Aktivistengruppe meldet erneute Selbstanzündung in Tibet

    10. Juli 2012, 21:33
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    Chinesische Behörden nahmen offenbar Augenzeugen fest

    Peking - Aus Protest gegen die chinesische Tibet-Politik hat sich nach Angaben einer Aktivistengruppe erneut ein junger Tibeter in Brand gesetzt. Wie die in London ansässige Organisation Free Tibet am Dienstag mitteilte, war das Schicksal des 22-Jährigen nach der Selbstanzündung am Samstag in der Nähe der tibetischen Hauptstadt Lhasa unklar. Die chinesischen Behörden äußerten sich bisher nicht zu dem Fall. Laut Free Tibet wurden nach der Selbstanzündung die Sicherheitsvorkehrungen im Bezirk Damxung nahe Lhasa verschärft. Augenzeugen seien festgenommen und Kommunikationswege blockiert worden.

    Nach Angaben von Free Tibet handelte es sich um die 41. Selbstanzündung als symbolischer Protest gegen die chinesische Herrschaft. Der Dalai Lama will zu den Selbstverbrennungen von Tibetern nicht eindeutig Stellung beziehen. Ablehnende Äußerungen seinerseits könnten verletzend für die Familien derer sein, die sich für ihr Volk opferten. Sollte er sich aber positiv äußern, würde die Regierung in Peking ihn für die radikale Form des Protests verantwortlich machen, sagte der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, der indischen Zeitung "The Hindu" in einem am Montag veröffentlichten Interview. (APA, 10.7.2012)

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