54 Bootsflüchtlinge aus Afrika auf Weg nach Italien gestorben

11. Juli 2012, 06:27

Die meisten sind laut UN verdurstet

Rom - 54 afrikanische Flüchtlinge sind nach UN-Angaben auf der Überfahrt in einem Schlauchboot von Libyen nach Italien ums Leben gekommen. Die meisten seien verdurstet, teilte das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) am Dienstag unter Berufung auf den einzigen Überlebenden mit. Die tunesische Küstenwache habe den Mann aus Eritrea gerettet. Er habe extrem dehydriert an den Resten des Schlauchboots geklammert im Meer getrieben. Ende Juni sei er nach eigenen Angaben zusammen mit 54 weiteren Menschen in Libyen aufgebrochen.

Kurz vor der Küste Italiens sei das Boot wegen starker Winde wieder aufs offene Meer hinausgetrieben worden, nach einigen Tagen sei Luft entwichen. Da nicht genügend Wasser an Bord gewesen sei, hätten einige Insassen Meerwasser getrunken, was ihren Durst noch verschlimmert hätte, berichtete der Überlebende UNHCR-Mitarbeitern.

Tausende Migranten kamen in den vergangenen Jahren beim Versuch ums Leben, von Nordafrika über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Nach Angaben des UNHCR starben in diesem Jahr bisher 170 Menschen, die sich von Libyen aus auf den Weg machten. Etwa 1.300 hätten Italien seit Anfang 2012 erreicht, 1.000 schafften es bis nach Malta. (APA/Reuters, 11.7.2012)

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16 Postings

frontex wird sich schon um die leute gekümmert haben .... dass sie nirgends in europa anlegen können!

Wer sind die Schuldigen an Flüchtlingsdramen?

Jetzt gibt es wieder Stimmen, die glauben, dass sich Flüchtlingsströme aus Afrika durch höhere Entwicklungshilfezahlungen verringern lassen. Ein Land mit einer schlechten Regierung kann keine Entwicklung durchlaufen, egal wie viel Zuwendung es erhält. Viele afrikanische Regierungen dienen eher einseitigen Interessen als dem Gemeinwohl. Wir verspielen das Vertrauen der afrikanischen Jugend weil wir Hilfe nicht von Bedingungen abhängig machen und von den Machthabern nicht verlangen, dass sie die Korruption merklich unter Kontrolle bringen, Rechtsstaatlichkeit nicht nur durch formale Gesetze fördern und die Talente im eigenen Land durch die Qualität der Bildung mehr fördern.
Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"

Für diese Rettung von Flüchtlingen aus Seenot wurde Italien vom EGMR verurteilt:
http://derstandard.at/132987017... lt-Italien
Aus Kostengründen bleibt die Küstenwache jetzt logischerweise lieber im Hafen.

jede Wette, dass die nicht einfach "nur" so gestorben sind

Die "Fernweh"-Werbung passt ja exzellent zu dem Thema.

Standard... ?

Das so etwas im Mittelmeer passiert ist für mich unverständlich

Da sind so viele Schiffe unterwegs, das wird mit Satelliten rund um die Uhr beobachtet. Kann mir das jemand der selbst mit Schifffahrt zu tun hat erklären?

Polizisten geben Acht/ ob ein Fischer Fehler macht (Sigi Maron)

und wer hilft, wird wahrscheinlich verhaftet. Mindestens.

das mittelmeer wird tatsächlich penibel überwacht - allerdings nicht um flüchtlinge zu retten, sondern um sie abzuwehren.

Siehe dazu: http://www.borderline-europe.de/

Sie sollten sich mal mit Ihren Vorstellungen von Relationen und Realität beschäftigen, die dürften nicht ganz jenen der Außenwelt entsprechen.
Verlassen Sie einmal die Welt des Fernsehens und des Computers.

Guter Mann die Leute sind verdurstet, die hatten Proviant mit

möglicherweise zu wenig aber bis 54 Menschen verdursten dauert es wenigstens eine Woche und in der Zeit ist man in europäischen Gewässern nicht in der Lage Schiffbrüchigen zu helfen? Das ist nicht der Atlantik oder Pazifik, das ist ein größerer See mit Salzwasser.

...das ist ein größerer See mit Salzwasser.

sie ahnungsloser wichtigtuer

Also Atlantik 106 Mio km^2, Pazifik 181 km^2 Mittelmeer 2,5 km^2

Entschuldigung beim Pazifik und dem Mittelmeer fehlen Mio

Guter Mann...

Gesunde Personen halten es ohne Frischwasser nur 4 bis max. 5 Tage aus.

Sie hatten Proviant mit und ein Gutteil dürfte Wasser gewesen sein.

Zeit ist Geld.,.

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