Hochwasser in Russland: Behörden geben Fehler zu

10. Juli 2012, 07:32
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Menschen seien vor der nahenden Gefahr nicht entsprechend gewarnt worden - Suche nach weiteren Opfern

Moskau - Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Süden Russlands mit mehr als 170 Toten haben die Behörden Fehler eingeräumt. Die Menschen seien vor der nahenden Gefahr nicht in vollem Umfang und wie vorgeschrieben gewarnt worden, sagte der russische Zivilschutzminister Wladimir Putschkow. Er betonte, aus Stauseen sei kein Wasser abgelassen worden, das Hochwasser sei ausschließlich Folge extremer Regenfälle gewesen.

Suche nach weiteren Opfern

Am Montag wurde in Russland Staatstrauer ausgerufen. Mit Hochdruck suchen rund 10.000 Rettungskräfte indes nach weiteren Opfern. Aus Moskau trafen Freiwillige sowie Rekruten zum Hilfseinsatz in dem Gebiet rund 1200 Kilometer südlich der Hauptstadt ein. Sie sollen bei der Trinkwasserverteilung helfen. Innerhalb von zwei Tagen solle die Gasversorgung wiederhergestellt werden, teilte das Zivilschutzministerium am Dienstag nach Angaben der Agentur Ria Novosti mit.

Insgesamt hätten mehr als 30.000 Anrainer wegen des Hochwassers vom Wochenende ihr Eigentum verloren, berichteten die Behörden. Etwa 200 Menschen lägen noch in Krankenhäusern. Aus Feriencamps in der beliebten Urlaubsregion am Schwarzen Meer seien 700 Kinder in Sicherheit gebracht worden. (dpa, DER STANDARD/APA, derStandard.at, 9./10.7.2012)

Nachlese
Mehr als 170 Tote bei Überschwemmungen in Südrussland
- Sieben Meter hohe Wellen überschwemmten Gemeinden - Rund 3000 Menschen mussten Häuser verlassen

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