Migration soll Arbeitskräftemangel lösen

10. Juli 2012, 09:34
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In acht Jahren werden laut Sozialminister 170.000 Arbeitnehmer fehlen, Österreich solle daher die Zuwanderung aktiv gestalten

Wien - Derzeit ist Arbeitslosigkeit noch das große Thema am Arbeitsmarkt, in naher Zukunft könnte sich das aber ändern, warnt Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ). "Wir werden in den nächsten acht Jahren 170.000 Arbeitnehmer weniger haben, weil wir ganz einfach schrumpfen" sagte er am Dienstag im "ORF-Morgenjournal". Das lasse sich aus den Geburtenzahlen ableiten: "Es kommt keine Jugend nach".

Einen Teil der auftretenden Lücke bei den künftigen Arbeitnehmern könne man zwar mit mehr Qualifikation für Junge und einer höheren Erwerbsquote von Frauen auffangen. Auch müssten Menschen über 60 länger arbeiten. Das werde aber nicht reichen. "Wenn wir unsere Gesamtwirtschaftsleistung aufrecht erhalten wollen, brauchen wir Migration", sagte er. Daran führe kein Weg vorbei. Österreich wäre gut beraten, die Zuwanderung aktiv und positiv zu gestalten. Zusätzliche Möglichkeiten für Zuwanderung fordert er aber nicht, es sollten nur die bestehenden Wege auch gelebt werden. (APA, 10.7.2012)

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    Eine höhere Erwerbsquote für Frauen sei ein Teil der Lösung.

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    Sozialminister Rudolf Hundstorfer sieht in der Migration die Lösung des Arbeitskräftemangels.

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