Krisentreffen in Mauretanien

11. Juli 2012, 19:38
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Armeechefs von Mauretanien, Algerien, Niger und Mali beraten über Vorgehen gegen Rebellen und Terrorbekämpfung

Nouakchott - Die Armeechefs von Mauretanien, Algerien, Niger und Mali sind am Mittwoch zu einem Krisentreffen in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott zusammengekommen, um über Maßnahmen zur "Wiederherstellung der Souveränität Malis auf seinem gesamten Territorium" zu beraten. Das meldete die mauretanische Nachrichtenagentur AMI. Islamistische Gruppen und Tuareg-Rebellen der MNLA ("Nationale Bewegung für die Befreiung von Azawad") haben in den vergangenen Monaten mehr als die Hälfte der Fläche von Mali unter ihre Kontrolle gebracht.

Algerien, Mauretanien, Mali und Niger hatten 2010 die Aufstellung einer gemeinsamen Truppe mit 75.000 Mann vereinbart, deren Kommando (CEMOC) seine Zentrale in Tamanrasset im Süden Algeriens hat. Damit soll der Terrororganisation AQMI ("Al-Kaida im Islamischen Maghreb") , die in den Besitz zahlreicher libyscher Waffen und Rüstungsgüter gelangt ist, Einhalt geboten werden. AQMI ist hervorgegangen aus der fundamentalistischen GSPC ("Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf") in Algerien. (APA, 11.7.2012)

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