Arbeitsagentur sieht IT-Expertenmangel

10. Juli 2012, 15:20
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Aber Expertenmangel in Informatik, IT-Anwendungsberatung sowie Software-Entwicklung und Programmierung

Der Fachkräftemangel in Deutschland in bestimmten Berufen hat sich in den vergangenen sechs Monaten nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) ausgeweitet. Bei Maschinen- und Fahrzeugbau-Ingenieuren, Elektro-Ingenieuren und IT-Experten sowie in der Gesundheits- und Pflegebranche habe sich die Mangelsituation seit Dezember verstärkt, heißt es in einer am Dienstag Reuters vorliegenden BA-Analyse der "Fachkräfteengpässe in Deutschland". Darin heißt es, es zeige sich "aktuell kein flächendeckender Fachkräftemangel". Es gebe jedoch Engpässe in einzelnen Berufsgruppen und Regionen.

Expertenmangel

Die Liste der Mangelberufe wurde um hoch qualifizierte Experten in der IT-Anwendungsberatung ergänzt und damit noch länger. "Unter den IT-Fachleuten zeigt sich kein genereller Fachkräftemangel", schreibt die Behörde. In der Informatik, der IT-Anwendungsberatung sowie der Software-Entwicklung und Programmierung geben es aber einen Expertenmangel.

Auch in den Tätigkeitsfeldern von Maschinen- und Fahrzeugbau-Ingenieuren sowie Elektro-Ingenieuren herrsche ein "Fachkräftemangel an hoch qualifizierten Experten". Bei diesen Ingenieuren gebe es aber noch Reserven in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wo die Arbeitslosenzahl die Stellenzahl noch deutlich übersteige. Auch die gestiegenen Zahl der Studenten könnten laut BA mittelfristig zur "Entspannung der Engpass-Situationen beitragen".

Gesundheits- und Pflegeberufe stark betroffen

Am stärksten betroffen sind Gesundheits- und Pflegeberufe. Bei ihnen "kann von einem flächendeckenden Fachkräftemangel auf allen Qualifikationsebenen ausgegangen werden", heißt es in der BA-Analyse. "Betroffen sind die Humanmediziner (ohne Zahnärzte), die Berufsgruppe der Gesundheits- und Krankenpflegefachkräfte sowie die Altenpflegefachkräfte." Bei Ärzten etwa könnten offene Stellen im Schnitt 173 Tage nicht besetzt werden, bei Pflegefachkräften blieben Stellen 109 Tage offen, bei Altenpflegern sogar 115 Tage. Auf 100 gemeldete Stellen für Altenpfleger kämen noch 38 Arbeitslose in diesem Bereich. (APA, Reuters, 10.7.2012)

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