Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

VfGH-Präsident Holzinger zur Causa Scheuch: "Der Schaden ist ein vielfacher. Der massive Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Politik ist zum Teil darauf zurückzuführen."
Wien - Personen in einer öffentlichen Funktion tragen ein besonderes Maß an Verantwortung, hat Gerhart Holzinger, Präsident des Verfassungsgerichtshofs (VfGH), am Rande einer Pressekonferenz auf die Causa Uwe Scheuch angesprochen festgehalten. Die Frage nach einem Rücktritt sei Angelegenheit des Betroffenen, betonte Holzinger am Mittwoch, meinte aber auch im Hinblick auf moralische Normen: "Strengere Maßstäbe täten dem Land gut."
"Ich wiederhole mich: Ich vertrete den Standpunkt, dass, wenn jemand eine öffentliche Funktion innehat, er ein besonderes Maß an Verantwortung trägt." Der Betroffene werde in der Öffentlichkeit anders betrachtet, und diese Verantwortung müsse man "sehr ernst" nehmen. In Österreich gebe es Regelungen zum Amtsverlust, seine Maßstäbe würde er jedoch auf einem höheren Level ansetzen.
Vielfacher Schaden
Je höher die öffentliche Funktion, desto höher müssten auch die Wertvorstellungen nach Ansicht Holzingers sein: "Es fehlt mir jedes Verständnis dafür, wenn diese hohen Maßstäbe nicht gelten." Weiters meinte der VfGH-Präsident: "Der Schaden ist ein vielfacher. Der massive Vertrauensverlust der Bevölkerung in die Politik ist zum Teil darauf zurückzuführen."
Als vorbildhaftes Beispiel nannte Holzinger die wegen eines Alkohol-Verkehrsdelikts von allen Ämtern zurückgetretene Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann: "Das ist die Wertvorstellung, die ich anwenden würde."
"Die Grenzen des Strafrechts sind für mich schon ein sehr niedriger Level", so Holzinger. "Ich glaube, dass, wenn man in Österreich selbstkritischer wäre und die Dinge ernster nähme, vieles nicht passiert wäre", sagte er in Hinblick etwa auf den derzeit laufenden Korruptions-Untersuchungsausschuss. (APA, 11.7.2012)
Parteichef referierte eigenes Kanzler-Programm - Schwerpunkt auf "inländerfeundlicher" Politik
Meschars Anwalt beantragt, dass Untreue-Verfahren auf sämtliche im OLG-Beschluss genannten Vorgänge erstreckt wird - Graf: "Wird bald eingestellt"
Gernot Schieszler belastete die Angeklagten in der Causa Telekom/Rumpold. Der Auftrag sei ein Scheingeschäft, an Umsetzung sei nicht gedacht gewesen
Matter Sonderparteitag kürt FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zum Spitzenkandidaten. "20 Prozent oder mehr" sind sein Ziel. In der endlosen Stiftungsaffäre um Martin Graf verteidigt Strache weiter den Dritten Nationalratspräsidenten: "Graf hat nicht betrogen"
Bundesheer enthebt Unteroffizier nach rassistischem Facebook-Posting vorläufig des Dienstes
Am 18. Juli startet Verfahren um angebliche BZÖ-Spende - Causa Rumpold wird ab 5. August einbezogen
Die Betriebsprüferin von Rumpolds Gesellschaften belastete den angeklagten Ex-FPÖ-Werber. Sie habe seine Leistungen oft nicht nachvollziehen können, vieles sei ihr "suspekt" vorgekommen. Das Urteil wird im August gefällt
Ex-Marketingchef Stefan Tweraser: Rumpold-Konzepte "hätten nicht zur Kommunikationsstrategie der Telekom gepasst"
Natascha R. hatte Rumpold in erster Einvernahme schwer belastet - Nun wirft sie Korrpuptionsbekämpfern vor, sie falsch interpretiert zu haben
Parteichef Strache präsentiert 19 Kandidaten für Nationalratswahl - Susanne Winter dürfte nicht mehr ins Parlament einziehen
Rumpold-Vergleich mit FPÖ steht laut Steuerprüferin im Zusammenhang mit Telekom-Aufträgen
Steirischer NR-Spitzenkandidat Kunasek gelobt Besserung bei der Frauen-Quote - Strache hofft bei Herbst-Wahl auf über 20 Prozent
Parteischädigendes Verhalten als Begründung
FPÖ-Ortsparteichef weist Facebook-Eintrag zurück und kündigt Konsequenzen an
In der Agentur von FPÖ-Werber Rumpold wurden Aufträge zwischen einzelnen Gesellschaften herumgeschoben. Jene Exsekretärin, die als Belastungszeugin geführt wird, hat ihre Aussage vor Gericht relativiert
38-Jähriger seit 2010 im Bundesrat
Strache in ORF-"Pressestunde" schon im Wahlkampf-Modus - Für Rückkehr zum Schilling oder kleinere Währungsverbände
Postings erhalten neben Antisemitismus und Rassismus auch Aufruf zum "Breivikisieren" von Politikern
"Parlamentswanzen breivikisieren": Grüner Öllinger zeigt unzensuriert.at-User "Eule" bei Staatsanwaltschaft an - Prammer leitet Prüfung ein
"Hat mit Strache-FPÖ nichts zu tun" - Kein Schuldennachlass Rumpolds und kein "System Haider"
In einem Steuerverfahren bezeichnete der angeklagte Ex-FPÖ-Werber Gernot Rumpold den 600.000-Euro-Auftrag der Telekom Austria als Kompensation für entgangene Aufträge von der FPÖ. Das holt ihn nun vor Gericht ein
Leitfaden macht Zuwanderer für hohe Immobilienpreise und die Verbreitung von Krankheiten verantwortlich
Bei Steuerprüfung hatte er erklärt, die Telekom-Gelder stünden mit FPÖ in Zusammenhang
Nationalratsabgeordneter würde gern FPÖ-Chef in Niederösterreich werden
Mit zwei Teilgeständnissen begann am Mittwoch der zweite Telekom-Prozess
Ab dem heutigen ZIB 2 Interview des Redakteur Leitner mit Herrn Petzner ist wohl auch klar, dass Herr Petzner an sich selbst deutlich geringere Moralvorstellungen hat als an jene Leute auf der anderen Seite mit denen er im UA zu tun hat und deren Namen wir alle kennen. Außerdem versuchte er vorerst wieder jene Methode der Ablenkung anzuwenden die sein Lehrherr und Idol ja fast perfektioniert hatte. Es ist eine kleine Enttäuschung, da eine aufkeimende Anerkennung seiner Arbeit im UA eigentlich da war
Wohin bitte will ein Scheuch zurücktreten? Kein ernst zunehmendes Unternehmen hätte auch nur irgendwie Verwendung für solche Leute. Wenn der einen Schritt zurück macht, steht im Dreck eines Mölltaler Bauernhofes. Somit ist das Klammern an die politische Funktion (erworben durch Kniefall vor Haider) verständlich.
der Weihnachtsmann kommt auch dieses Jahr nicht früher, obwohl sie Ihre Wunschliste schon fertig haben und öffentlich vortragen. Statt irgend einem Gefasel über Verantwortungsträger, die selbstkritischer sein müssen und ihre Wertvorstellungen über dem (straf)gesetzlichen Niveau ansiedeln sollen (also das typische Ehren-Kodex-Geschwafel, das wir auch von der ÖVP hören) würde ich mir knallharte gesetzliche Bestimmungen gegen Korruption und zum Amtsverlust bei Straffälligkeit wünschen.
Andernfalls wäre ich dafür, dass man auch für den Rest der Bevölkerung einen "Ehren-Kodex" statt Gesetzen einführt. zB für das Abführen von Steuern, oder Verkehrs-Kodex, etc. Daran halten wird sich dann halt bestenfalls die blauäugige Weihnachtsmannfraktion .
d´accord mit holzinger. der rücktritt von käßmann man hat natürlich auch mit den protestantischen, oft engen, moralischen kategorien zu tun. das ist aber zig-mal besser als das unerträgliche verhalten der rechts-katholischen kaste, die anscheinend auch in der zeit vor der aufklärung stecken geblieben ist...stichwort kateg. imperativ......
http://www.zdf.de/ZDFmediat... Milliarden
Schön zu sehen, dass die Justiz in Deutschland greift.
Bürger fordern Vorabprüfung von ESM und Fiskalpakt, da diese Regelwerke die Bonität Österreichs massiv gefährden können und dadurch der soziale Frieden in Österreich bedroht sein könnte.
http://www.avaaz.org/de/petiti... richtshof/
offenbar haben FPÖ Wähler kein Problem damit und deshalb tritt der Mann auch - Verurteilung und Strafausmaß hin oder her - nicht zurück. Hier geht es nämlich nicht um einen Verdacht oder etwas, worüber man verschiedener Meinung sein könnte. Seine Äußerungen sind für jedermann Wort für Wort als Tatsachen beweisbar.
Aber offenbar ebensowenig ein Problem für FPÖler wie der Vorschlag, Kinder in der Schule wieder zu schlagen oder wie die gewohnheitsmäßige Hetze gegen Ausländer.
Ich finde das Problem liegt nicht bei der 12 Monatsgrenze beim Amtsverlust. Von Übermenschen regiert werden ist ja auch illusorisch. Bei Verbrechen im Zusammenhang mit einer politischen Funktion liegt die Sache jedoch völlig anders. Zwischen Trunkenheit am Steuer und Korruption ist schon ein qualitativer Unterschied. Beides scheint bei uns jedoch kulturbedingt zu sein
aber doch klar beschreibt, an welchen moralischen Grundsätzen und Maßstäben Politiker gemessen werden. Initiieren sollte das der Bundespräsident. Unabhängige Intellektuelle, Verfassungsrichter und Professoren etc. sollten den Kodex entwickeln.
Vor allem bezüglich Korr.uption, Freunderlwirtschaft, unnötigen Großbauten und anderen Steuergeldverschwendungen!
Dazu braucht es eine Befreihung der Justiz, Behörden und Ämter vor den Fängen der Parteipolitiker!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.