Auktion verhindert: Indien erwarb kostbares Gandhi-Archiv

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foto: reuters/sothebys

New Delhi - Die indische Regierung hat eine Sammlung von Briefen, Unterlagen und Fotos von Mahatma Gandhi vor dem potenziellen Verschwinden in eine private Sammlung bewahrt. Für umgerechnet etwa 900.000 Euro erwarb sie die wertvollen Dokumente und verhinderte damit deren Versteigerung. Das Archiv, das ursprünglich Gandhis Vertrautem, dem deutsch-jüdischen Architekten Hermann Kallenbach, gehörte, sollte ursprünglich am Dienstag im  Auktionshaus Sotheby's in London unter den Hammer kommen. Das indische Kulturministerium kündigte an, es werde die Sammlung nach Indien holen und im Nationalarchiv unterbringen.

Die Dokumente waren von einem indischen Historiker im Haus einer Großnichte von Kallenbach gefunden worden. Laut Medienberichten hatte die indische Regierung versucht, die Sammlung direkt von Kallenbachs Erben zu kaufen. In der Vergangenheit hatte sich Indien bitter über die Privatversteigerungen von Gandhi-Memorabilien beschwert, weil dies die Erinnerung an einen Mann beschädige, der materiellen Reichtum stets abgelehnt hatte.

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Der wahre Grund ist natürlich dass Gandhi darin seine Beziehung zu Kallenbach beschreibt - und das ist in Indien nichts was man öffentlich diskutiert haben will. Aber die Zitate in den Briefen Gandhis an Kallenbach sprechen für sich.

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