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Sarkastisch gemeint? Ein gepostetes Logo im SS-Look.

Die Idee, gemeinsam an den Schießstand zu gehen, begeisterte einen Piraten so sehr, dass er ein Foto von sich ins Forum stellte.
Wien - Das Potenzial der Piraten in Österreich liegt laut Politologe Peter Filzmaier "zumindest theoretisch im zweistelligen Prozentbereich". Die Chance, sich als neue Partei zu etablieren, ist selten groß. Wären da nicht die rechten Stolpersteine, die schon bei den Piraten in Deutschland für Unmut sorgen (siehe Hintergrund unten).
In einem internen Forum der österreichischen Piraten wurde im April 2011 recht lebhaft über die Bildung eines "piratischen Schützenvereins" diskutiert. Ein damaliges Mitglied des Wiener Vorstands hatte die Idee eingebracht, um "anderen Interessierten Tipps zur Heimverteidigung geben zu können". Er selbst habe eine Schrotflinte, für die nach derzeitiger Rechtslage kein Waffenschein gebraucht wird, "ein paar 9-mm-Faustfeuerwaffen wären zum Ausprobieren auch vorhanden".
Ein anderes Mitglied, aktuell im Wiener Vorstand, postete voller Freude ein Foto von sich mit Gewehr und versicherte, er sei "sicher dabei", das könne nur lustig werden. Höhepunkt der Diskussion ist der Vorschlag eines weiteren Piraten, doch gleich eine Bürgerwehr namens "Piraten Polizei" aufzustellen. Das beigefügte Logo (siehe Bild) erinnert jedenfalls sehr an die Waffen-SS der Nationalsozialisten.
"Gemeinsam schießen"
Sarkastisch gemeint oder nicht: Der Thread ist mittlerweile aus dem Netz verschwunden, und auch im Piraten-Wiki finden sich keine Einträge mehr zur Heimverteidigung. Der Vorfall führte zum Rücktritt einiger Vorstände und zum Austritt zahlreicher Piraten aus der Partei. Einer von ihnen erzählt, bei den Stammtischtreffen seien vor allem Verschwörungstheorien besprochen worden. "Ein paar Mitglieder waren tatsächlich gemeinsam schießen."
Christian Marin, aktuell im Wiener Vorstand, lacht laut auf. Einige Piraten hätten zwar einen Waffenschein, von einem Schützenverein habe er jedoch nie gehört. "Ich persönlich bin immer in Sorge, dass sich Rechte bei uns einschleichen." Bis jetzt sei das jedoch nicht vorgekommen.
Nationale Tendenzen seien früher Reibungspunkte mit einzelnen Tiroler Piraten gewesen, aber es gebe genügend Gegenstimmen innerhalb der Partei. "Wer nicht mit unserem Kodex übereinstimmt, wird nicht aufgenommen, da sind wir hellhörig."
Laut Christoph Trunk, bis vor wenigen Wochen noch Vorstand, gibt es keine klare Zuordnung der Piraten in rechts oder links. "Unser Credo ist die persönliche Freiheit. Dazu zählt für mich auch das Recht auf Verteidigung." Der Schützenverein sei eine Idee gewesen, die nicht auf fruchtbaren Boden gefallen und auch nicht mehr aktuell sei. Die Piraten hätten definitiv nichts mit einer paramilitärischen Bewegung zu tun.
Nationale Gedanken seien sekundär, meint Bundesvorstand Rodrigo Joquera. " Von einem Schützenverein weiß ich nichts, Heimverteidigung ist keines unserer Themen", distanziert er sich von dem Verdacht, rechte Ideologien wären vertreten. "Die meisten von uns haben einen globalen Zugang." (Julia Herrnböck, DER STANDARD, 10.7.2012)
Hintergrund: Die Piraten Österreichs
Bereits 2006, kurz nach der Entstehung der schwedischen "Piratpartiet", wurde die Piratenpartei Österreichs gegründet. Im selben Jahr versuchte sie bei den Nationalratswahlen anzutreten, scheiterte aber an den notwendigen 2600 Unterstützungserklärungen, was sich 2008 wiederholte.
Vermehrte Aufmerksamkeit erfuhr die Partei ab dem Jahr 2009, als die Piraten in Deutschland erste Wahlerfolge verbuchten. Ein Vergleich mit dem Aufstieg der NSDAP des Berliner Geschäftsführers Martin Delius sorgte im April 2012 für Irritationen. Die verstärkten sich, als einzelne Piraten in Deutschland den Holocaust leugneten, über den Islam herzogen oder Interviews mit einer rechten Zeitung führten.
Kernthemen der internationalen Piratenbewegung sind die Stärkung der Bürgerrechte, Transparenz und Datenschutz. Bekannt ist ihre Forderung nach einer Reform des Urheberrechts, weitere Blöcke sind der Zugang zu freier Bildung und direkte Demokratie, was über die Software "Liquid Feedback" unterstützt werden soll.
Bernhard Hayden ist erst 17 und bereits Landesgeschäftsführer der NÖ-Piraten. Im Herbst kandidiert er bundesweit
Mario Wieser ist Spitzenkandidat der Piraten. Bei der Wahl will er zehn Prozent holen, Stronach ist für ihn keine Konkurrenz
Beim Piraten-Stammtisch sollen Interessenten die Partei kennenlernen - Blöd nur, wenn die mit dem Computer nicht viel anfangen können
dass es jetzt eine(oder mehrere) neue Partei(en) gibt, da die ''Altparteien'' total veraltete Ziele verfolgen und mit den neuen Medien nicht wirklich zurecht kommen.
Aber auf der anderen Seite entäuschen mich die ''neuen Parteien auch immer wieder.
So wie die Piratenpartei, man hört immer wieder gute Sachen von ihnen aber in den letzten Wochen kommen wieder vermehrt negative Schlagzeilen über die PP.
Ich weiß nicht ganz, wenn sich die PP nicht bald was anständiges überlegt wird die NRW13 ein Flop.
aber mir ist schon klar, dass Journalisten einen aufregenden Artikel schreiben möchten und dafür auch tief in die Trickkiste greifen. Aber ist es wirklich fad, wenn man über mehr Freiheit, mehr Mitbestimmung der Bürger und über die Möglichkeiten, die das Liquid Feedback bringen könnten, berichtet. Könnte man nicht auch einen spannenden Artikel daraus machen? Denken Sie bitte mal darüber nach Frau Herrböck.
dessen, was die Piraten an Gegenwind zu erwarten haben, sobald der Wahltermin näher rückt und die Umfragewerte steigen. Na klar wird es bei den Piraten - wie auch in anderen Parteien - einige unreife, kindische und auch verwirrte Menschen geben. Und wenn schon. Wichtig ist, wofür die Piraten stehen und sie stehen sicher nicht dort, wo sie die Altparteien haben möchten. Die Piraten stehen einfach auf der Seite des Volkes und für Transparenz, ein freies Leben (das niemanden Anderen Freiheit einschränkt) und direkte Demokratie. Besonders das Eintreten der Piraten für direkte Demokratie macht den Etablierten Angst vor einem Machtverlust. Den BürgerInnen macht es dagegen Mut!
welches ich als neues Piratenmitglied nur bestätigen kann. Ich sehe, wie fleissig die in den Taskforces engagierten Piraten hier an ihren Positionspapieren arbeiten und sehe auch schon das Gesamtbild vor mir. Die Journalisten sehen bislang ja nur Puzzleteile - würde sich wer die Mühe machen all die öffentlich zugänglichen Diskussionen und Besprechungen im Internet zu besuchen (ist wirklich mühsam da gleichzeitig fast jeden Tag solche Meetings jeweils viele Stunden in der Nacht stattfinden) - man würde ein vollkommen anderes Bild von den Piraten bekommen als wenn man sich mit einem Häufchen versprengter Piraten in einen Wirtshaus oder mit verwirrten Einzelgängern - die es natürlich auch gibt - unterhält.
So einen Unsinn habe ich lange nicht mehr gelesen. Abgesehen von vielen Individuellen in dieser Partei, stimmt das Verschieben der Partei nach rechts überhaupt nicht. Wenn das Sommerloch noch länger dauert sind die Grünen und die KPÖ dann auch bis zum Ende des Sommers beim Standard rechte Parteien. *looool*
- dem wetterbericht von untergiggerlbrunn vom sommerbeginn 2010
- den friseurterminen des k h g in kitzbühel anlässlich des hahnenkammrennens 2011
- den jagdberichten des grafen, pardon bauern, aus dem burgenland und den abschulssberichten der hirsche von pfingsten 2009
usw
usw.
sorry - aber wenn DAS qualitätsjournalismus sein soll,
dann ist die chefredakteurin ein meerschweinchen.
An den Haaren herbeigezogenes Geschmiere, nur
um evtl. Misstrauen zu säen.
Julia, wer hat dir ein nettes Trinkgeld gegeben?
Du schreibst so einen Stuss zusammen, das einem das Grausen kommt.
Dein Chefredakteur sollte dich mal zu Brust nehmen und dich vor weiteren Blödheiten bewahren.
der Piraten-Anhänger. Lesen Sie mal, was bei anderen politischen Beiträgen von den Parteigängern von SPÖ-ÖVP-FPÖ-BZÖ-GRÜNE so gepostet wird. Da sind regelrechte Hass-und Hetzpostings dabei. die ich bei den Piraten-Postern noch nicht gelesen habe.
Ich habe aber Verständnis dafür dass Piraten empört sind, wenn man sicher bedauerliche Einzelereignisse, die nix mit der Partei sondern nur mit Verwirrtheit Einzelner zu tun hat, als Position der gesamten Partei darstellt.
Bei der ÖVP-FPÖ Regierung dürfte Korruption System gehabt haben und auch die SPÖ scheint mit ihren Inseraten ein System verfolgt haben. Dagegen werden bei den Piraten negative Entwicklungen schon im Keim erstickt.
Steht doch eh im Artikel, war ein internes Forum gewesen und der Thread wurde damals gelöscht, bevor davon die Medien was mitgekriegt hätten. Irgendwer hat offenbar eine Kopie behalten und hielt es just im Sommer 2012 für eine gute Idee, wen vom Standard darauf hinzuweisen.
der thread wurde net gelöscht, das ganze forum hat den geist aufgegeben.
aufgrund der aktuellen ereignisse rund um den thread versucht man nun erneut, die daten aus der eventuell defekten festplatte zu extrahieren, und möglichst umfangreich ins netz zu stellen.
CU TOM
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