Voeckler stärkster Ausreißer in den Bergen

11. Juli 2012, 18:14
  • Thomas Voeckler holte sich auf der ersten Bergetappe auch das gepunktete Trikot des Führenden in der Bergwertung.
    foto: reuters/stephane mahe

    Thomas Voeckler holte sich auf der ersten Bergetappe auch das gepunktete Trikot des Führenden in der Bergwertung.

Franzose setzt sich gegen Fluchtgefährten beim Zielanstieg durch - Wiggins verteidigt Gelbes Trikot souverän

Bellegarde-sur-Valserine - Bradley Wiggins hat sich auch auf der ersten echten Bergetappe der 99. Tour de France keine Blöße gegeben. Der 32-jährige Brite bewältigte den ersten Pass der höchsten Kategorie problemlos, perfekt geführt von mehreren Sky-Teamkollegen, und ließ nach dem etwa einen Kilometer langen Schlussanstieg auch keinen Zeitgewinn des sprintenden Australiers Cadel Evans zu. Wiggins führt vor der Alpenetappe weiter 1:53 Minuten vor dem Vorjahressieger. Den Sieg auf der 10. Etappe von Macon nach Bellegarde-sur-Valserine (194 km) sicherte sich der Franzose Thomas Voeckler.

Erfolgreiche Flucht

Voeckler schloss eine Flucht von anfangs 25 Fahrern über rund 160 Kilometer erfolgreich ab. Er distanzierte seine vier verbliebenen Rivalen in der Steigung vor dem Ziel und feierte nach 2009 und 2010 seinen dritten Tageserfolg bei der Tour. Im Vorjahr hatte er wie schon 2004 zehn Tage lang das Gelbe Trikot getragen und war Gesamt-Vierter geworden.

Seine zehnte Tour-Teilnahme stand heuer wegen Knieproblemen lange infrage, erst wenige Tage vor dem Start sagte der 33-jährige Elsässer zu. Voeckler übernahm am Mittwoch zudem das Trikot des besten Bergfahrers. "Mein Sportlicher Leiter hat mir 1,5 km vor dem Ziel gesagt gesagt, ich soll attackieren und ich kam auch weg. Am Schluss war das Leiden extrem", erklärte Voeckler.

Wenige Attacken

Die Angriffe auf Wiggins hielten sich in Grenzen. Evans zwang den Zeitfahr-Sieger vom Montag im Finish zu einem Sprint, hielt sich aber ansonsten zurück. Ex-Vuelta-Sieger Vincenzo Nibali (ITA) attackierte in der Abfahrt vom Grand-Colombier-Pass (1.701 m, Anstieg 17 km), kam aber nicht einmal eine Minute weg.

Der Profi des Teams Liquigas bekam einige Zeit von dem aus der Spitzengruppe zurückgefallenen Teamkollegen Peter Sagan (SVK) Unterstützung, doch der Dreifach-Etappensieger fiel bergauf bald wieder zurück. Alleine war Nibali chancenlos und wurde von den Wiggins-Helfern noch vor der nächsten Abfahrt wieder zurückgeholt. "Wir sind cool geblieben und sind unser Rennen gefahren", sagte Wiggins im Ziel.

In den Steigungen hatten zuvor seine Teamkollegen Richie Porte, Michael Rogers und Edvald Boasson Hagen für ihn und dem Gesamt-Dritten Chris Froome (+2:07) ganze Arbeit geleistet und mit hohem Tempo Attacken verhindert. Der Steirer Bernhard Eisel führte den Weltmeister und Sprintstar Mark Cavendish (GBR) über die Berge und kam mit der rund 30 Fahrer zählenden letzten Gruppe 31:55 Minuten hinter dem Sieger ins Ziel.

Am Donnerstag folgt die Bergankunft in La Toussuire (1.705 m), zuvor warten unter anderem zwei Pässe der höchsten Kategorie, der Col de la Madeleine und der Col de la Croix de Fer. (APA, 11.7.2012)

10. Etappe (Bellegarde-sur-Valserine - Macon/194 km): 1. Thomas Voeckler (FRA) Europcar 4:46:26 Stunden - 2. Michele Scarponi (ITA) Lampre 0:03 Minuten zurück - 3. Jens Voigt (GER) RadioShack 0:07 - 4. Luis Leon Sanchez (ESP) Rabobank 0:23 - 5. Dries Devenyns (BEL) Omega Pharma 0:30 - 6. Sandy Casar (FRA) FdJ 2:44 - 7. Egoi Martinez (ESP) Euskaltel - 8. Pierre Rolland (FRA) Europcar - 9. Jurgen van den Broeck (BEL) Lotto, alle gleiche Zeit - 10. Dmitrij Fofonow (KAZ) Astana 2:52. Weiter: 12. Cadel Evans (AUS) BMC 3:16 - 13. Bradley Wiggins (GBR) Sky - 14. Nicolas Roche (IRL) AG2R - 15. Vincenzo Nibali (ITA) Liquigas - 16. Denis Mentschow (RUS) Katjuscha - 18. Chris Froome (GBR) Sky - 21. Maxime Monfort (BEL) RadioShack - 23. Haimar Zubeldia (ESP) RadioShack, alle gleiche Zeit - 27. Tejay Van Garderen (USA) BMC 3:33.

Gesamtwertung: 1. Wiggins 43:59:02 - 2. Evans 1:53 zurück - 3. Froome 2:07 - 4. Nibali 2:23 - 5. Mentschow 3:02 - 6. Zubeldia 3:19 - 7. Monfort 4:23 - 8. Van den Broeck 4:48 - 9. Roche 5:29 - 10. Van Garderen 5:31

Donnerstag: 11. Etappe: Albertville - La Toussuire (Bergankunft mit zwei Pässen der höchsten Kategorie: Col de la Madeleine und Col de la Croix de Fer)

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"Träumerei"

Gleich am ersten Berg sollten Voeckler (Bergtrikot verteidgen), Schleck (für Radioshack, 8,19 Rückstand), Basso (für Nibali, 9:30 Rückstand), Valverde (10:46 und eh schon alles wurscht) und ev. nochmals Scarponi 7:14 hinten und im Zeitfahren zum vergessen) attackieren.

DANN wäre die Tour de France interessant.
Denn dann müsste Sky sofort reagieren mit Porte und Rogers da bei solch einer Gruppe Boasson Hagen und Knees wohl überfordert wären.

PS: Die Abfahrten laden heute geradeu zum attackieren ein, leider ist zwischen den beiden HC-Bergen ein unnötiges Flachstück von 8 Kilometern welches Extra für den Zwischensprint eingebaut wurde. Ansonsten wäre wohl schon beim ersten Berg die Post abgegangen.

einzig nibali hat gestern courage bewiesen und es wenigstens probiert. hoffe er macht das heute wieder. schade das contador heuer nicht am start ist, der hätte dem briten ordentlich feuer unterm hintern gemacht.

Das einzig spannende beib der tour ist halt leider nur mehr die Frage wer diesmal alles gedopt war. Schade diesen Beigeschmack wird der Radsport dank ulrich, amstrong und
den anderen halt nicht sp schnell los.

wobei man Ulrich, Landis und co zumindest anrechnen muss, dass sie offen damit umgehen und nicht auf Supermann und Suabermann machen wie andere noch immer...

:-)

Hehe, der war gut, Ulrich hat doch Doping nie zugegeben :-)

Naja sagen wir so Ulrich hat nie so offen wie Landis ausgepackt und hat immer ein wenig herumgeeiert, aber zumindest streitet er nicht ab mit Fuentes zusammengearbeitet zu haben-was ja auch einige bedeutet.

seit wann geht der ulrich offen mit dem doping um? soweit ich weiss streitet er immer noch alles ab.

gerüchteweise tritt BASF nächstes jahr offiziell als sponsor auf

auch andere Pharmafirmen zeigen interesse die wollen ihr zeug jetzt auch für hobbysportler vermarkten

Schon wieder so ein Wuchtel von ihnen. Ich bieg mich vor lachen. Ich hoff sie sind Komiker. So viele, so originelle Witze wie sie auf lager haben.

genau.

sobald die TdF wieder akut ist, jagt hier ein Schenkelklopfer den naechsten....

Als Zuseher gefällt mir gut was er da so treibt, der Voelckler. Ein echter Unruheherd.
Warum er den anderen Fahrern aber ziemlich auf den Geist geht war gestern gut zu sehen.
:-)

des is doch dem kohl sei leiberl !

der hat es hoffentlich zurückgeben müssen

Hat er eh an einen würdigen Nachfolger zurückgegeben:

http://tinyurl.com/c7kb7x8

die dominanz des sky-teams ist erschreckend.

aber vermutlich ist alles ebenso supersauber, wie seinerzeit im armstrong-team...

'money can buy', die stärksten fahrer und die besten medikamente...

der unterschied is

dem wiggo is erlaubt
was dem armstrong
verboten is

Mit dem heutigen Erfolg ist Voeckler

endgueltig in die Geschichte der Tour eingegangen :)

Seine Handvoll Etappensiege und mehrere Wochen in Gelb wiegen schwer in einem Frankreich, das seit ueber 25 Jahren und Hinault auf einen heimischen Toursieger wartet.

Und wenn Voeckler gewinnt, ist es nie langweilig. Bei weitem nicht der groesste Athlet im Feld, hat er einfach den Mut und die Cleverness das Bestmoegliche herauszuholen.

Chapeau, and be ya clean !

aber ob das mit normalen dingen zuging mit einem kaputten knie eine solche leistung zu bringen ist recht fraglich.
wenn die siegerehrung gesehen hast, er konnte das knie kaum mehr abbiegen und ist gehumpelt. wenn schmerzverhinderungsspritzen erlaubt sind kann das aber bestimmt gesundheitliche schaeden bringen.

starker stoff hr. voeckler

und schöne Punkterl hat er auch, passend zum Rumpelstilzchen.

das sind die roten Blutkoerperchen, Sie Ignorant.

Sky ist schon ein Wahnsinn...der vermeintliche Sprinter/Eintagesklassiker Fahrer Boasson Hagen fährt gach mal 10 Kilometer einen HC-Berg hinauf, so das nur mehr 30 Fahrer dabei sind. Und Porte fährt dann so nebenbei alleine das Loch zu Nibali wieder zu...also morgen muss von Anfang an attackiert werden, da müssen sich einige Leute (Van den Broeck, Evans, Nibali, gesamtes RadioShack Team) zusammenschließen um Froome und Wiggins bereits vor dem letzten Berg von Porte und Konsorten zu lösen. Und ob dann Froome bereits 50 Kilometer vor dem Ziel die Drecksarbeit verrichten mag, sei dahingestellt.

Reimender

US POSTAL !

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