Internet-Betrug in Niederösterreich und Wien geklärt

10. Juli 2012, 13:24
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Haupttäter klickte auf 81 Bestellungen - Waren im Gesamtwert von 58.500 Euro

Die Polizei hat jetzt einen Fall von Internetbetrug in Niederösterreich und Wien geklärt. Das teilte die NÖ Sicherheitsdirektion am Dienstag zum Abschluss der Ermittlungen mit. Nach der Anzeige eines Geschäftsführers eines Onlineshops in St. Pölten im Dezember 2011 wurden drei Verdächtige ausgeforscht. Dem mutmaßlichen Haupttäter wurden 81 mit Hilfe von fremden Kreditkartendaten getätigte Bestellungen bei 21 Firmen mit einer Gesamtschadenssumme von rund 58.000 Euro nachgewiesen. 

Im Dezember wurde Hauptverdächtiger gefasst

Die bei den Online-Bestellungen verwendeten Adressen ergaben, dass die angegebenen Personen an den genannten Wiener Zustelladressen nicht wohnten. An zwei der Adressen wurden schließlich eine 26-jährige und ein 32-Jähriger vorläufig festgenommen. In der Folge gelang es, einen 32-jährigen Hauptverdächtigen auszuforschen. Er wurde am 14. Dezember 2011 in Wien festgenommen. 

Kreditkartendaten aus den USA

Eine Vielzahl an neuwertigen Waren - Laptops, Parfüms, Spielkonsolen, Mobiletelefone und hochpreisige Spirituosen - sowie 3.900 Euro Bargeld wurden sichergestellt. Die Waren hatte der Beschuldigte bei diversen Onlineshops in Österreich, Deutschland und Schweden bestellt und mit illegal aus dem Internet erlangten Kreditkartendaten aus den USA bezahlt. 

Großteil wurde weiterverkauft

Der Laptop, den der Verdächtige für die Online-Bestellungen benutzte, wurde ebenfalls sichergestellt. Der Verdächtige verwendete verschiedene Bestellnamen und verkaufte das erbeutete Gut anschließend zum Großteil an bisher nicht bekannte Abnehmer weiter, um damit seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Zum Weiterverkauf zeigte er sich nicht geständig.

Seine mutmaßlichen Komplizen legten ebenfalls Teilgeständnisse ab. Der 32-Jährige ist in der Justizanstalt St. Pölten in U-Haft, die beiden anderen wurden angezeigt. Die beschlagnahmten Waren wurden den Geschädigten zurückgegeben. (APA, 10.7.2012)

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