Toter im Wienerwald - Polizei erst am Anfang der Ermittlungen

10. Juli 2012, 11:28
9 Postings

Hoffnung auf Spurenauswertung im Wagen des Mordopfers - Untersuchungen im Umfeld des ermordeten Autohändlers

Wien- Nach dem Fund eines zerstückelten Wiener Gebrauchtwagenhändlers am Wienerwaldsee steht die Polizei in ihren Ermittlungen erst am Anfang. Hoffnung setzen die Ermittler - mittlerweile ist die Gruppe Hoffmann des Wiener Landeskriminalamtes federführend - auf die Spurenauswertung des Wagen des Ermordeten. Am Montagabend entdeckten die Ermittler nach einem gegen 19.00 Uhr eingegangenen Hinweis den schwarzen Mercedes E 220 CDI des 55-jährigen Autohändlers. Erste Ergebnisse dazu erhofften sich die Ermittler für Mittwoch.

Der Tote war am Samstagnachmittag beim Wienerwaldsee bei Tullnerbach (Wien-Umgebung) gefunden worden. Die Obduktion der stark verwesten Leichenteile ergab, dass der Tote erschlagen und halbiert worden war. Nachdem klar geworden war, dass es sich um einen seit 2. Juli abgängigen Autohändler handelte, gingen die Ermittlungen schnell in Richtung Entführung. Der 55-Jährige wurde zuletzt an jenem Tag lebend gesehen.

Unbekannter forderte 50.000 Euro für Freilassung

Der Sohn sagte aus, am Mittwoch von einem Unbekannten angerufen worden zu sein. Der Mann am anderen Ende der Leitung behauptete, den 55-Jährigen in seiner Gewalt zu haben. Er forderte 50.000 Euro für die Freilassung. Es kam aber zu keinem weiteren Kontakt mit dem Entführer.

In ihren Ermittlungen steht die Polizei noch ziemlich am Anfang, setzt zunächst aber auf Nachforschungen im engeren Umfeld des Getöteten. Aber: "Es ist noch alles offen", sagte Polizeisprecherin Regina Steyrer. Das Opfer war bisher nicht polizeibekannt. Es lebte mit seiner Familie in der Taborstraße in der Leopoldstadt. Den Autohandel betrieb der Getötete - entgegen anderer Informationen - nicht in der Brigittenau, sondern in Döbling. Dementsprechend hatte sein Unternehmen auch nichts mit einem an der ursprünglich vermuteten Adresse des Geschäfts firmierenden Bordellbetrieb zu tun. Eine Rotlichtfehde als Hintergrund scheidet somit höchstwahrscheinlich aus. (APA/red, 10.7.2012)

Share if you care.