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Einmal kommt der Tag, an dem man sich eingestehen muss, da und dort altersbedingte Verfallserscheinungen aufzuweisen. Der Bauch ist nicht mehr so straff wie früher, das eine oder andere Speckröllchen schummelt sich am Hosenbund vorbei, die Spannkraft diverser Körperpartien hat im Laufe der Jahre nachgelassen. Trotzdem lechzt die Haut nach einem langen Winter nach Luft und Sonne, nach Wind und Wasser.
Schon schlimm genug, dass man ob der nicht mehr zu kaschierenden Alterserscheinungen halsbrecherische Verrenkungen vor dem Spiegel vollführt, um die Zuckerseite zu entdecken, kommen rechtzeitig zur Badesaison auch noch von allen Seiten Umfragen und Listen daher, die uns erklären wollen, was am Strand genehm ist und was nicht (-> siehe Artikel).
Wenn man all diesen Anforderungen nach aalglatter Haut, perfektem Outfit, makellosem Erscheinen und durchtrainiertem Äußeren Folge leisten will, ist frühestens Anfang Oktober ein einigermaßen akzeptables Auftreten möglich. Abgesehen davon sollte man sich wohl, dem Diktat der Perfektion folgend, ab einem bestimmten Alter oder einer gewissen Konfektionsgröße idealerweise in einen Sack wickeln, unter einem Strauch verstecken und möglichst nicht auffallen.
Viel lustiger, als im Eck versteckt zu schwitzen, ist doch, mit dem dicken Hintern, den man sich im Laufe der Jahre angeeignet hat, eine gigantische "A...bombe" zu machen und den Sommer zu genießen. (Mirjam Harmtodt, derStandard.at, 11.7.2012)
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