Strafverfahren gegen "Weltwoche" wegen Roma-Bildes eingestellt

9. Juli 2012, 19:03
  • Das heftig kritisierte Cover der Schweizer "Weltwoche". Das Bild des Fotografen Livio Mancini entstand im kosovarischen Gjakova - nicht in der Schweiz.
    foto: screenshot

    Das heftig kritisierte Cover der Schweizer "Weltwoche". Das Bild des Fotografen Livio Mancini entstand im kosovarischen Gjakova - nicht in der Schweiz.

Staatsanwaltschaft: Bild setzt nicht Roma als Volk herab, sondern thematisiert Missbrauch von Kindern durch Roma-Clans

Zürich - Das Strafverfahren gegen die "Weltwoche" wegen eines umstrittenen Titelbilds ist eingestellt worden. Die Wochenzeitung hatte Anfang April einen Roma-Buben gezeigt, der mit einer Pistole auf den Betrachter zielt. Das Bild zur Schlagzeile "Die Roma kommen: Raubzüge durch die Schweiz" illustrierte einen Bericht über Roma-Kriminalität.

"Das Titelbild zusammen mit dem Inhalt des Artikels setzt die Roma nicht als Volk herab", sagte die Sprecherin der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft, Corinne Bouvard, am Montagabend in der Sendung von Radio DRS. Thematisiert werde damit lediglich der Missbrauch der Kinder durch die Roma-Clans.

Spielplatz Mülldeponie

Das Bild war ursprünglich in einem ganz anderen Zusammenhang aufgenommen worden, wie sich später herausgestellt hatte. Der italienische Fotograf Livio Mancini hatte es 2008 auf einer Mülldeponie am Rande der kosovarischen Stadt Gjakova aufgenommen, wo Roma-Kinder mit ihren Familien leben und die giftige Abfallhalde als Spielplatz nutzen. Die Pistole war eine Spielzeugwaffe.

Mehrere Anzeigen wurden nach der Veröffentlichung der von Kritikern als rassistisch eingestuften Illustration eingereicht, darunter eine durch den österreichischen Journalisten Klaus Kamolz. Daraufhin leitete die Zürcher Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung ein, um abzuklären, ob die "Weltwoche" mit dem Titelbild gegen die Antirassismus-Strafnorm verstoße.

Köppel: "Journalistisch präzise" Illustration

"Weltwoche"-Chefredakteur und -Herausgeber Roger Köppel verwahrte sich entschieden gegen den Vorwurf des Rassismus. Es müsse erlaubt sein, über problematische Entwicklungen zu recherchieren und zu berichten. Der Bericht als solcher sei von keiner Seite beanstandet worden - und das dokumentarische Titelbild illustriere und symbolisiere ihn "journalistisch präzis": Es zeige Verwahrlosung, kombiniert mit dem Missbrauch von Kindern für kriminelle Machenschaften. (APA, 9.7.2012)

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ich finde nicht ok wen der standard das wort zigeu...
durch lest weil total Rassistisch ist!!
Bitte alle rechte "sozial experte" die zu oft in standard kommetieren ohne jegers einer konpetenz zu habe, das buch Die Hundeesser von Svinia von Karl-Markus Gauß zu lesen.
Die inkteleutuel sowohn auch die finaziele armut mach der mensche efinderisch und oft kriminelle und dass ist für alle gultig.
ist Zu einfach zu reden wen man die bauch voll hat und wen papa staat für alle sorgt.
Ich finde nicht ok das der standard noch mal das Bild,kind und pistole, verhofentlich hat.

Das Beispiel der „Weltwoche“ mit Zampano Roger Köppel verdeutlicht die Ähnichkeiten zwischen neoliberalen Spießern mit einem Rückgrat wie ein Gartenschlauch einerseits, und klassischen Rassisten andererseits.

Charakterschweinchen aller Länder vereinigt euch!

Das is mal ein Kommentar- herzlichen Dank. Treffender kann mans kaum formulieren.

Hatte erst wenig Kontakt zu Zigeunern,

der aber gereicht hat um zu erkennen, was Landstrichen blüht, in denen sie gehäuft auftreten. Kann mir gut vorstellen, dass den Leuten dort der Geduldsfaden reißt.

ja so ein gefühl kann sich, leider, bei manchen volksgruppen einstellen. bei den österreichern zum beispiel...

Hatte erst wenig Kontakt zu Menschen,
der aber gereicht hat um zu erkennen, was Landstrichen blüht, in denen sie gehäuft auftreten. Kann mir gut vorstellen, dass den Leuten dort der Geduldsfaden reißt.

Hatte erst wenig Kontakt zu Nazis,

der aber gereicht hat um zu erkennen, was Landstrichen blüht, in denen sie gehäuft auftreten. Kann mir gut vorstellen, dass den Leuten dort der Geduldsfaden reißt.

Hatte eigentlich zu viel Kontakt zu Linken

der hat mich erkennen lassen, dass es sich dabei um Ewiggestrige handelt, denen es nicht um die Sache oder um Menschen geht, sondern nur um die Verteidigung ihrer eigenen träumerischen Ideologien geht..

Gruss von jemanden der in einem dieser dre**s kommunistischen Länder aufgewachsen ist.

Wär das jetzt als Widerspruch gedacht gewesen oder nur als Erweiterung der Diskussion?

Widerspruch.

Also kann ich einen Herren in Anzug, Krawatte und Maschinenpistole aufs Titelbild bringen

und drunter schreiben: "Die Spekulanten kommen - Raubzüge in Europa"? Im Gegensatz zu den Roma sehe ich nämlich Milliarden in den Rachen der Spekulanten verschwinden, und vernichtung vieler Arbeitsplätze.
Hier kann man passendes Foto kaufen:
http://de.123rf.com/photo_577... gster.html

Solche und ähnliche Titelbilder gab es zu tausenden.

Nur stehen dafür keine wichtigtuerischen Korrekten parat, um endlich wiedermal eine ihrer Keulen schwingen zu können.

und am besten sind die keulenschwinger gegen wichtigtuerische korrekte.

Ach sie meinen wohl "Gutmenschen" wie ich einer bin, oder?

Ich weiß nicht,...

...wie man die Welt verbessern kann. Aber mit Sicherheit nicht, indem man versucht, ihre mediale Darstellung zu verbiegen, bis wenigstens die gut aussieht. Das bewirkt das Gegenteil.

einfach zum nachdenken:

"Aber mit Sicherheit nicht, indem man versucht, ihre mediale Darstellung zu verbiegen"

"Der italienische Fotograf Livio Mancini hatte es 2008 auf einer Mülldeponie am Rande der kosovarischen Stadt Gjakova aufgenommen, wo Roma-Kinder mit ihren Familien leben und die giftige Abfallhalde als Spielplatz nutzen. Die Pistole war eine Spielzeugwaffe."

Das mag sein.

Das Foto dient aber nicht der Dokumentation sondern der Illustration.
So wie zB die hunderten Fotos zur Illustration des Klimawandels bei jedem Artikel, die üblicherweise absolut nichts damit zu tun haben. Sie zeigen einfach etwas, was den Inhalt optisch dramatisch darstellt.
Dass sie in Wahrheit eine Halbwüste zeigen, die seit 1000 Jahren so aussieht, oder einen stinknormalen Wintersturm an der Küste, der das Meer über die Straße peitscht, wie seit Caesars Tagen, spielt keine Rolle.

noch einfacher zum nachdenken:

1. das foto ist ein fake (und geschmacklos).
2. wenn ich mich darüber aufrege, ist das 'die mediale Darstellung verbiegen'? Not really...

die schweiz ist einer der wahren schurkenstaaten

die führen schon lange krieg aber mit anderen mitteln und immer auf kosten der anderen

klar, du weisst alles über die Schweiz

und das ausgerechnet von jemanden, der in einem Land lebt, wo Korruption, Misswirtschaft zur Tagesordnung gehört. Ja lieber c9912 solltest vielleicht mal selber bei dir nachschauen, was du täglich für Schurkentaten verbrichst. Die Schweiz ist immer noch ein Rechtsstaat und braucht sich von Leuten wir dir nicht verunglimpfen zu lassen. Aber eben, gegen Dummheit kämpfen selbst die Götter vergebens....

Ziel der Weltwoche seit R.Köppel: polarisieren, und das auf zwang und druck, immer mit einer dicken portion grauslichem Nationalismus. Unbrauchbare Zeitung.

an alle die hier bewerten: wieviele von euch lesen die Weltwoche regelmässig, hmm? mit einem herzlichen griazi, euer p.

Nach dem Negerbrot, den Negerküssen müssen wir jetzt wohl auch das Zigeunerschnitzel umbenennen damit in Österreich alles wieder politisch korrekt heist...

und auch das Kaiserfleisch

Speisename ist Doppelplusungut.

Gutdenker sprecht immer korrektweise.

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