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vergrößern 600x776Die ersten Amerikaner kamen vor mehr als 15.000 Jahren über die damals zugefrorene Beringstraße nach Nordamerika (gelb). Weitere zwei Einwanderungswellen folgten.
London/Wien - Der Siegeszug der Genetik macht auch vor der Archäologie nicht alt. Hat man bisher die Besiedelung von Nord- und Südamerika anhand von archäologischen Funden rekonstruiert, so bieten genetische Studien neue Aufschlüsse über die Einwanderung nach Amerika.
Unbestritten ist, dass diese gegen Ende der letzten Eiszeit über die damals noch existierende Landbrücke Beringia aus Asien passiert ist. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Ankunftsdatum der ersten Ankömmlinge immer weiter nach hinten verlegt: Nahm man zunächst noch an, dass die Clovis-Kultur vor gut 10.000 Jahren die erste Menschengruppe auf nordamerikanischen Boden bildete, so schätzen Archäologen heute, dass die ersten Einwanderer bereits vor mehr als 15.000 Jahren Alaska erreichten, ehe weitere zwei Wellen folgten.
Nun bestätigt eine detaillierte Analyse des Erbguts von 493 amerikanischen Ureinwohnern dieses Szenario. Allem Anschein nach sind ihre Vorfahren tatsächlich in zumindest drei Wellen eingewandert: in einer ersten großen Welle vor mehr als 15.000 Jahren, der dann zwei weitere folgten.
Wie das insgesamt 64-köpfige internationale Forscherteam heute im Fachblatt "Nature" zudem berichtet, sind die Nachfahren der ersten Einwanderer am weitesten am amerikanischen Doppelkontinent verbreitet. Die zwei folgenden Migrationswellen haben bloß Spuren in arktischen Ethnien hinterlassen, die zur Eskimo-aleutischen sowie zur kanadischen Na-Dene-Sprachgruppe gehören.
Doch sogar bei diesen Völkern lassen sich mehr als 50 Prozent ihres Erbguts auf die erste Einwanderungswelle zurückführen. Das jedenfalls ergaben die Gentests, bei denen 365.000 einzelne Nukleotiden-Polymorphismen (SNPs) untersucht wurden. Dies bedeute, dass die späteren Einwanderer sich mit den bereits ansässigen Ureinwohnern vermischten.
Die Forscher konnten zudem belegen, dass die ersten Menschen in Amerika vorwiegend entlang der Küsten gewandert sind. Nur in zwei Fällen kam es auch zu einer Rückwanderung: Eine Gruppe in Zentralamerika hat Vorfahren sowohl im Norden wie im Süden. Die Gentests zeigten aber auch, dass gewisse sibirische Völker "Amerikaner-DNA" besitzen: Einige Nordamerikaner wanderten also zurück nach Asien. (tasch, DER STANDARD, 12.7.2012)
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Ureinwohner können nur die Nachkommen der ERSTEN Welle sein.
Die anderen waren Einwanderer.
Nachdem sie genauso tausende Jahre später gekommen sind, wie die Welle aus Europa, sind sie nicht uriger als die Europäer.
Außer natürlich, man frönt dem beliebten PC-Rassismus, nachdem grundsätzlich alles böse ist, was aus Europa kommt, und alles Ur-, gut und edel, was von wo anders kommt.
(Übrigens waren in Grönland die Skandinavier VOR den Inuit. Sie sind heute noch da, die Skandinavier ausgestorben. Nur, um die PC-Kult-Verehrer zu ärgern.)
EISZEITLICHE Einwanderungen aus Westeuropa über Grönland an die Ostüste und die berühmte "Lucia" in Brasilien zeigt auch euro-afrikanische Merkmale,wie auch viele Indianerstämme südostasiatische Gene besitzen.
Wieder so eine einseitige 2.klassige Publikation.
Die Skandinavier sind nicht ausgestorben, sie sind Inuit geworden, sie haben sich vermischt. Die Lebensweise und Kultur der Inuit hat sich in dieser Zeit an diesem Ort als besser rausgestellt als die skandinavische. Um nicht zu verhungern und zu erfrieren sind sie halt zu den Eingeborenen gegangen- sie haben sich quasi integriert.
Das wirklich Respekteinflößende an den Turkvölkern war mMn ja auch weniger das Rumsitzen in irgendwelchen gottverlassenen Steppenzelten, sondern ihre Eroberungszüge und DANN die Sachen, die sie auf ihrem eroberten Gebiet so aufgezogen haben.
Und da wärs irgendwie nachvollziehbarer, wenn sich die Ureinwohner dieser eroberten Gebiete mit den Indianern verbunden fühlerten. ;-)
Aber wurscht, jeder, wie er mag.
oder liest du nur zuviel Karl May.
Sind Azteken, Mayas, Hopi, Irokesen, Arawaks, Comanchen, Olmeken, Nez Perce, Chimus .. eh alles ein und dasselbe.
Ok, einige von ihnen rauchen Pfeife. Aber das machte mein Großvater auch. Und der war kein Indianer.
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