Polit-Band Chumbawamba löst sich auf

10. Juli 2012, 15:04
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Man könne den eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden - Reunion in anderer Form nicht völlig ausgeschlossen

London - 30 Jahre nach ihrer Gründung löst sich die britische Band Chumbawamba, die 1997 mit "Tubthumping" einen Welthit landete, auf. Man sei an einem Punkt angelangt, an dem man den ursprünglichen Zielen, die über die Routine des Schreibens, Aufnehmens und Aufführens von Songs hinausgingen, nicht mehr gerecht werde, erklärt das Musikerkollektiv auf seiner Website

In ihrem Statement behält sich die Band vor, als etwas völlig Neues außerhalb der üblichen Album-Tour-Konventionen wieder aufzutauchen: "Aber offen gesagt, es ist nicht sehr wahrscheinlich." Es habe entlang des Weges Streitereien, Enttäuschungen und Erschöpfung, aber auch Wohlwollen, Großzügigkeit, guten Humor und Liebe gegeben: "And now it's time to clear up the mess and move on."

Anarcho-Punk

Die 1982 gegründete, von Punk und Rock ebenso wie von Pop und Folk beeinflusste Band war von Anfang an für ihren politischen Aktivismus und dadaistische Einlagen bekannt. Die erste, 1986 erschienene Chumbawamba-LP "Pictures of Starving Children Sell Records" verstand sich als Kritik an Bob Geldofs "Live Aid".

Nebst dem Charts-Erfolg mit "Tubthumping" konnte die Band mit Songs wie "Amnesia", "Enough Is Enough", "Timebomb", "Top of the World (Ole, Ole, Ole)" und "Add Me" weitere Hits verbuchen. (red, derStandard.at, 10.7.2012)

  • Chumbawamba bei einem Auftritt im Jahr 2004.
    foto: wiki commons

    Chumbawamba bei einem Auftritt im Jahr 2004.

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