Börse Frankfurt schließt im Plus

10. Juli 2012, 18:38
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Positive Konjunkturdaten

Frankfurt - Nach mehreren Verlusttagen in Folge hat der DAX am Dienstag wieder Gewinne verzeichnet. Nach einem schwachen Start in den Handelstag schoss der Leitindex am Vormittag nach oben und schloss nach einigen Schwankungen am Nachmittag mit plus 0,79 Prozent bei 6.438,33 Punkten. Der MDAX legte um 1,36 Prozent auf 10.565,23 Punkte zu, und der TecDAX kletterte um 0,96 Prozent auf 760,16 Punkte.

Angesichts globaler Konjunktursorgen und der europäischen Schuldenkrise hätten sich viele Anleger zunächst nicht aus der Deckung gewagt, sagte Marktanalyst Gregor Kuhn von IG Markets. Nach überraschend positiv ausgefallenen Industrieproduktionsdaten aus Europa, mit Ausnahme Frankreichs, hätten die Investoren allerdings wieder Mut gefasst und seien in den Markt zurückgekehrt. Analysten begründeten die positive Trendwende auch mit markttechnischen Faktoren.

Linde lagen nach der Kapitalerhöhung 0,87 Prozent im Minus und waren damit einer von nur drei DAX-Verlierern. Der Gase-Konzern will mit der Erhöhung des Grundkapitals die Übernahme von Lincare teilweise finanzieren. Der Erlös der Kapitalerhöhung um rund 7,5 Prozent liege bei etwa 1,4 Milliarden Euro, teilte der Konzern mit und bestätigte damit Marktinformationen. Institutionelle Anleger hatten für gut 12,8 Millionen neue Aktien einen Stückpreis von 109 Euro bezahlt.

Aktien von Infineon zählten mit plus 2,47 Prozent auf 5,276 Euro zu den stärksten DAX-Werten. Laut Händlern stützte der Einstieg von Intel bei der niederländischen ASML. Kaum belastet haben Aussagen von Advanced Micro Devices (AMD) vom Vortag. Der zweitgrößte Prozessorhersteller der Welt hatte wegen der Marktschwäche in China und Europa einen unerwarteten Umsatzrückgang im zweiten Quartal vermeldet. Bei den Papieren der Deutschen Post machten Börsianer ebenfalls Charttechnik für das Kursplus von mehr 1,71 Prozent verantwortlich. Am meisten gewannen ThyssenKrupp mit 3,95 Prozent. Ein Händler führte eine Hochstufung der Papiere auf "Outperform" durch die australische Investmentbank Macquarie als Grund an.

Im TecDAX verteuerten sich Evotec-Aktien um mehr als 18 Prozent, nachdem das Biotech-Unternehmen mitgeteilt hatte, mit dem zu Johnson & Johnson gehörenden Pharmaunternehmen Janssen Pharmaceuticals eine strategische Allianz in der Diabetesforschung einzugehen. Die Vereinbarung löse eine Vorabzahlung von acht Millionen US-Dollar für das deutsche Unternehmen aus. (APA 10.7.2012)

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