US-Ölpreis fester

11. Juli 2012, 14:05
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Goldpreis mit Abschlägen

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag fester gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 85,20 Dollar und damit 1,54 Prozent mehr als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 99,09 Dollar gehandelt und damit um gut ein Prozent höher als zuletzt.

Damit können sich die Ölnotierungen wieder etwas von den Vortageverlusten erholen, nachdem das American Petroleum Institute einen Rückgang der US-Ölvorräte berichtet hatte. Für einen weiteren Preisanstieg besteht nach Meinung der Commerzbank-Analysten jedoch kein Anlass. Die US-Energiebehörde EIA hat ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage in diesem und im nächsten Jahr gesenkt.

Eine schwächer als erwartete Nachfrage und ein steigendes Angebot sprechen für einen weiterhin reichlich versorgten Ölmarkt. Der Druck auf die OPEC, die Überproduktion zu reduzieren, dürfte damit zunehmen, so die Commerzbank in einer aktuellen Studie.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.576,50 Dollar und damit etwas tiefer zum Dienstagvormittags-Fixing von 1.594,50 Dollar. Gold und auch die anderen Edelmetalle kamen bereits am Dienstagnachmittag deutlich unter Druck, nachdem klar geworden war, dass sich das deutsche Bundesverfassungsgericht für die inhaltliche Prüfung der Eilanträge gegen ESM und Fiskalpakt mehr Zeit nimmt.

Sollte es keine Zwischenlösung mit vorläufiger Zustimmung geben, könnte der deutsche Bundespräsident das Gesetz nicht unterschreiben und der ESM nicht in Kraft treten, so die Commerzbank-Analysten weiter. Dies würde dem US-Dollar weiteren Auftrieb geben und Gold belasten. (APA, 11.7.2012)

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