommen die selben blöden tipps.
ich bin der lebende gegenbeweis zu all dem. esse und trinke alles überall und hatte noch nie durchfall, außer ein einziges mal vom amöbenbefall durch falafel in kairo (und das fällt hier nicht unter "gefährlich", da durchfrittiert, ohne eis, ohne ei, ohne milch, ohne salat, ohne früchte etc.).
ich halte diese tipps für absoluten blödsinn!
Viele Leute bekommen schon Beschwerden im Verdauungstrakt, wenn sie nur in's Flugzeug steigen in 'Richtung (sub)tropisch oder dreckig. aber sie wollen unbedingt dorthin (reine Einbildung).
Man sollte sich nur nicht's "anscheißen" und die normalen Hygienegrundregeln einhalten - und sehr scharf essen - dann gibt's zu 99% keine Probleme.
Alles aus eigener Erfahrung (auch beruflich)!
Aber die Anzahl an Putzmittel- und Desinfektionsmittelsüchtigen Hypochondern ist offensichtlich stark im Wachsen.....
War vor ein paar jahren in ägypten (auf dem einzigen all inclusive urlaub meines lebens) - fand auf meinen recherchen re lebensmittelhygiene eine amerikanische website, auf der europareisenden auch für österreich die gleichen und zt noch restriktivere empfehlungen gegeben wurden.
Vom zweiten tag des urlaubs an habe ich morgens, mittags und abends rohe salate (besten tomaten aller zeiten) und alles andere "verbotene" gegessen ohne probleme.
Ich leite aus dieser einzelbeobachtung keine theorie ab - keine angst - aber anderen ländern mit rundumschlag die kompetenz in sachen lebensmittelhygiene abzusprechen finde ich seither fragwürdig.
Infektionen kann man überall kriegen.
.. aber diese alte Weisheit ist das Dümmste was Sie jemanden empfehlen können.
Sie zerstören damit auch alle natürlichen Abwehrkeime im Verdauungstrakt.
Einzig positiver Effekt: da man von Früh auf bereits besoffen ist und sich dadurch entsprechend selbstsicher fühlt, ist die "psychologische" Abwehr kurzzeitig entsprechend erhöht....
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