Grasser-Penthouse nach wie vor zu haben

Blog |

derStandard.at hat bei Christie's nachgefragt: "Großes Interesse" aus Übersee, Erbpacht-Konstruktionen international üblich

Seit bald zwei Monaten ist es auf dem Markt, das Grasser'sche Penthouse in der Wiener Babenbergerstraße. Damals berichteten wir, dass die Firma Christie's das Objekt auf ihrer Website international anbietet. Rasend schnell verbreitete sich die Nachricht im Internet - und eigentlich ein bisschen zu früh, verriet uns der Geschäftsführer des österreichischen Christie's-Partners damals.

Der Dollar-Preis für das Penthouse wird täglich neu berechnet, der Euro-Preis ist seit Beginn immer gleich: elf Millionen Euro. Für diesen Betrag lassen sich Karl-Heinz Grasser und seine Gattin ihre Investitionen sowie ihr Erbpachtrecht abtreten - es geht also "bloß" um das Nutzungsrecht für das auf fremdem Grund (der der Wiener Städtischen gehört) errichtete Penthouse. Der 2005 abgeschlossene Hauptmietvertrag läuft noch 90 Jahre, allerdings mit Weitergaberecht.

"Großes Interesse"

Und wie läuft nun die Vermarktung des prestigeträchtigen Objekts? "Bis jetzt haben wir großes Interesse für diese Liegenschaft wahrgenommen, insbesondere aus Übersee", lässt uns der verantwortliche Makler Tancred Lidbury, der in der Londoner King Street seinen Schreibtisch hat, mitteilen. "Imperial Vienna" - so der Objektname bei Christie's - sei ein "spektakuläres, modernes Objekt in einer der gefragtesten Gegenden Wiens. Die Preisgestaltung dieses Objekts korrespondiert einerseits genau mit dieser Premium-Lage, andererseits mit dem Mangel an gleichwertigen Objekten auf dem Markt. Wien erlebte und erlebt einen starken Immobilienmarkt, mit ständig steigenden Preisen insbesondere im Luxus-Segment."

Das stimmt natürlich. Aber ob nicht möglicherweise die etwas eigenartige vertragliche Situation manche Interessenten abschrecke?

Nein, Lidbury glaubt das nicht: "Auf dem Wiener Markt ist diese Art des Immobilienkaufs relativ neu, aber auf wichtigen Märkten wie Großbritannien, Hongkong oder Monaco ist sie durchaus üblich." Dort würden für Luxus-Appartments gelegentlich schon einmal 15 bis 20 Millionen Pfund (19 bis 25,3 Millionen Euro) bezahlt, auch wenn die verbleibende Mietdauer nur noch fünf bis 25 Jahre betrage.

Auch in Wien hätten viele betuchte internationale Käufer wohl kein Problem damit, zehn bis 60 Millionen Euro in Mietgrundstücke ("leasehold structured ownerships", Anm.) zu investieren, glaubt der Christie's-Mann.

Und wir? Wir werden das weiterhin beobachten. (derStandard.at, 12.7.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 55
1 2
Das beste Posting, das hierzu mal stand...

....war:

"Ich würds ja nehmen, aber ich hätt zu viel Angst, dass die Fiona doch einen Zweitschlüssel hat."

biete € 1.-

+ verhandlungen mit meischberger!

gehörte die Wr Städtische dem Buwog

Bieter Konsosrtium an? Wenn JA ist die Geschäftsgebarung rund um diese Immobilie die Antwort auf viele Fragen. Wenn NEIN frag ich mich, warum die Wr Städtische ohne KHG nicht in der Lage war, dieses traumhafte Luftgeschäft zu realisieren.
Wenn Grasser z. B. aus unversteuerten 4 Mille versteuerte 11 macht könnte sich der Fiskus freuen. Nur wie es zu den 4 Mille kam wäre juristisch zu klären

Das Sparbuch Politiker

so ähnlich wie das Sparbuch Auto.

Bei diesen Leuten findet sich das Geld, das wir als Staatsbürger als drückende Schuldenlast augehalst bekommen haben.
Trotzdem hinterfragen nur sehr wenige, wie das geschehen konnte.

und nach welchem Recht wird der Vertrag vergebührt und erhält der Makler sein Honorar?

gemäß Recht der Jersey-Inseln?

hat schon wieder den anschein, dass man durch Ausdehnung der Agenden ins Ausland die rechtliche Situation, Anwendung ö Steuergesetze/MaklerVO, zumindest tw aushebeln will.

bei Kaufpreis (ist es Kauf oder Miete?) sind 3% fallig.

der Makler steht dann mit 330.000 Euro da. das alleine würde von den Zinsen her schon das arbeitsfreie Leben einer bescheidenen Person zusichern.

Bitte den rechtlichen Rahmen und etwaige Umgehungsgeschäfte hier besonders intensiv zu prüfen.

Also man mag's oder man mag's nicht.

Das zum einen. Zum anderen aber denk ich mir: wenn ich etwa so ein Domizil aus'm Boden stampfen würd hier in der Umgebung, dann steht sicher am nächsten Tag die Finanz/Polizei vor der Tür und fragt mich, woher ich das Geld hätt. Aber da wiss' ma's eh..?

Diese Ausgeburt der Geschmacklosigkeit...

...würde ich nicht einmal geschenkt nehmen. Typisch KHG/Fioner eben...

Herzelichst
Ihr Lappe

also mich interessierts nicht.

das ist mir jetzt doch glatt am enddarm vorbeigegangen...

nur um die summe greifbar zu machen: für 11 millionen muss ein minister bei seinen bescheidenenen 17.000 euro brutto noch immer so um die 90 jahre arbeiten, wenn er auch steuern bezahlt. ok - im fall von karlheinz ist das eine eher unrealistische hypothese

Vielleicht sollt eman daraus ein Museum machen für die größten politischen Unkorrektheiten der 2. Republik?

Heißt das, dass Grasser ähnlich viel für die 90-Jahre Nutzungsrecht hinblättern mußte?

Wer bezahlt diese Werbung für Grasser?

Ich hoffe, dass die zu Mensch gewordene Unschuldsvermutung demnaechst ein bescheideneres Quartier bezieht.

weniger ist mehr:

bescheiden leben im noblen 8. wiener gemeindebezirk....

Das wird

dann passieren wen ihm Fiona den Koffer vor die Tür stellt.

Nein, noch bescheidener. Ich hoffe auf den Staatsanwalt.

ist der tomatengarten "part of the game"

bitte um klärung dieses wesentlichen faktums ...

in einer paralleldemokratie

wäre der herr in u-haft und die immobilie als besicherung konfisziert.

Er ist doch nur Mieter, der Ablöse verlangt

Ich habs hier ja schonmal gepostet,

aber man muss schon ziemlich blöd sein, damit man für ein "Mietrecht" in Wien 15 Mio. Euro bezahlt!

Aber wer so dämlich ist, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.

"Aber wer so dämlich ist, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen"

Wer zu Geld gekommen ist, muss ziemlich dämlich sein.
Sagt der Erfolglose.

sie haben es anscheinend nicht verstanden

^^

frage

wie lange hält die kaufsumme bei eigentum vor?
50? 60? 100? jahre?

Posting 1 bis 25 von 55
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.