Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend im Minus

10. Juli 2012, 12:07
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Konjunkturdaten aus China belasten

Wien - Belastet von enttäuschenden Handelsbilanzdaten aus China gingen die Leitbörsen in Fernost am Dienstag überwiegend tiefer aus dem Handel. Der Nikkei-225 Index in Tokio sank um 39,15 Zähler oder 0,44 Prozent auf 8.857,73 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong ermäßigte sich um 31,73 Zähler (minus 0,16 Prozent) auf 19.396,36 Einheiten und der Shanghai Composite fiel um 6,37 Punkte oder 0,29 Prozent auf 2.164,44 Punkte.

Der All Ordinaries Index in Sydney schloss um 21,9 Zähler oder 0,53 Prozent tiefer bei 4.137,90 Einheiten. Gegen den Trend konnte die Börse in Singapur zulegen. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.964,62 Zählern und einem Plus von 35,54 Punkten oder 1,21 Prozent.

Die chinesischen Importe haben sich im Juni unerwartet stark verlangsamt. Der Zuwachs bremste sich mit geringerer Nachfrage in China auf nur noch 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab. Im Mai legten die Importe noch um 12,7 Prozent zu. Auch das Exportwachstum entwickelte sich deutlich schwächer als noch im Mai. Die Ausfuhren nahmen nur noch um 11,3 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres zu. Im Vormonat waren die Exporte noch um 15,3 Prozent gewachsen. Ursache für den Rückgang ist vor allem die schwächere Nachfrage in der schuldengeplagten Europäischen Union, dem größten Handelspartner Chinas.

Vor diesem Hintergrund ging es für einige konjunktursensible Rohstoffwerte nach unten. So fielen in Hongkong etwa die Papiere des zweitgrößten chinesischen Kohleunternehmens China Coal Energy um 2,43 Prozent und Aluminum Corp of China sackten um 1,54 Prozent ab. Ein ähnliches Bild zeigte sich in Sydney, wo die Titel des Goldförderers Newcrest Mining um kräftige 3,50 Prozent nachgaben. Die Aktien der Bergbauriesen BHP Billiton und Rio Tinto verbilligten sich um 1,08 Prozent bzw. 0,79 Prozent.

In Tokio belastete zudem der starke Yen einige Exportwerte. So gaben etwa Sharp um 4,23 Prozent auf 362,00 Yen nach und Sony büßten 2,52 Prozent auf 3.095,00 Yen ein. Noch deutlicher abgeschlagen schlossen die Papiere des Elektronikkonzerns Nikon, die sich an der Sohle des Nikkei-225 um 7,01 Prozent auf 2.336,00 Yen verbilligten. Börsianer verwiesen auf den angekündigten Einstieg des US-Chipriesen Intel am Nikon-Konkurrenten ASML als Belastungsfaktor. Intel ist mit einem Umsatzanteil von über vier Prozent der zweitgrößte Kunde von Nikon. (APA, 10.7.2012)

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