München retourniert Bruegel-Replik an Wiener Kaufmanns-Erben

10. Juli 2012, 16:21
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"Blumenstrauß in einer Tonvase" war Julius Kien enteignet worden

München - Eine Replik des Gemäldes "Blumenstrauß in einer Tonvase" aus der Werkstatt des holländischen Künstlers Jan Bruegel d. Ä. gehörte dem jüdischen Kaufmann Julius Kien aus Wien, Nationalsozialisten hatten es im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gaben das  aus dem 17. Jahrhundert nun 70 Jahre nach der Enteignung am Dienstag in München an die sechs Erben zurück.

Im Vorfeld der geplanten Bruegel-Ausstellung in der Alten Pinakothek war das Bild, das sich seit 1992 im Besitz der Staatsgemäldesammlungen befindet, näher untersucht worden. Die Provenienzforschung der Sammlungen fand heraus, dass das Werk aus der Barockzeit ursprünglich aus dem Besitz des Wiener Kaufmanns Kien stammte, zwei kleine Aufkleber auf der Rückseite des Bildes lieferten den Beweis. 

Eine australische Kien-Enkelin nahm das Werk in der Neuen Pinakothek in Empfang. Das Gemälde werde nun verkauft, wurde mitgeteilt. (APA, 10.7.2012)

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