Olympische Spiele: Angst vor einer Epidemie

12. Juli 2012, 10:05
  • Ein internationales Expertenteam arbeitet daran ansteckende Krankheiten während der Spiele schnell einzudämmen.
    foto: apa/sören stache

    Ein internationales Expertenteam arbeitet daran ansteckende Krankheiten während der Spiele schnell einzudämmen.

London beugt bei Olympischen Spielen gegen ansteckende Krankheiten vor - Internationales Expertenteam legt Augenmerk auf Masern

London (APA) - Die Organisatoren der Olympischen Spiele in London haben Angst vor einer Epidemie - deshalb sollen Ärzte und Krankenhäuser bestimmte Symptome sofort einer zentralen Stelle melden. Die Gefahr, dass eine Epidemie aus einem Teil der Welt mitgebracht und nach Rückkehr der Teilnehmer in den Heimatländern verbreitet wird, soll von einem internationalen Expertenteam ausgeschaltet werden.

"Am wichtigsten ist es, sobald wie möglich zu wissen, was vor Ort passiert, so dass wir schnell reagieren können, wenn etwas Ungewöhnliches passiert", sagte Brian McCloskey, der Olympia-Beauftragte der britischen Gesundheitsschutzbehörde HPA. Die HPA arbeitet gemeinsam mit Experten in Toronto und dem Europäischen Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Stockholm daran, ansteckende Krankheiten während der Spiele schnell einzudämmen.

Ungeimpfte Europäer

Aktuell haben die Forscher und Gesundheitsschützer ein besonderes Auge auf Masern, sagt McCloskey. Sorge bereiten die vielen ungeimpften Europäer unter den erwarteten 660.000 Besuchern sowie den 70.000 Athleten, Betreuern und Mitarbeitern. Die Zahl der Masern-Erkrankungen steigt in einigen Ländern Europas, weil junge Erwachsene entweder gar nicht oder nur unzureichend geimpft wurden.

Bei den Winterspielen vor gut zwei Jahren in Vancouver gab es 85 Fälle von Masern. Von 2002 bis 2009 lag die durchschnittliche Zahl der Erkrankungen in der gesamten Provinz British Columbia bei gerade mal vier pro Jahr.

Doch Masern sind nichts im Vergleich mit einem möglicherweise tödlichen Virus. Vor drei Jahren brach die weltweit gefürchtete Schweinegrippe (H1N1) ausgerechnet zur Zeit der islamischen Pilgerfahrt nach Mekka ("Hadsch") aus. Im Pilgermonat reisen Jahr für Jahr mindestens zwei Millionen Muslime nach Saudi-Arabien, um die Geburtsstadt des Propheten Mohammed zu besuchen. Im Fall der Schweinegrippe ein Alptraum, doch die saudischen Behörden reagierten schnell und gründlich.

Sie nutzten Mobilfunk und zentrale Datenbanken für die Suche nach Schweinegrippe-Symptomen. Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde beobachteten die Menschenmassen und informierten die Zentrale sofort über Grippesymptome bei einzelnen Pilgern. Zudem isolierten sie Kranke von ihrer Pilgergruppe.

Mehr Lebensmittelvergiftungen

Epidemie-Experte Kamran Khan von der Universität Toronto erklärt: "Wenn man einen Patienten zum ersten Mal sieht, weiß man nicht unbedingt, was er für eine Krankheit hat. Aber man kann zum Beispiel erkennen, dass er Durchfall hat." Auch ohne klare Diagnose werden Symptome wie Durchfall während der Sommerspiele in London von Ärzten und Krankenhäusern an die HPA-Zentrale gemeldet. Sollte sich eine schlimme Epidemie andeuten, könnte die Gesundheitsbehörde so viel schneller reagieren.

An einen möglicherweise tödlichen Grippevirus während der Spiele glaubt HPA-Experte McCloskey aber nicht wirklich. Eine andere, jedoch weniger bedrohliche Krankheitswelle sieht er jedoch voraus: "Es wird mehr Durchfall und Erbrechen geben, weil neue Fast-Food-Läden für gewöhnlich mehr Lebensmittelvergiftungen verursachen." (APA, 12.7.2012)

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13 Postings

Ich habe keine Angst, denn ich bleibe hier

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:

"Es wird mehr Durchfall und Erbrechen geben, weil neue Fast-Food-Läden für gewöhnlich mehr Lebensmittelvergiftungen verursachen."

Aber Hauptsache McDoof ist einer der Hauptsponsoren dieser Kapitalympischen Spiele

Mir sind in Europa keine größeren durch McDo verursachten Vergiftungen oder Infektionen bekannt.
Da halte ich den typischen Würstelstand für bedenklicher, aus rein epidemologischer Sicht.

Mein Posting war natürlich eher

auf der polemischen denn auf der wissenschaftlichen Seite.

Wobei ich hier schon eine Lanze für den Würstelstand brechen muss: Dort wird alles solange erhitzt, gebraten und zerkocht, dass selbst Extremophile keine Chance mehr aufs Überleben haben.

Nur, wenn Sie einen traditionellen Würstelstand haben.

Heute wird am Würstelstand aber alles verkauft - nur Würstel nicht. Pizzen liegen da stundenlang in einer Vitrine, der zukünftige Inhalt von Kebap&Co genauso offen herum und dieses Nudelzeug wird sowieso einfach nur lauwarm in eine Ecke geschmissen.

Und auf so manchem Würstelstand werden auch Würstel nicht frisch verkauft.

dieses Bild: Soll das das Maskottchen oder ein Masernvirus sein?

steht eh drunter - das ist das internationale expertenteam

lol

das ist ein test. hatte bereits 2x versucht lol zu posten. nun ein test ob 3 buchstaben zu wenig waren. test.

test ende.

Das Masernvirus

*ist* das Maskottchen :)

Pandemische Spiele 2012

Olympia 2012 - Spiele der Paranoia

je näher die spiele rücken, desto mehr horrorszenarien werden angedacht - terroranschläge, epidemien... als nächstes ein tsunami, der die themse hochrast?
wenn die briten so viel angst vor den spielen haben, warum haben sie sich dann überhaupt beworben?

Das Bild...

mit der unterschritt: Ein internationales Expertenteam arbeitet daran ansteckende Krankheiten während der Spiele schnell einzudämmen.

Ich Kringel mich vor lachen!

Made My Day!!!

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