Deutsche Langzeit­arbeitslose als Erzieher

Die Bundesagentur für Arbeit will 5.000 Arbeitslose gewinnen, aber Hartz-IV-Bezieher zwangsrekrutieren

Düsseldorf - Die deutsche Bundesagentur für Arbeit (BA) will 5.000 Langzeitarbeitslose zu Erziehern ausbilden. "Unter den Langzeitarbeitslosen haben wir etwa 800.000 Menschen, die zumindest die schulischen Voraussetzungen dafür erfüllen. Durch intensive Beratung können wir vielleicht rund 5.000 Arbeitslose für den Beruf der Erzieherin oder des Erziehers gewinnen", sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vom Dienstag.

Eine Zwangsrekrutierung der Hartz-IV-Empfänger zur Arbeit mit Kindern soll es aber nicht geben. "Für einen solchen Beruf sollte man sich nicht nach Aktenlage entscheiden", sagte Alt. Interessenten sollten auch zunächst in einer Kita ein Praktikum machen, um herauszufinden, ob Erzieher auch der richtige Beruf für sie sei. "Die öffentliche Debatte über den Mangel an Kita-Personal hat bei uns schon zu erhöhter Nachfrage und zu erhöhtem Beratungsbedarf geführt", sagte Alt. (APA, 10.7.2012)

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