Kärnten: Haiderstan

Einserkastl11. Juli 2012, 19:55
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Die Partei, der Kärnten die Hypo-Privatisierung verdankt, ist noch an der Macht

Rechenbeispiel aus den Schulbüchern für die Unterstufe des Landes Haiderstan (vormals Kärnten): Steuerberater B. hat vom Land Kärnten sechs Millionen Honorar für ein Gutachten zum Verkauf der Hypo Alpe Adria erhalten. Davon, so sagt er vor Gericht, hat er 2,4 Millionen an Steuern (Umsatz und Ertrag) abgeführt. 1,4 Millionen wurden für die Schulden der Steuerberatungskanzlei verwendet und 600.000 für private Zwecke. Dann hat er noch 200.000 in seine Kanzlei investiert, macht 4,6 Millionen. Dann hat die Staatsanwaltschaft 1,2 Millionen beschlagnahmt. Macht 5,8 Millionen.

Berechne, wo der Rest von 200.000 Euro geblieben sein könnte! Schätze, für wen die beschlagnahmten 1,2 Millionen wohl bestimmt gewesen sind! Wenn du mit dieser Arithmetik nicht weiterkommst, bitte die Steuerprüfung um Hilfe (möglichst nicht die Kärntner).

Der verewigte Jörg hat Kärnten praktisch in den Bankrott geführt. Dabei bestimmte er offenbar auch den Steuerberater Birnbacher dazu, ein 20-fach überteuertes, sinnloses Gutachten zu erstellen (Birnbacher: "Der politische Druck von Haider und VP-Chef Martinz stand im Raum").

Der stellvertretende Landeshauptmann Uwe Scheuch überlegt, ob er wegen einer (anderen) Korruptionsverurteilung zurücktritt. Der Landeshauptmann gibt lustige Sprüche ab. Die Partei, der Kärnten dies alles verdankt, ist noch an der Macht. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 12.7.2012)

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