Transparency rügt Banken und Versicherer

10. Juli 2012, 17:57
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Berlin - Schlechte Zensuren verteilten die Korruptionsbekämpfer von Transparency International (TI) an Banken und Versicherungen. Obwohl undurchsichtige Strukturen zur jüngsten Finanzkrise beigetragen hätten, gebe es noch große Defizite, ergab ein am Dienstag in Berlin von der Organisation veröffentlichter Vergleich der 105 größten Konzerne der Welt. Dabei kamen die 24 untersuchten Banken und Versicherungen im Schnitt nur auf 4,2 der 10 möglichen Transparenzpunkte.

Der Gewinner des Rankings, der norwegische Ölkonzern Statoil, holte hingegen 8,3 Punkte. Statoil veröffentliche wichtige Informationen über seine Antikorruptionsprogramme sowie Steuerzahlungen und Gewinne. Schlusslicht des Rankings sind zwei Banken aus China. Platz 2 und 3 belegen sind die britisch-australischen Rohstoffkonzerne Rio Tinto und BHP Billiton, vor dem im Luxemburg registrierten weltgrößten Stahlunternehmen Stahlkonzern ArcelorMittal. Auf Platz 5 folgt der britische Öl- und Gaskonzern BG Group, Nr. 6 ist die ebenfalls britische Großbank HSBC Holdings.

Als bestes deutsches Unternehmen rangiert der Chemiekonzern BASF auf Platz sieben, vor France Telecom und BP. Allianz erreichte trotz genereller Kritik an Versicherern Rang 10. Verbesserungsbedarf bei Antikorruptionsmaßnahmen ortet Transparency auch bei Novartis (Rang 12), Roche (31), Nestlé (34) und Credit Suisse (44) bewertet. Betriebe aus Österreich wurden nicht geprüft. (AFP, sda, DER STANDARD, 11.7.2012)

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