Chaos und Anarchie: Die rot-grüne Hölle

Kommentar | Sebastian Pumberger, 11. Juli 2012, 17:03

Angriff statt Verteidigung: Die Volkspartei wettert gegen Rot-Grün und schadet sich selbst

Es ist schlimm in Wien, um nicht zu sagen: Es ist die Hölle. Zustände wie in einem Bild von Hieronymus Bosch, Anarchie und Chaos. Rot-Grün diktiert in der Stadt. Das darf der Bevölkerung nicht länger verheimlicht werden.

Die ÖVP hat sich deswegen ein Argumentarium gebastelt, das die Spitzenfunktionäre mit dem richtigen Drall mit der konservativen Wahrheit versorgen soll. Endlich tut jemand etwas gegen dieses Rot-Grün. "Ja zu Österreich heißt Nein zu Rot-Grün", heißt es in der ÖVP-Fibel.

Dieses Argumentarium wird jedoch keinem ÖVP-Funktionär nutzen. Die größere Gefahr als Rot-Grün für die ÖVP ist die ÖVP selbst. Rot-Grün auf Bundesebene ist schon rein rechnerisch derzeit keine Option. Wähler werden im nun beginnenden Nationalrats-Wahlkampf nicht über ein Schreckgespenst Rot-Grün informiert werden wollen, sondern werden Fragen nach den korrupten Vorgängen in der ÖVP-Regierungszeit (seit 26 Jahren durchgängig an der Regierung beteiligt) stellen. Wähler werden die Funktionäre nach Grasser, Strasser oder Martinz fragen. Und werden wissen wollen, welche Konsequenzen die Volkspartei aus den Fehlern der Vergangenheit gezogen hat. Die Antworten werden dünn ausfallen.

Dass Rot-Grün als das Böse schlechthin skizziert wird, zeigt, wie entrückt die Kommunikationspolitik der Volkspartei von ihren Wählern ist. Anstatt die eigenen moralischen und inhaltlichen Positionen zu überdenken, wird gegen ein scheinbares Bedrohungsszenario gewettert.

Die ÖVP hat bislang eine bombenfeste Position. Treten Verfehlungen bei Parteimitgliedern auf, wird mit Rücktritten gegeizt. Passt den Konservativen eine Position nicht, so ist sie ein "Anschlag auf die Gesellschaft", wie ÖVP-Generalsekretär Johannes Rauch die angeblichen Vorhaben von Rot-Grün auf seiner Facebook-Seite nennt. Es sei die Pflicht der ÖVP, die Bevölkerung über die "Gefahren einer rot-grünen Koalition" zu informieren, sagt ÖAAB-Generalsekretär Lukas Mandl in einer Aussendung.

In diesen Betonismus passt auch, dass die Volkspartei eine Expertengruppe zunächst dazu einlädt, sich über die Zukunft des Landes Gedanken zu machen. Sobald diese aber Ergebnisse zur Schulpolitik präsentiert, die nicht der Parteilinie entsprechen, wird von dieser Expertengruppe wieder Abstand genommen.

Eine gesunde konservative Partei ist wichtiger denn je. Im nächsten Wahlkampf könnten mit FPÖ, BZÖ und einer Stronach-Partei gleich drei rechte oder populistische Gruppierungen antreten. Eine ÖVP, die nicht gefestigt ist, wird im Wahlkampf in den Hintergrund gedrängt werden.

Die eigentlichen Probleme innerhalb der Volkspartei werden so aber nicht angegangen. So, wie der Untersuchungsausschuss die Jahre von Schwarz-Blau beleuchtet, muss die ÖVP einen Reformprozess durchlaufen. Im Moment nähert sie sich rhetorisch der FPÖ an.

Der ÖVP ist es wichtig zu regieren, das hat man in den letzten 26 Jahren gesehen. Zur Not auch mit der FPÖ. Wohin diese Option geführt hat, kann man derzeit allwöchentlich im Budgetsaal des Parlaments, dem Ort des Untersuchungsausschusses, beobachten. Es war eine teure Option. (Sebastian Pumberger, derStandard.at, 11.7.2012)

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das ganze geschäfstmodell ...

... der övp ist darauf ausgelegt strategische Entscheidungen an den Höchstbietenden zu verkaufen, das kann man sich halt einrexen wenn man nicht an den Schalthebeln sitzt ...

ohne Rauch gehts auch

Chaos und Anarchie ist nicht das Selbe.

Etatistenpropaganda!

anomie und anarchie. anscheinend immer noch schwer auseinanderzuhalten.

die sozusagen ursünde der övp war, als schüssel sich 2000 als dritter im wahlergebniss mit hilfe der haider-fpö zum kanzler hat machen lassen, nachdem er im wahlkampf noch vollmündig verkündet hatte in diesem falle in opposition zu gehen.
seitdem glaubt der övp höchstens noch die kernklientel, und die schrumpft; & die rechten geister die sie riefen sind im begriff, sie zu überflügeln.
das an-die-wand-malen eines rot-grünen teufels verfängt allenfalls noch bei ganz unbedarften, nachdem man den schwarz-blauen ja erlebt hat: schlimmer kann rot-grün unmöglich sein.

schlechte strategie, damals wie heute - offenbar gibt's bei der övp keinerlei lernfähigkeit, bzw. außer dem machterhalt keinerlei ideen.

"Gesunde konservative Partei"

Es stimmt schon- so eine Partei wäre wichtig für Österreich. Aber wir haben nur den korrupten Haufen namens ÖVP. Wer aus schierer Verzweiflung und purer Dummheit die FPÖ rechts überholen will, der verdient es, im Orkus der Geschichte zu landen.

Das kann ja noch heiter werden bis zur Wahl - die ÖVP sollte nicht vor Rot-Grün warnen, sondern einmal darüber nachdenken, was uns Schwarz-Blau/Orange gebracht hat. Die Wiederholung dieser Konstellation ist das eigentliche Schreckgespenst.
Zu Herrn Stronach: in seinem eigenartigen ZiB 2-Interview hat er gemeint, er möchte etwas ganz Neues, aber da frage ich mich schon, wie sich das mit einem rechtskräftig verurteilten Wendehals wie Westenthaler vereinbaren lässt, der sich ja immer dorthin gewendet hat, wo er sich mehr Vorteile erhofft hat. Wahrscheinlich locken da Onkel Franks Honorare...

Neue konservative Partei

Der Artikel Hr. Pumbergers ist schon sehr gefärbt.

Tatsächlich ist ROT GRÜN in Wien wirklich kein Vorbild für Österreich.

Was wirklich notwendig ist ist eine Neu-Aufstellung der Konservativen Partei, da die ÖVP wirklich nur mehr für Beamte und Bauern steht, selbst der Wirtschaftsbund ist schon ein Fremdkörper geworden.

Wenn das nicht passiert und es zu ROT GRÜN bzw. ROT GRÜN SCHWARZ im Bund kommt, geht das Schuldenmachen munter weiter und in 2-3 Jahren schlüpft dann Österreich unter den ESM Rettungsschirm.

Tschuldigung, aber die weitaus meisten Schulden für Österreich

der letzten Jahre haben schwarze Finanzminister gemacht, die fast schon mir vorauseilendem Gehorsam und unerträglichem Eigenschulterklopfen Bankenhilfen und Haftungen hergeschenkt haben.

Und das unter Konditionen, die von der EU zeitweise schon als Wettberwerbsverzerrung angesehen wurden.

Gegen das, wie sich die konservativ geführte EU in letzter Zeit für die Kapitalmarktstabilität verschuldet hat, ist alles Geld, das für je Sozialsysteme ausgegeben wurde, ein Lercherlschas.

Es ist ein bekanntes psychologisches Phänomen. Das Böse, das man in sich nicht sehen will, projiziert man umso heftiger auf die Anderen.

Chaos und Anarchie!?

Hr. Pumberger, Chaos hat nichts mit Anarchie gemein!
Chaos herrscht in den Gremien der ÖVP.

Anarchie dagegen bezeichnet eine höchst wünschenswerte Gesellschaftsordnung, der es leider nur selten erlaubt war aufzublühen.

Eine gesunde konservative Partei braucht niemand. Wenn eine gesunde konservative Partei herrscht, ist das Volk krank!

Wähler werden die Funktionäre nach Grasser, Strasser oder Martinz fragen

und sie werden fragen, wie es sein kann, dass der mann der gesundheitsministerin rauch-kallat provisionen bezieht von einer firma, die gerade dieser ministerin grippenmasken um millionen verkauft hat (steuerzahler bezahlt), die niemand brauchte und warum die ÖVP/FPÖ Regierung Gesetze für die verpflichtende Verwendung von Generika verabschiedet hat und rein zufällig dem Wirtschaftsminister dieser Regierung die größte Generikafirma gehört - das gehört mal untersucht - ÖVP=Zustände wie bei der Mafia

Es (Blau/Schwarz, Anm.) war eine teure Option

Ja, für uns Steuerzahler. Für die damaligen Regierungsparteien hat sich's eh gelohnt.

natürlich ist das pamphlet eine peinlichkeit sondergleichen. was rotgrün in wien aber um nix lustiger macht. das ist und bleibt ein ebenso fataler megaflop wie blauschwarz.

Die schwarz-blaue Hölle ist in Kärten bereits Realität!

Schwarzblaues Wunder

und rotgrüne Hölle - wenigstens bei Metaphern sollten die Begriffe stimmen...!

.

Irgendwann ist dann kein Platz mehr zum rechts überholen.

das wird von der politischen konkurrenz hoffentlich immer wieder getrommelt werden im nächsten wahlkampf: 26 jahre durchgängig an der macht.

Heiligenschein und Niedertracht ist kein Hinderniss

Herr Michael Spindelegger, Ritter vom heiligen Grab zu Jerusalem, geht als frommer Katholik jeden Sonntag in die Kirche.
Als „Saubermann“ hat er seinen Partei-Kollegen Anstandsregeln (Verhaltenskodex) verordnet.
Doppelbödigkeit und Scheinheiligkeit ist man ja von der ÖVP gewohnt.

Nicht vergessen: Auch Schüssel begab sich jährlich zur Reinigung des Gewissens in klösterliche Betreuung.
Jetzt wissen wir, warum er das so oft tun mußte!

in den anstandsregelen steht halt nicht, was zu tun ist, wenn man im schmiegeldbuch eines waffenlobbyisten steht.

die övp hat sich in inhalten und stil der fpö derart angenähert, daß zwischen den beiden parteien die unterschiede langsam verschwimmen. am ehesten sind sie noch in der europapolitik und im verhältnis zum nationalsozialismus vorhanden. erbärmlich, was aus der partei eines busek, neisser, fischler & co. heute geworden ist.

Lesen Sie Müll, den in diesem Forum rot-grün-affine Poster Tag für Tag von sich geben. Und dann urteilen
Sie über den Stil anderer Parteien.

von anhängerInnen ALLER parteien kommen aggressive und tiefe postings. tendenziell die untergriffigsten kommen meiner langjährigen wahrnehmung nach (je nach thema) von blauer, schwarzer und linksextremer seite (also leuten, die teils noch deutlich links von der kpö stehen, sind also wohl kaum rot-grüne).

Aber die weitaus größte Zahl der Poster in diesem
Forum sind links, z.T. auch linksextrem angesiedelt.
Rechte bilden eine verschwindende Minderheit.

kommt auf's thema an - bei manchen dominieren die linken posterInnen, bei manchen die rechten.
was z.b. das thema islam betrifft, ist hier eine mehrheit mit der fpö einer meinung. bei wirtschaftsthemen überwiegen eher linke positionen - aber bei manchen sozialthemen dann doch wieder rechte.

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