Grüne blitzen mit fahrradfreundlicher Straße ab

11. Juli 2012, 16:06
  • Rot gibt es von der ÖVP für die Pfeilgasse als fahrradfreundliche Straße.
    foto: apa/helmut fohringer

    Rot gibt es von der ÖVP für die Pfeilgasse als fahrradfreundliche Straße.

ÖVP-Bezirksvorsteherin Veronika Mickel spricht sich gegen Vorrang für Biker auf der Pfeilgasse aus

Wien - Wiens grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou ist vorerst mit ihrem Plan gescheitert, die Pfeilgasse in der Josefstadt zur fahrradfreundlichen Straße umzufunktionieren. Diese hätte als Verlängerung zur Hasnerstraße in Ottakring, die bereits fix als Route mit Vorrang für Biker kommt, dienen sollen.

Das Problem im Fall des achten Bezirks: Dort regiert mit Veronika Mickel eine ÖVP-Bezirksvorsteherin. Diese legte sich letztlich gegen die grünen Pläne quer, wie Grünen-Gemeinderat Christoph Chorherr am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte.

"Schade", kommentierte Chorherr den Entschluss der schwarzen Bezirkschefin knapp. Trotzdem sei die Stadt auf gutem Weg hinsichtlich des Ausbaus der Radinfrastruktur.

Auf fahrradfreundlichen Straßen haben Radler Vorrang - außer an Kreuzungen mit Öffis. Autoverkehr ist aber trotzdem möglich. Als erste derartige Bikerroute wurde kürzlich die Hasnerstraße, die das Wilhelminenspital mit dem Lerchenfelder Gürtel verbindet, auserkoren. Das Projekt kostet die Stadt 363.000 Euro, der 16. Bezirk schießt weitere 100.000 Euro zu. (APA, 11.7.2012)

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Zitat: "Auf fahrradfreundlichen Straßen haben Radler Vorrang"

Was heißt das für alle anderen? Daß sie auf andere Verkehrsteilnehmer gar nicht mehr achten?

Alles rennet, rettet flüchtet
wird ein Radfahrer gesichtet

Wenn man eine Klingel hört, nicht lange denken, Hechtsprung in den nächsten Hauseingang.

Das Projekt kostet die Stadt 363.000 Euro, der 16. Bezirk schießt weitere 100.000 Euro zu.

Ja sind die wirklich mittlerweile völlig verblödet oder was? Was kostet da 460000 Euro?

Was solls?

ARGUS - Fahrrad war in den 80er Jahren der "Erfinder" der so genannten "Schleichwege durch die Stadt", das waren meistens Routen in Nebenstraßen mit zum Teil nicht für den Radverkehr geöffneten Einbahnstraßen! Da sollte Druck gemacht werden.
Auch die Hasnerstraße und die Pfeilgasse/ Zeltgasse gehörten im weiteren Verlauf zu diesem nun aber 30 Jahre alten, jetzt aber ziemlich überholten Konzept!
Hoffnungslos "Altmodisch" könnte man sagen...daran jetzt herumzubasteln!
RadlerInnen und Radler drängen vermehrt auf die (Schienen)-Hauptstraßen, logischerweise, dort sind ja die Geschäfte, Beisln etc.! Da müsste man endlich etwas tun...
500.000 Euro an ARGUS und alle Hauptstraßen mit ausreichend breiten Rad

Logisch

"Ein klares Nein zum Parkplatzraub in der Josefstadt."

Oje!

Gibt es tatsächlich noch andere Ansichten konträr zum grünen Weltbild? Diese bösen Schwarzen!

Die Grünen tun sich mit Leuten wie der Vasi, dem Chorherr und natürlich auch der Glawischnig keinen Gefallen - besonders Chorherr erscheint eigentlich schon jenseits von Gut und Böse und möchte wohl am Liebsten Zwangsmaßnahmen, damit wirklich jeder auf das Fahrrad umsteigt.

Mit dem Ökowahn schafft sich Europa nur selbst ab - viel Spaß damit, denn dann wirds nicht mal mehr für ein billiges Radl reichen.

Chorherr erscheint eigentlich schon jenseits von Gut und Böse und möchte wohl am Liebsten Zwangsmaßnahmen

Ja das will er und es gibt dazu eine legendäres TV-INterview mit ihm, dass entgegen seinem Wunsch dann doch nicht geschnitten wurde...

welches?

Gibts halt nächstes Mal wieder einen grünen BV.

Es wäre ja kein Fehler, wenn in den Innenstadtbezirken weniger Abgase in die Wohnungen gelangen würden.
Aber so weit denkt die Frau Bezirksvorsteherin vermutlich nicht. ÖVP - zum Abgewöhnen!!!

Statt dass im Artikel zweimal der Name Chorherr vorkommt und dass er "Schade" gesagt hat, hätte mich doch eher der Grund für die Ablehnung interessiert. Der müsste sich doch von einer Redaktion unschwer ermitteln lassen. Dann wäre der Artikel informativ. So wissen wir eher gar nix.

Es scheiterte vor allem am Widerstand der Schuldirektorin der VS Pfeilgasse, mit kräftiger Unterstützung von Bezirksvorsteherin Mickel (ÖVP). Weil dann "rasen" ja die Radfahrer durch.

http://www.mickel.at/willkomme... stadt.html

Hintergründig ging's wohl um die wegfallende Bevorrangung des Querverkehrs sowie um Parkplätze. Wie so oft.

Danke für den lustigen Link - zeigt vielleicht auch den Grünen, dass es wohl besser ist, geeint aufzutreten und ein paar Kompromisse einzugehen, anstatt sich zu zerfleischen und dann diese äh Bezirksvorsteherin zuzulassen.

na was wird wohl der grund für die ablehnung sein?

wartens ich schau kurz mal im von der övp rausgegeben Ratgeber "RotGrün - Wie die Welt untergeht" nach ...

der stand wohl nicht im apa artikel ;)

In den 80er Jahren hat mit Erich Edegger in Graz ein ÖVP Politiker als "Radpionier" die Stadt fahrradfreundlich gemacht. Die ÖVP bewegt sich eindeutig rückwärts. Ich kann mir nicht vorstellen wie das Wählerstimmen bringen soll und das ist hier wohl das Kalkül zu sein.

363.000,- wären in Solar- oder Windkraftwerken besser angelegt

Bis in die frühen 80er baute man in Wien so manche Strasse breiter als eine damalige Autobahn. Tempoexzesse waren die Folge. Als Gegenbewegung dazu verengte und "verkehrsberuhigte" man die nächsten 30 Jahre Strassen zu regelrechten "Minigolfparkours". Vassilakou & Co wollen die Fehler ihrer Vorgänger offenkundig wiederholen. Wer gemütlich mit 15kmh dahinradelt, findet mit den jetzigen Anlagen das Auslangen. Lediglich jene, die in egomanischem Geschwindigkeitsrausch mit über 50 kmh entlang engster Häuserschluchten, Hauseingänge und Kinderwägen durch die City wetzen wollen, werden Rennpisten und dauerbevorrangte Superhighways fordern. Die restlichen 99% der Bevölkerung (Nichtradfahrer und Normalo-Radler) werden für diese "Ultras" und ihre Adv

463.000€ für einen kurzen Radweg?

na jetzt weiss ich wofür die Parkpickerlkosten notwendig sind

ÖVP will halt die autogerechte Stadt...

.. das Konzept stammt aus der Nackkriegszeit. Damals war die ÖVP wahrscheinlich noch für die pferdekutsche. Halt immer am alten festhalten und 50 Jahre hinten sein gegenüber den anforderungen der zeit.

Sie tun so als wäre das Rad erst erfunden worden?!

Das Rad gibt es bekanntlich länger als das Auto, also könnte man meinen das Grüninnen-Konzept stammt aus der Vorkriegszeit, die Frage ist vor welchem Krieg.

das stimmt sogar!

erste forderungen nach fahhradwegen wurden schon vor gut 100 jahren gestellt ... http://derstandard.at/124654365... -Tradition

ja - und die wurden auch gebaut, nur fährt keiner drauf...

Könnt ihr mal mit dem Scheiß aufhören? Bei jedem Radfahrerartikel kommen Autofahrer und Radfahrer um sich gegenseitig zu beschimpfen. So gut wie jeder Autofahrer den ich kenne ist gleichzeitig auch Radfahrer und Fußgeher. Dass man verschiedene Verkehrsmittel nutzt ist der Normalzustand.

Sonntagsradler ist nicht gleich Alltagsradler, die meisten Autofahrer (sonst wäre der Anteil mit dem Rad zurückgelegter Strecken nicht auf 6%) fahren eben meistens Auto.
Und verstehen damit nicht, dass jemand, der täglich mit dem Rad zur Arbeit fährt, andere Bedürfnisse hat, als jemand, der am Wochenende bei ohnehin geringerem Verkehr nur irgendwie die Distanz zur Donauinsel/Hauptallee etc. überbrücken muss.

"So gut wie jeder Autofahrer den ich kenne ist gleichzeitig auch Radfahrer"

umgekehrt wird ein schuh draus

Die primitivsten Parteien agieren immer noch nach dem Prinzip "Divide et impera!"

inländer/ausländer, radfahrer/autofahrer, frauen/männer... die guten/die bösen

von den grünen hätte ich zwar etwas mehr intelligenz und moderneren konzepte erwartet aber enttäuscht bin ich auch nicht wirklich.

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