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vergrößern 600x400Carmen im Naturambiente von St. Margarethen: Elisabeth Jansson.
Was die Osterfestspiele konnten und auch die Salzburger Festspiele bald können werden - das vermögen auch die Opernfestspiele in St. Margarethen. Auch sie präsentieren George Bizets Carmen. Was Salzburg allerdings nicht kann, wenn es den Blockbuster des 19. Jahrhunderts gibt, ist, Naturcharme zu entfalten. St. Margarethen hingegen verfügt mit seiner Freiluftbühne und jenem imposanten, sie umschließenden Steinbruch über ein Ambiente, das unmittelbare Wirkung garantiert.
Natürlich verlässt man sich hier nicht nur auf die Inszenierungskünste der Natur. "Wir überraschen heuer mit eindrucksvollen Lichteffekten und optischen Illusionen, wie man sie hier bisher noch nicht erlebt hat," hat Intendant Wolfgang Werner vor einiger Zeit versprochen. Zudem wird es eine Choreografie mit Flamenco-Einlagen geben, schillernde Kostüme und eine in den Steinbruch gebaute Stierkampfarena. Grundsätzliches: Regisseur Robert Herzl zieht die Handlung der Oper in die Zeit des Spanischen Bürgerkriegs, in der Carmen durchaus schon emanzipiert sein darf.
Carmen? Da wird mehr als nur eine zu sehen sein - natürlich nicht bei ein und derselben Vorstellung. Im Laufe der Festspiele wechseln einander Tiziana Carraro, Ramona Zaharia und Elisabeth Jansson ab. Dirigent des Ganzen ist Alfred Eschwe, das Bühnenbild stammt von Manfred Waba.
Die Premiere findet heute allerdings ohne die eröffnenden Worte von Intendant Wolfgang Werner statt. Er liegt nach einer Lungenembolie im Spital, und ist zwar am besten Wege zur Genesung, es wird allerdings noch dauern. Die Begrüßung der Premierengäste übernehmen somit Sigi Bergmann und Peter Elstner. (tos, DER STANDARD, 11.7.2012)
Opernfestspiele St. Margarethen, 11. Juli bis 26. August, Römersteinbruch St. Margarethen, Festspielbüro: 02680/42042
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