Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
New York - Die Rating-Agentur Fitch bewertet die Kreditwürdigkeit der USA nach einer Überprüfung weiterhin mit der Bestnote "AAA". Gleichzeitig jedoch erklärte die Agentur am Dienstag, dass dieses Gütesiegel mit einem negativen Ausblick versehen bleibt und signalisierte damit, dass eine Herabstufung droht. Zwar verfügten die USA über eine breit aufgestellte und wohlhabende Wirtschaft, erläuterte Fitch. Kopfschmerzen bereitet den Schuldenexperten jedoch, dass sich die Politiker in Washington nicht auf eine Strategie zur Reduzierung des Defizits einigen können.
Unsicherheiten bei Fiskalpolitik
Die Ratingagentur führte als Grund für die bleibenden Zweifel zudem Unsicherheiten in der Fiskalpolitik sowie die Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa an. Der Spielraum für Stimulus-Programme sei begrenzt. Die USA ächzen unter einem riesigen Schuldenberg, der in der vergangenen Wirtschaftskrise noch deutlich angeschwollen war.
Fitch hatte erstmals im November vergangenen Jahres damit gedroht, den USA ihr sogenanntes Triple-A abzuerkennen, nachdem sich der Kongress nicht über massive Einsparungen einigen konnte. Fitch gehe nicht davon aus, den negativen Ausblick vor Ende 2013 aufzuheben, erklärte die Agentur.
Bei der führenden Ratingagentur Standard & Poor's besitzen die Vereinigten Staaten schon seit beinahe einem Jahr nur noch die zweitbeste Note "AA+". Der Verlust des "AAA" hatte zu einem Aufschrei in der Politik geführt. Eine schlechtere Kreditwürdigkeit kann die Zinsen in die Höhe treiben, die ein Land für geliehenes Geld berappen muss. Die USA zahlen aber weiterhin nur Minizinsen. (APA/Reuters, 11.7.2012)
Die Gesellschaften Fannie Mae und Freddie Mac geben nach Erholung auf dem Häusermarkt Gewinne an den Fiskus ab
Für den tiefsten Stand der Arbeitslosigkeit seit Ende 2008 sorgten überraschend viele Neueinstellungen
Privater Konsum als Wachstumsstütze: Um ihren Konsum zu finanzieren, griffen die Amerikaner auf Erspartes zurück
Forschungsausgaben und Lizenzgebühren werden als Vermögenswerte miteinbezogen - das BIP steigt um drei Prozent
Die USA könnten ihre Budgetkrise jederzeit lösen, so Ökonom Franklin Allen. Der politische Wille für eine Lösung fehle
Die Amerikaner kauften wieder verstärkt Autos sowie andere langlebige Güter ein und gaben mehr für Dienstleistungen aus
Solange die Arbeitslosenqupte nicht fällt, will die US-Notenbank an ihrem geldpolitischen Kurs festhalten
Detroit, einst viertwichtigtste Stadt des Landes und heute pleite, kommt unter staatliche Finanzaufsicht
Na das würde ich auch machen bei einem Land das nach belieben Geld drucken kann und die Welt mit vorgehaltener Waffe "überzeugt" dieses auch abzukaufen!!
Wie kann so ein Land pleite gehen? Alles was Amerika tun muss ist Berge von Geld zu drucken und so die Krise auf die übrigen Länder der Welt abzuwälzen.
“Ich war dreieinhalb Jahre dort und verstehe es immer noch nicht”, sagte Jacob, ein "Insider" im Ratingagenturwesen in einem Interview. - Das sagt doch wohl einiges über die Sinnhaftigkeit von Rating Agenturen aus! Vielleicht geht zumindest jetzt einigen Leuten ein Lichtlein auf, wenn ein sogenannter "Insider" eröffnet, wie sinnlos und doch so voller Konsequenzen dieses Geschäft ist. Fakten gäbe es ja schon genug, um diese Agenturen endlich in die Schranken zu weisen...
da die offziell veröffentlichten statistiken, berechnungen und bewertungen immer absolut korrekt und nie zu hinterfragen sind, sollte man sich damit zufrieden geben. daher bitte auch diese quelle NICHT anklicken:
http://www.shadowstats.com/
mit offiziell 8% arbeitlsosigkeit, knapp 100% staatsverschuldung, ständig stigenden bip, dafür aber mit dem grössten weltweiten einfluss tief in die agenden der reststaaten des planeten: finanziell, strategisch, meinungsbildend (medien), u.a. historische rettungstaten mit den indianern im eigenen land, wwII europa, vietnam, korea, japan (nuklear), panama, grenada, bosnien, lybien, ägypten und künftig noch weitere in der achse des bösen ...
das rating ist daher völlig ok. ein akt der liebe!
In den USA begegnet die Regierung (mit ALLEN Mitgliedern) der Situation mit - sagen wir maaaaaaal - Optimismus (vulgo Herunterspielen). Es werden einfach die Gelddrucker angeworfen und gut is - fürs erste.
In der EU gibts halt sehr, sehr viele Koche - und die haben halt schon so manchen Brei verdorben. Die Grinse-Angie redet schon fast von der Apokalypse und der Schotter-Mietzi entfläuchen am laufenden Fand Meldungen, die besser drinnen geblieben wären.
Kurz um:
USA -> gute Miene / böses Spiel = AAA
EU -> gleiches Spiel + miese Stimmung = Ramschstatus
Banken rechnen nicht in Wurstsemmeln. Abschreiben zu müssen ist für die das absolut schlimmste - da nehmens lieber leicht entwertetes frisch gedrucktes Geld.
In Europa gibts aber die dauernden Streitereien darüber, ob Staatsfinanzierung durch die Notenbank eine Totsünde ist, oder nicht.
Letztendlich kommts nicht auf die Höhe der Schulden, sondern auf die Gläubiger und die Verzinsung an. Dass die Schulden irgendwann mal komplett zurück gezahlt werden, ist sowieso auszuschliessen - es wird einfach immer nur refinanziert.
Fitch weiß ich nicht, aber bei Moodys wurde Japan in den letzten 10 Jahren mehrmals runtergestuft. Zu Unrecht, weil wie gesagt, Verschuldung ist 100% im Yen, daher gibt es auch in Japan nur die theoretische Möglichkeit, daß sich die Politiker im täglichen Hickhack mal dazu hinreißen lassen, die Schuldenobergrenze nicht anzuheben.
Die Demographie in Japan wird übrigens dafür sorgen, daß die Verschuldung weiter steigen wird. 300, 400% des BIP sind locker drin, weil die Japaner sparen wie die Verrückten, die Steuern aber auch traditionell niedrig sind, also finanziert sich der Staat bald zur Hälfte über Anleihen. Technisch problemlos möglich. Die Verzinsung von JGBs ist auch seit ~10 Jahren kaum höher als 1%.
die Bonität beschreibt die Fähigkeit, seine Schulden bezahlen zu können. Die USA sind zu 100% im Dollar verschuldet und die FED kann Dollar selbst erzeugen. Der einzige Grund, warum die USA eine ihrer Staatsanleihen nicht in Dollar tauschen würden, wäre politischer Natur. Technisch gesehen können die USA nicht zahlungsunfähig werden. Japan, Australien, die Schweiz ... machen das ebenso.
Die Euro-Staaten dagegen haben keine eigene Währung, zumindest in der Praxis. Theoretisch könnte zwar auch die ÖNB Euro erzeugen, aber noch halten sich alle an die Regeln, daß die EZB die Geldmenge vorgibt. Und dadurch sind die Euro-Länder der Spekulation hilflos ausgeliefert und dementsprechend ist die Bonität niedriger.
Warum fordert die Politik nicht, dass die EZB, so wie die anderen großen Konkurrenzstaatsbanken als "lender of last resort" auftritt?
Bei die Konservativen und Lieberalen kann man dieses Politikversagen auf Ihr neoliberales Denken zurückführen. Aber auch die SP und Grünen fordern nur schaumgebremst Eurobonds.
Da ist etwas faul, nicht nur im Staate Dänemark, leider in der ganzen EU:((
Mit der EZB als "lender of last resort" würde es weder die Refinanizierungskrise von Staatsanleihen geben noch das Ratingproblem.
Das ist eine deutsche Eigenart. Seit den 20ern des letzten Jahrhunderts haben die Deutschen eine panische Angst vor Inflation (das darauf folgende brüningsche Deflationsdesaster habens verdrängt).
http://www.handelsblatt.com/politik/i... 75582.html
Die Deutschen betrachten das Thema leider sehr religiös.
Aber es ist auch ehrlicherweise leichter wenn 1 Zentralbank mit 1 Regierung was aushandelt, als mit zig verschiedenen die dazu noch unterschiedliche Strategien verfolgen.
Ein Bisschen komplizierter ist die Sachlage schon. Wenn die USA die Druckerpresse zu sehr anschmeißen, hätte das eine Inflation des $ zur Folge. In der Wechselwirkung würden €, GBP, CNY, JPY und Andere aufgewertet, was die Waagschalen am globalen Währungsmarkt ziehmlich neigen würde.
... durch internationale 'Rating'-Experten:
Ich nominiere:
- Simon Cowell
- Dieter Bohlen
- Bruce Darnell
- Heidi Klum
Griechenland - *bedeutsame Pause* - Ich habe heute leider kein Foto für dich!
Das wäre in etwa genauso ernst zu nehmen, aber viel unterhaltsamer - und Europa wäre wenigstens ein Bisschen vertreten.
in amerika muss man das anderherum betrachten - ein AAA ist ein sicheres zeichen, daß amerika demnächst pleite geht.....schließlich hatten alle, von den lehmans bis zu aig, von freddy mac bis fanny mey AAA bis zum tag ihrer pleite/bailouts/übernahme
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.