Diebe hacken schlüssellose BMWs in Minuten

  • Diebe beim Autoknacken.
    screenshot: youtube

    Diebe beim Autoknacken.

Gehäufte Diebstähle in Großbritannien laut Bericht auf Schwachstellen in Zugangssystem zurückzuführen

In Großbritannien soll es im laufenden Jahr zu einer erhöhten Anzahl an Diebstählen von neuen BMW-Modellen gekommen sein. Grund dafür soll das schlüssellose Sperrsystem der Fahrzeuge sein, berichtet ZDNet. Dieben würde es so gelingen, die Autos in wenigen Minuten zu knacken.

Auto in Minuten geknackt

Besonderes Aufsehen erregte ein in einem Auto-Forum gepostetes Youtube-Video, in dem ein Diebstahl von einer Überwachungskamera gefilmt wurde. Darauf ist zu sehen, wie mehrere Personen ein Auto in nur drei Minuten öffnen und startbereit machen. Die Hacker dürften sich dem Bericht zufolge gleich mehrere Sicherheitslücken des BMW-Systems zunutze machen.

Mehrere Schwachstellen ausgenutzt

Dreh- und Angelpunkt des Diebstahls sei der On-Board-Diagnostic-(OBD-)Port, über den sich die Zugangseinstellungen manipulieren ließen. Allerdings würden auch weitere Faktoren eine Rolle spielen. So gebe es keinen Sensor, der beim Öffnen des Fensters anschlage. Gerade beim OBD-Port weise der Ultraschall-Sensor der Alarmanlage einen blinden Fleck auf, und der OBD-Port werde auch bei ausgeschaltetem Fahrzeug permanent mit Strom versorgt. Schließlich sei der Zugriff auf das System nicht durch ein Passwort geschützt.

Von BMW heißt es, dass Luxusautos generell stärker von Diebstählen betroffen seien. Offenbar hat der Konzern vorerst nicht vor, die konkret genannten Schwachstellen zu beseitigen. Autobesitzer könnten sich derzeit nur schützen, indem sie den OBD-Port durch Lösen der Kabeln deaktivieren. (red, derStandard.at, 11.7.2012)

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ZDNet

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