300 Tonnen Erdäpfel aus dem Weinviertel für Sahelzone

  • 300 Tonnen Kartoffeln werden in 35 Tonnen Kartoffelflocken umgewandelt und an Familien im Senegal verteilt.
    foto: dpa/patrick pleul

    300 Tonnen Kartoffeln werden in 35 Tonnen Kartoffelflocken umgewandelt und an Familien im Senegal verteilt.

Bio-Landwirt spendete für Hunger leidende Menschen im Senegal

St. Pölten - Soziale Kompetenz hat ein Bio-Landwirt und Lebensmittelproduzent aus dem Weinviertel bewiesen. Michael Piatti spendete aus Anlass der Hungerkrise in der Sahelzone 300 Tonnen Erdäpfel. Die Aktion wurde laut einer Aussendung der Caritas St. Pölten von der Firma Agrana unterstützt, die die Erdäpfel in 35 Tonnen haltbare Kartoffelflocken umgewandelt hat.

Die Lebensmittelspende wird am Donnerstag in Gmünd Richtung Senegal verladen. Am 7. August wird sie in Dakar erwartet. Die Caritas St. Pölten Auslandshilfe kooperiert eng mit der Caritas Senegal, die das Gut annehmen und an betroffene Familien verteilen wird. (APA, 11.7.2012)

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Und gleich 300 Tonnen Wasser mitspenden bitte!

Gute Aktion, mehr davon! Könnte man nicht auch geschnittenes Brot trocknen und Hungernden zur Verfügung stellen? Besser als gar nichts zu essen wäre es auf alle Fälle. Es werden so viele Lebensmittel weggeschmissen, es ist eine Schande.

Haben wieder mal alle daran was auszusetzen, anstatt einfach mal nur den guten Willen des Bauern zu würdigen.
Könnten sich die ganzen EU-übersubventionierten Großbauern ein Stückerl abschneiden.

Und?

Die Erdäpfelflocken müssen die Sahelianer trocken mampfen?

Selten so einen Blödsinn

gehört. "Entwicklungshilfe" wie man sie nicht braucht.

Was werden die Empfänger wohl mit den Erdäpfelflocken machen? Kauen? Wir werden doch wohl nicht voraussetzen, dass es genügend sauberes Wasser und Brennholz zum Wasserkochen gibt.

Es handelt sich hierbei auch um "Hungerhilfe" und nicht um "Entwicklungshilfe".

Und wer immer in Senegal es schafft, etwas anzubauen, bleibt jetzt auf seiner Ernte sitzen!

Der Cousin des Grafen Lobby (Mensdorff) und die geweihten Wohltäter brüsten sich hier mit der am wenigsten nachhaltigen und gefährlichsten Form der "humanitären Hilfe".

der senegal ist groß. sehr groß.

die 35 tonnen flocken nehmen dort keinem bauern etwas weg (zumal die meisten dort froh sein können, wenn sie genug für sich und ihre familie ernten können). da hungern millionen menschen.

bei aller Anerkennung der guten Absicht

aber wenn man die Kosten und den Energieaufwand bedenkt, den diese ganze Aktion kostet, das Umwandeln in Flocken, der Transport etc, dann wäre es vielleicht doch vorteilhafter, das dafür aufgewandte Geld direkt an die Betroffenen zu verteilen, damit würden auch lokale bäuerliche Strukturen unterstützt, und nicht zerstört, wie bei vielen Lebensmittellieferungen aus dem Ausland

Nur bringt das Geld den Leuten dort wenig und den Bauern dort noch weniger, wenn aufgrund von Trockenheit nichts wächst.

in den hungergebieten im senegal

kannst du keine bäuerlichen strukturen mehr kaputt machen, weil es keine gibt. da regnet es seit 2 jahren kaum noch, da wächst nichts mehr.

bitte um mehr "beste nachrichten".
danke an herrn piatti und agrana.

großartig.

na dann hoffen wir mal

dass die ware angenommen wird und dort dann nicht bei unzureichender lagerung wegen zuständigkeitssteitereien verfault.
in haiti stehen seit dem erdbeben ganze lagerhäuser voller verfaulender und verrostender hilfsgüter/maschinen im hafen herum, in diversen islamischen ländern wird keine hilfe von ungläubigen angenommen, in nordafrika hat man vor jahren usa-beschriftete hilfs-reis-säcke gleich ins meer geschmissen, weil man die usa nicht mag.

ist auch ein intelligenzproblem. es sind eben nicht alle länder gleich "intelligent".

naja, und wir schütten reis ins meer um die preise zu halten...

btw: ich würde einen reissack aus den usa auch nicht nehmen. wer weiß, was da drinnen ist.

aber im ernst: ist sicher ein problem, dass gut gemeinte hilfe auch professionell abgewickelt werden muss. trotzdem finde ich die aktion gut. hoffentlich haben sie in der sahelzone genügend (sauberes) wasser um die flocken auch zu verwenden. und hoffenlich spielen die lokalen behörden soweit mit, dass die hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

mag sein,

wenns ein paar quellen liefern könnten wär das auch nicht schlecht. die erdäpfel zu verarbeiten, sie zu liefern und den regionalen verteilungsstellen zur verfügung zu stellen soll ein fehler sein? haben sie sie noch alle?

Gut gemeint ist nicht immer gut gehandelt

So sehr ich die Hilfsbereitschaft schaetze, aber wichtiger waere eine Hilfe zur Selbsthilfe - die Menschen muessen lernen sich selbst zu versorgen. Die 300t helfen zuerst, aber ohne Zusatzmassnahmen geht nicht viel weiter und die Menschen sind naechstes Jahr wieder von Hilfslieferungen abhaengig.

bevor sich einer selbst helfen kann, muss

er mal körperlich dazu in der lage sein. im senegal hungern ca. 2 millionen menschen. wie sollen die sich selbst helfen? so von heute auf morgen? ohne regen?

Grundsätzlich richtig, aber
1. kann man Menschen in einer solchen Notsituation nicht verhungern lassen
2. ist es relativ schwierig sich selbst zu helfen wenn einem die Nahrung auf dem Feld vertrocknet oder man erst gar nichts anbauen kann weil man enteignet wurde.

soll

diese hilfe der bauer leisten? warum kann man nicht einmal eine gute tat eine gute tat sein lassen? im übrigen vertraue ich in diesen belangen der caritas.

gute sache. schade dass man diese leckeren erdäpfel vorher in flocken umwandeln musste. aber werden so sicher auch noch gut schmecken und vorallem ihren zweck erfüllen

Die Ware zu dehydrieren macht mehrfach Sinn: Gewicht, Haltbarkeit.

natürlich! aber diese erdäpfel sehen einfach so lecker aus. die möchte man einfach nicht zu flocken zerreiben.

aber natürlich, in anbetracht der umstände sicher sinnvoll.

ich nehme mal an das sind welche die von der letztjährigen ernte übriggeblieben sind und das foto hat nicht im entfernsten mit der ware zu tun
trotzdem eine noble geste des bauern

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