Sammelklage gegen Pornostudios: BitTorrent-User bedroht

11. Juli 2012, 13:13

Abmahnanwälte sollen Nutzern mit öffentlicher Bloßstellung gedroht haben, wenn sie nicht zahlen

US-Pornostudios haben offenbar einen neuen Feldzug gegen BitTorrent-User gestartet, die urheberrechtlich geschützte Filme im Web heruntergeladen und verbreitet haben sollen. Den Filmstudios gehe es aber weniger um die Eindämmung von Piraterie, sondern vielmehr um ein lukratives Zusatzeinkommen, berichtet Wired. So würde Usern mit öffentlicher Bloßstellung gedroht, wenn sie nicht bereit sind geforderten Geldsummen zu bezahlen. Nun wurde eine Sammelklage gegen die Filmstudios gestartet.

Klage gegen IP-Adressen

Das Vorgehen sei immer gleich. So sollen mehrere Studios, den Gerichtsunterlagen des Bundesgerichtshofs in Kentucky zufolge, die Herausgabe der Nutzerdaten zahlreicher IP-Adressen fordern. In den meisten Fällen würde diesen Forderungen stattgegeben und die Provider müssten Namen und Adressen der Nutzer hinter den IP-Adressen herausgeben.

Einschüchterungsversuche

Die Pornostudios hätten aber kein Interesse weiter vor Gericht gegen die User vorzugehen. Vielmehr würden sie ihnen Abmahnungen mit Geldforderungen zwischen 1.000 und 5.000 US-Dollar schicken. Den betroffenen Nutzern werde gedroht sie öffentlich als Pornokonsumenten bloßzustellen, wenn sie die Beträge nicht zahlen. Bei einer Verhandlung drohe Nutzern bis zu 150.000 Dollar Strafe, wenn ihnen Urheberrechtsverletzungen nachgewiesen werden können. Das würde User einschüchtern.

Bis zu 200.000 User in Sammelklage

Laut Bericht könnten mit der Sammelklage bis zu 200.000 Personen vertreten werden. Ins Rollen gebracht wurde Klage durch eine Frau aus Kentucky. Nach ihren Angaben sei sie von Vertretern des Filmstudios Malibu Media zu Hause und in der Arbeit angerufen worden, die ihr den Download eines von dem Studio produzierten Filmes vorgeworfen und Schadensersatz gefordert hätten. Sie selbst beteuert, nichts dergleichen gemacht zu haben. (red, derStandard.at, 11.7.2012)

Link

Wired

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ist ja krass

der verkäufer einer anscheinend legalen ware treibt selbstjustiz, indem er unrechtmässige nutzer seines angebotes mit der kalkulation bloß stellt, dass sein angebot eigentlich anrüchig ist.
groteske realität...

Wieso Sammelklage?

Ist Erpressung in den USA kein Offizialdelikt?

Ich warte ja, bis Walt Disney anruft und mich auffordert 1000-5000 US-Dollar zu zahlen, weil ich sonst öffentlich als König-der-Löwen-Konsument bloßgestellt werde.

In Österreih würde diese bewundernwerte Frau von der Staatsanwaltschaft wegen Nötigung angeklagt werden. Garantiert.

Wohl kaum

In Österreich fallen Urheberrechtsverletzungen nicht unter das Strafgesetz (ausg. Sie würden das Material gewerblich weiterverkaufen).

Somit hat die Staatsanwaltschaft damit nichts zu tun.

Nochmal: In Österreich (und den meisten EU-Ländern) sind "illegale" Kopien nicht strafbar, sondern bestenfalls schadenersatzpflichtig. Und in diesem Fall muss der Geschädigte die Höhe des Schadens zweifelsfrei nachweisen. Millionenklagen sind hier also nicht von Erfolg gekrönt.

Das war eine zynische Art zum Ausdruck zu bringen, wie inkompetent unsere Staatsanwälte sind ...

da hat die redaktion doch glatt auf den link zum besagten film vergessen.

Es gibt keinen besagten Film

unlogisch

sonst würde das Filmstudio nicht klagen

Im Artikel wird kein Filmtitel erwähnt. Es steht auch nirgends etwas davon, dass es sich um einen bestimmten Film handelt.
Also gibt es keinen besagten Film. Es wurde bloß ein Filmstudio erwähnt.

wer lesen kann hat mehr vom Leben

"... die ihr den Download eines von dem Studio produzierten Filmes vorgeworfen und Schadensersatz gefordert hätten"

Wenn man sich die Zugrifszahlen von Pornoseiten (zumindest von denen die sie veröffentlichen ) ansieht macht das 0,2 Downloads pro Erdenbürger pro tag , ja so etwas kann man echt outen !

In USAnistan kann sowas den Job, soziales ansehen und die Familie kosten.

na da schau an, ein pornokonsument

ist doch echt krass, oder? also mir würd das am gesäß vorbeigehen. trotzdem eine frechheit damit zu erpressen.

ich habs schon mal gepostet möchte es aber wiederholen

in den USA ist Pornografie nicht vom Urheberrecht geschützt:

Article I, Section 8, Clause 8 of the United States Constitution, known as the Copyright Clause, empowers the United States Congress: "To promote the Progress of Science and useful Arts, by securing for limited Times to Authors and Inventors the exclusive Right to their respective Writings and discoveries.

Thus, copyright is authorized only for works which promote the progress of science and useful arts....

siehe zb
http://www.ipbrief.net/2012/02/16/4803/

http://www.techdirt.com/articles/... tant.shtml

Was hier geschieht ist also ungesetzlich !!!

Ich glaube auch in Deutschland hat es mal ein diesbezügliches Urteil gegeben, dass Pornos die persönliche schöpferische Note fehlt und daher kein Urheberrecht gilt.

Das ist mal eine Überraschung , sind sie sicher ?

Nutzern mit öffentlicher Bloßstellung gedroht

Lustige Wortwahl: eine Art inverser Porno?

Was bitte sind Pornos?

Waschmittelwerbungen...

... sind Pornos!

das ist NÖTIGUNG,

dann verklage ich die Anwälte, hehe! Drohung der Bloßstellung ist für mich Nötigung und dann sind diese Geldgeier-Anwälte ihre Zulassung los und dürfen stempeln gehen. Dadurch schießen die sich ins eigene Knie, HAHA! Ihr Anwälte wisst nur, wie man abmahnt, aber anscheinend kennt ihr die Straftaten NÖTIGUNG und Erpressung nicht, 6 NACHSITZEN!

In Österreich ja.

In den USA wäre ich mir da nicht so sicher. Da gibt's ja auch so was wie "Kinderschänder-Internetseiten", und offenbar legal.

die drohung mit dem bloßstellen

kann sich nur gegen etwas ältere konsumenten richten.

denn jeder 12jährige präsentiert VOLL STOLZ den inhalt seines smartphones in der großen pause seinen klassenkollegen!

warum drohung? ab 70 jahren ist ein solcher anwaltsbrief

zumindest im altersheim ein echtes referenzschreiben.

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