Koalitionsabkommen in Serbien unterzeichnet

10. Juli 2012, 18:40

Beschleunigung der EU-Annäherung und Fortsetzung des Dialogs mit Pristina vereinbart

Belgrad - Die neue serbische Regierungskoalition ist gut zwei Monate nach den Parlamentswahlen fixiert. Die Chefs der Sozialistischen Partei (SPS), der Serbischen Fortschrittlichen Partei (SNS) und der Partei "Vereinigte Regionen Serbiens (URS), haben am Dienstagnachmittag ein aus neun Punkten bestehendes Koalitionsabkommen unterzeichnet. Serbien bekommt nach zwölf Jahren ein Regierungsbündnis, das praktisch während des Kosovo-Krieges Ende der 1990er Jahre bereits einmal an der Macht war.

Damals waren die heutigen Sozialisten noch vom Staatschef und späteren Haager Angeklagten Slobodan Milosevic angeführt worden, heutige SNS-Spitzenfunktionäre hatten der ultranationalistischen Serbischen Radikalen Partei (SRS) angehört, deren Chef Vojislav Seselj sich vor dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im einstigen Jugoslawien (ICTY) zu verantworten hat.

"Maximale Anstrengung", um in EU aufgenommen zu werden

Die SPS und die SNS sowie ihr Partner URS wollen nun einen ganz anderen Kurs einschlagen. Im Koalitionsabkommen setzten sich die drei Parteien für die Beschleunigung des EU-Annäherungsprozesses ein und versprachen "maximale Anstrengungen", um einen Termin für die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit der Europäischen Union zu erhalten. Serbien werde die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennen, hieß es im Parteienabkommen unter Hinweis darauf, dass es gelte, alle bisher im Dialog mit Pristina erzielten Vereinbarungen umzusetzen und den Dialog "auf politischer Ebene unter Teilnahme höchster Staatsfunktionäre" fortzusetzen.

Die vom designierten Ministerpräsidenten Ivica Dacic (SPS) geleitete Regierung will sich für eine weitere Förderung der Beziehungen mit den Nachbarstaaten einsetzen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) soll fortgesetzt werden, wenngleich sich Dacic im Wahlkampf dagegen ausgesprochen hatte. Ein im Vorjahr mit dem IWF geschlossenes Kreditabkommen wurde Anfang des Jahres wegen zu hoher Ausgaben der serbischen Regierung vorübergehend eingefroren. Die von Experten angesichts der schwierigen Wirtschaftslage empfohlene Einfrierung von Pensionen und Einkommen soll es entsprechend dem Koalitionsabkommen allerdings nicht geben. Wie früher angekündigt, dürfte die neue Regierung nun in etwa zwei Wochen gebildet sein. (APA, 10.7.2012)

Promene

Die unterzeichnete Vereinbarung ist eine gute Basis für Veränderungen in Serbien!

Maximal..

Was sie Maximal tun werden ist klar! Das Maximale um Serbien zu schaden und dem Kosovo sinnlos Steine in den Weg legen!

Serbien wird mit dieser Regierung zurück in die 90iger Jahre kommen! Ivica Dacic ist der kleine Slobodan Milosevic ! Die Schlimmsten leute sind nun an der Macht !

Ist nur eine frage der Zeit wann es wieder zu einem neuen Debakel für Serbien kommt!
Die EU und die Welt fallen immer wieder auf die Serbische-Politik herein. Es ist ganz klar zu sehen das die Mehrheit des Serbischen Volkes, die nun man die Regierung gewählt hat, nicht pro-westlich gestimmt sind!

Diese Leute wollen eine Nationalistische Regierung, die die richtigen Probleme des Landes mit der falschen Kosovo Politik überdecken wollen!

Demokratie

Dieser Kommentar war wieder in diesem Jahr 90!
Nedati Liebe und was ist sein, dass Name Berufung ist lächerlich!
Eine solche Demokratie sollte nicht jemand sein!

eine Farce

ein kalter Schauer fährt mir den Rücken runter wenn ich nur daran denke: eine Farce ist diese Regierung, eine Farce ist dieser Präsident, Wendehälse,Kriegsverbrecher, "ex"-Nationalisten--> heute proeuropäische Vorzeigedemokraten..kein eigenes Programm, keine eigene Ideen, ausser Bashing von Tadic DS&Co nix dahinter...die weitere Vorgehensweise ist an den Prozessen und Erfolgen der ach so schlechten Vorgängerregierung anzuknüpfen...hoffentlich ruinieren diese Clowns nichts in den nächsten 5 Jahren..wenns deppert werden wirds wieder einen "Oktober 2000" geben..

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.